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Reality bites, Videopunk!

Für journalistische Experimente, neue Wege der Video-Berichterstattung im Netz und Formate abseits der Norm scheint die Wirklichkeit nicht mehr reif zu sein.

 

Was ist passiert?

 

Wo früher Mut war, stehen heute nackte Zahlen. Erfolg wird nicht mehr in Qualität (oder dem Streben danach) gemessen, sondern in Views, Klickraten und Revenue Share.

 

Was sich nicht vermarkten lässt, wird als Liebhaberei abgestempelt. Wer viel will, erhält nur wenig Verständnis. Langsamkeit in Zeiten des Medienumbruchs ist die Geißel unserer jungen Journalistengeneration geworden.

 

Die Alten gewinnen, weil wir Jungen nicht mutig genug sind. Uns ist ein gefüllter Magen wichtiger, als ein erfülltes inneres Berufsleben. Wir ziehen den Schwanz ein, weil das Wedeln damit in der eigenen Hütte zu viel Wind verursacht.

 

Ist Aufgeben deswegen feige?

 

Nein. Nur eine konsequente Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit.

 

 

Farewell.

 
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