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tuürme

Jeder wird diese Situation kennen: Du gehst auf einen Termin, drehst was das Zeug hält und stellst beim Sichten des Materials fest, dass fast nur Müll auf dem Band ist.

 

Alles verloren?

 

So ist's mir am Sonntag in Gelsenkirchen ergangen. Rund 20 Minuten Material hatte ich gesammelt. O-Töne von den Zuschauern, sogar von einer betroffenen Anwohnerin, die wegen der Sprengung der Kühltürme evakuiert werden musste. Unterm Strich wäre nur ein NIF übrig geblieben. 30 Sekunden Kernmaterial, die nackte Sprengung der Türme. Der Rest eine Sammelsurium aus verwaschenen Bildern (Dauerregen) und pochendem Ton (Sturmböe auf der Halde).

 

Doch gewonnen?

 

Aber wir sind ja frei, hier im Netz. Also habe ich das Video auf noch erträgliche 1,5 Minuten gestreckt. Mit höchst dramatischer Musik unterlegt (Danke an Mario für die Mucke) und mit noch dramatischeren Effekten versehen (war eine gute Gelegenheit, das neue Plug-In für Edius auszuprobieren). Inkompatibel zu jedem TV-Sendeschema.

 

Zeitverlust

 

Ich muss gestehen: Die Bearbeitungszeit ist dadurch in die Höhe geschnellt. Die nackte Sprengung hätte ich nach 30 Minuten im Netz gehabt, die verfeinerte Variante war dagegen erst nach 90 Minuten oben.

 

Versus

 

Ein klassischer Fall von "Schnelligkeit vs. Qualität". Lohnt sich der Aufwand? Hätten die (bis jetzt) rund 6000 Views durch die eine gewonnene Stunde noch merklich gesteigert werden können? (Anmerkung: Trotzdem waren wir rund zwei Stunden schneller als alle anderen Aufzeichnungen im Netz oder TV.)

 
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