Kennen Sie den: Sagt ein Verlag, wir setzen auf Web-Video...
Blöder Scherz? Mitnichten! Schauen Sie mal auf die Webseite ihrer Tageszeitung und verraten mir, was Sie dort sehen. Eine Wette: Selbstproduzierte Videos eher wenige. Und die Qualität? Qualität hört bei Verlagen dort auf, wo Web-Video beginnt. Hauptsache billig, willig und anwesend.
Stattdessen setzen die Verlage auf Fließband-Material. Standardware einer Nachrichtenagentur, ob nun zoom.in oder Reuters. Irgendein Dummer wird's schon klicken. Und so nen Kinotrailer nehmen wir auch gern mit. Dass die Filmstudios von den gesparten Werbepenunzen ihre Salesleute in die nächste Nacktbar schicken, interessiert höchstens den Wirt (eben dieser Nacktbar).
Was mir bei den Web-Video-Tätigkeiten der deutschen (Regional-)Verlage fehlt, ist das Konzept. Welche Zielgruppe wollen sie erreichen, welchen Anspruch an sich selbst verfolgen sie? Bei den meisten Web-Video-Auftritten hört man das Vorbeifliegen des gedanklichen Strohballens über den Wüstensand.
Nun hat nicht jeder Verlag (vielleicht kaum einer) die Kapazitäten, um eigene Ideen zu verwirklichen. Aber bitte, liebe Leute, wenn ihr schon mit bells and whistles einen eigenen Video-Bereich propagiert, versucht euch wenigstens von der Masse abzuheben.
Um den schlechten Witz vom Anfang zu Ende zu bringen:
... Sagt Web-Video zum Verlag: Also verarschen kann ich mich selbst.





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