Das aktuelle Wetter NRW 26°C

Erster CS4 Eindruck

Mir brummt noch der Schädel, ich habe nämlich eine Präsentation der neuen Creative Suite 4 von Adobe hinter mir.

2.400 neue Features. So lange hat es aber nicht gedauert.

Kurzfassung: Ich bin begeistert. Das ist wirklich ein ziemlich fettes Upgrade. Präsentiert wurde mit 3 GB Arbeitsspeicher, 2GB sind auch für Sie empfehlenswert. Zumindest aber 1GB.


Geschrieben wird an kompetenteren Stellen im Internetz genug, hier kurz zusammengefasst meine Eindrücke und was mich angesprochen hat.
In allen Applikationen ist jetzt Tab Browsing möglich, also schnelles Wechseln zwischen geöffneten Dokumenten. Flash ist nicht mehr wegzudenken. Die Hilfe-Funktion bringt Sie nicht nur zu Adobe-Files, sondern dank google auch zu anderen Lösungen aus den Weiten des Internetzes. Social networking sozusagen.

 

Bridge sieht bald aus wie Lightroom, hat eine Funktion dazubekommen, die mich an was erinnnert, war es coverflow oder aperture? Jedenfalls kann eine Auswahl an Bildern so schick karusellartig gezeigt werden. Hochladen per ftp geht jetzt. Die spotlight Suche von OS X und Windows Desktop Search wurden in Bridge integriert.

 

Photoshop und Lightroom sind noch mehr verzahnt, PS kann Camera Raw 5 und erlaubt einfach direkt am RAW-file (also am XMP, also nondestruktive) Korrekturen wie Kurven, Levels, Farbsättigung und sonst noch, die eben wieder jederzeit rückgängig gemacht werden können.
Wenn Sie beim Bearbeiten nicht den Schirm oder den Kopf verdrehen wollen, können Sie jetzt einfach das zu bearbeitende Bild drehen. Die Funktion Stempel und der Reperaturpinsel haben eine live Vorschau, das heisst, der geklonte Teil wird angezeigt und kann punktgenau gesetzt werden. Was hab ich früher nicht apfel+z gedrückt, weil ich danebengestempelt habe.
Beim Arbeiten mit Masken kann ich den maskierten Bereich darunter mit sagen wir 30% anzeigen lassen und dann auch punktgenauer herumpinseln. Ohne hin und her schalten zu müssen.

 

Für Maskendummies wie meinereiner gibts netterweise ein neues Maskenbedienfeld, dass die Arbeit erleichtert.
Die Effekte sind leicht über die Palette zugreifbar, ebenso im Illustrator.

 

Wirklich umwerfend ist das Feature Content Aware scaling, also intelligentes Skalieren. Hauttöne werden erkannt und beim Saklieren nicht mitberechnet, zusätzlich kann ich manuell noch Bereiche auswählen, die geschützt bleiben sollen. Ein 3:4 Bild aus der Kamera lässt sich damit auf die schlanke Länge eines Webbanners langziehen, ohne daß Personen auf dem Bild dabei mit langgezogen werden. Auch auf Hochformat quetschen geht problemlos. Da sind den Entwicklern zweifelsfrei intelligente Algorhythmen gelungen. Graphiker, die dieses Feature sicher gerne exzessiv nutzen werden, werden sich damit aber wohl den Zorn der Photographen zuziehen. Aber Photographen braucht bald eh keiner mehr.

 

Beim Abwedeln werden jetzt die Tonwerte geschützt, also wenn ich das unterbelichtete Gesicht abwedle habe ich danach keine graublasse Suppe mehr. Gut natürlich, andererseits war der Wedel mit ca. 6 Prozent in den Tiefen mein geheimes E-Botox für Augenringe, Faltenschatten und fleckige Zähne. Mal sehen, ob das jetzt noch klappt.

 

Adobe Kuler ist ebenfalls integriert, Sie können sich online Farbthemen runterladen und direkt in ihr Farbmusterpanel reinladen.

 

Kurz noch zu den anderen Apps:
InDesign hat einen preflight zur Fehlerkontrolle, den man auch selbst konfigurieren kann.
Sehr cool ist, dass man zb ein Magazin aus InDesign jetzt mit einem oder zumindest wenigen Klicks in eine Flash-Datei wandeln kann, ohne Flash anzufassen. Bisher musste man das seitenweise in Flash nachbauen.

 

Fireworks kann jetzt CSS exportieren.

Der Illustrator kann jetzt mehrere Seiten.

Dreamweaver hat eine Live Ansicht, die das Starten im Browser erspart. Für Safari zumindest.

 

Premiere kann im Hintergrund extern im Programm Encoder Spracherkennung. Den Text können Sie dann mittels Suche dazu nutzen um punktgenau zum Frame mit dem gesuchten Wort zu kommen. Premiere synchronisiert mit After Effekts. Metadaten sind auch für Video drin und googleready. Überhaupt ist der Metadatenworkflow ein spürbares und gut umgesetztes Anliegen.

 

Man könnte jetzt noch endlos weiter aufzählen, aber ich lass mal gut sein. Wenn sie was wissen wollen, fragen Sie einfach, vielleicht weiss ich es.

 

Ab Anfang Dezember gibt es die deutsche Version, über den skurrilen Preisunterschied der US Version zur DE Version sag ich jetzt mal nix, aber paar hundert Euro ist doch happig.
Hier bei Adobe gibts die Übersicht zu den unterschiedlichen erhältlichen Versionen.
http://www.adobe.com/de/products/creativesuite/compare/

 

Ach ja, CS3 gibts jetzt sicher günstig ;) 

 
Diesen Artikel bookmarken?

0 Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist:
http://www.derwesten.de/services/trackbacks/blogs/6008575/create

0 Kommentar