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Einmal Bratwurst, bitte. Ohne Senf!

ehrensenf fail

Aus und vorbei. Die fetten Jahre für Ehrensenf sind gelaufen. Zwei Jahre durfte sich Deutschlands (angeblich) bestes Web-TV-Format das Qualitätssiegel "powered bei Spiegel Online" ins Impressum kleben. Jetzt hat SpOn die Sendung aus dem eigenen Portfolio geschmissen. Laut zoomer.de habe dies nichts mit den Klicks zu tun - sondern das Format Ehrensenf "habe sich überlebt". Fortan ist Ehrensenf wieder allein unterwegs.

 

Doomsday?

 

Ich war nie ein großer Fan des Formates und habe den Hype darum nicht verstanden. Die Erklärung SpOns lässt allerdings tief blicken. Ein schwarzer Tag für die junge Blüte Web-TV in Deutschland? Immerhin galt Ehrensenf zumindest halbwegs auf finanziell gesunden Beinen. Mangels SpOn im Rücken kann dies nun kugelhagelschnell ein blutiges Ende nehmen.

 

War ja klar

 

Der Untergang Ehrensenfs ist symptomatisch für den deutschen Web-Video-Markt. "Ehrensenf sei ein innovatives Format und habe sich für ein Online-Phänomen sehr lange gehalten", heißt es seitens SpOn gegenüber Zoomer.

 

Phänomen, das = unerwünschte Ausnahmeerscheinung

 

Das sicherlich meistgeklickte Video-Format ein "Online-Phänomen"? Der Satz erinnert mich an den Ausspruch einer ehemaligen Volontärs-Kollegin. "Internet ist ein Trend, der hoffentlich bald vorüber geht." Ja, und Web-Video ist ein Phänomen, solange bis was Richtiges kommt. So vom Fernsehen. Das bringt zwar ein paar Klicks mehr, kostet aber auch das 10-fache. Achja, und die jungen Leute gucken sowas nicht. #spiegeltv

 

Wie schön, dass uns Web-Video-Produzenten Deutschlands größte Nachrichtenseite für so unglaublich ernst nimmt. Und ich sag jetzt uns, weil das Phänomen als Phänomen bezeichnet zu werden (!), Methode hat. Überall.

 

Ein Trend geht um

 

Aber vielleicht ist das Internet ja nur ein Trend für junge Leute. Und wenn's vorbei ist, mach ich wieder Vereinsberichterstattung für eine der aus dem Boden sprießenden trendy Lokalzeitungen.

 

Phänomenal.

 
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