Den meisten, wenn nicht sogar allen Verlagen in Deutschland geht es derzeit an die Gurgel. Die Zeitungs-Fans sterben wie die Fliegen, der Anzeigenmarkt schrumpft sich Richtung Internet und junge Leute nutzen das Holzmedium ohnehin nur noch zum Auslegen ihres Auto-Rücksitzes.
Das geht den Verlagen aber am breitgesessenen und wohlgenährten Hintern vorbei. Mit Print sei noch Geld zu verdienen. Auch wenn man zuvor einen Großteil der Belegschaft ins Nirvana jagen muss. Internet wird weiterhin als Luxus verflucht, als Gegenwartsmedium verkannt und liegt konzeptionell in der untersten Prioritäten-Schublade.
Und dann hätten wir noch Video. Dieses kleine irgendwie wichtige Nischenprodukt im Nischenmarkt Internet. Schön ist's - jetzt kann man auch Fernsehen im Netz angucken. Und das auch noch so einfach: Schnell ein paar Kooperationen eingehen und totgesendete Inhalte alter Kupfermedien teuer einkaufen. Dem Nutzer wird's schon gefallen.
Das tut es aber nicht. Feedback und Klickzahlen sprechen eine sehr deutliche Sprache. Videos im Netz - das ist eine eigenständige Form. Videos haben ihre eigene Sprache, ihre eigene Klientel, ihre eigenen Gesetze.
Für Verlage muss der Weg deshalb in die eigene Produktion von Web-Video-Inhalten gehen. Die Massensyndizierung von Inhalten verstopft die eigenen Arterien. Und einen weiteren Herzinfarkt werden die meisten Verlage nicht mehr überleben.
Bevor es zum Stillstand kommt, müssen die Verlage ihre Chance ergreifen. Nutzt Video zu eurem Vorteil. Und das heißt nicht eine billige Fernsehkopie ins Netz zu stellen. Dafür gibt es center.tv und Co.





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