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newTV-Kongress oder: Von Leichen lernen

Man nehme einen Haufen Fernseh-Fuzzis, Internet-Vermarkter und sonstige Web-00-Größen und stecke sie für einen Nachmittag in einen Konferenzraum. (Ohne WLAN, versteht sich). Heraus kommt eine fade schmeckende Suppe an Innovationslosigkeit und schierer Geldgier. (Den Suppenlöffel durfte Talk-Mastermind Andreas Türck rühren. Seines Zeichens neuerdings selbst "newTV-Macher").

 

Ich werde hier aus Rücksicht vor den Hirnlappen meiner Leser nicht auf die einzelnen Vorträge eingehen. Neues gab es nicht zu hören, Interessantes ohnehin nicht. Vielmehr Erschreckendes: Wenn es nach Brainpool und Co. geht, besteht das Web-Video-Segment nur noch aus seichter Gossen-Unterhaltung. Was anderes ließe sich nur schwer vermarkten, waren sich dann auch alle einig. Und Money makes a Television-makers genitals go up. Qualitativer Inhalt Fehlanzeige.

 

Und auf die Verlage ließ sich besonders gut treten. Aktuelle Nachrichten-Videos seien nunmal nur von kurzer Lebensdauer. Longtail, wo bist du? Dazu oft qualitativ schlecht. Verlage hätten den Zug Richtung Webvideo-Zukunft ohnehin verpasst. Einzig die Spiegelanier hätten die Weisheit mit Löffeln (Marke Türck) verschlungen.

 

Einziger Lichtblick: (sehr) Wenige Besucher wunderten sich, dass Journalismus und INHALT bei der Kongress-Planung vergessen wurden. Danke fürs Wundern! Etwas Hoffnung bleibt uns also noch.

 
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