So perfekt Nikon derzeit im Profibereich arbeitet, im ambitionierten Amateurbereich, der auch Profis interessiert, kriegen sie es irgendwie nicht auf die Reihe. Das längst fällige Gegenstück zur Canon G9, also ein Kompaktgerät, das RAW-Formate kann und vielleicht ein bissel mehr manuelle Einstellung zulässt und einen Blitzschuh für ordentliches Beleuchten hat, so ein Gerät jedenfalls wurde jetzt präsentiert.
Brennweite entsprechend Kleinbild: 28 bis 112 mm, Schärfebereich von 2 cm bis unendlich. Ja gut, das ist nett.
Ein integrierter GPS Empfänger, zum Geotaggen meiner Bilder, damit ich immer weiss, wo die gemacht wurden. Von mir aus, wers braucht.
13,5 Megapixel. Geschenkt. Braucht keiner auf der Chipgröße.
ISO von 64 bis 6400. Hüstel. Die Epfindlichkeitsstufen 3200 und 6400 können nur mit der Bildgröße 3 MP oder kleiner kombiniert werden. Ah so. Na dann.
Und jetzt das Seltsamste: Bilder speichern im RAW-Format. Schön. Aber. Bilder im RAW-Format können in der Nikon-Software »View NX« (nur in der Windows-Version) oder in anderen Programmen, die den WIC-Codec (Windows Image Component von Microsoft) unterstützen, geöffnet und bearbeitet werden.
Äh. Wie bitte? Nur in der Windows Version? Amateure haben keine Macs zuhause? Nur Aldi Rechner mit Vista? Oder was? Oder warum?
Überhaupt, dieses Getue jetzt nach dem Motto, seht wie toll wir sind, wir geben euch RAW. Meine uralt Coolpic 990 (leider kaputt) und meine uralt coolpix 995 (irgendwo im Schrank) konnten stillschweigend TIFF.
Das Rennen um die beste Semiprofessionelle Hosentaschencam hat jedenfalls derzeit die hier weiter unten beschriebene LUMIX LX3 haushoch gewonnen. Sorry Nikon.





0 Kommentar