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Zittern. Hoffen. Siegen. Drinbleiben!

Letzter Spieltag, letzte Chance. Es hätte ja gar nicht so weit kommen müssen, 9 Punkte Vorsprung waren doch ein Brett, aber sie haben es nicht anders gewollt. Keine vorzeitige Rettung, kein entspannter Saisonausklang, sondern ein langer und bitterer Abschwung. Und eine andere Perspektive: Wer sich nach elf sieglosen Spielen immer noch berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen kann, sollte dankbar sein. Gegen 96 kann der VfL eine verkorkste Saison noch ganz (Klassenerhalt) oder teilweise (Relegation) retten und bestreitet somit ein echtes Abstiegsendspiel. Dass dieses überhaupt steigt, liegt hauptsächlich an der schwachen Konkurrenz und an einem VfL-Zwischenhoch, an das sich so recht keiner mehr erinnern kann.

 

Dieser Tage kann man sich daran hochziehen, dass der VfL in München nicht abgeschossen wurde, sich Torchancen (!) erspielte, dabei gar ein Tor (!!) erzielte, zwei Tore auf den FCN gutmachte (!!!) und Darek die Blockaden gelockert hat. Die Strohhalme waren auch schon mal dicker, aber mit ein bisschen gutem Willen kann man daraus einen kleinen Aufwärtstrend ableiten. Was bleibt einem sonst auch anderes übrig? Seit Wochen leben Spieler und Fans allein vom Prinzip Hoffnung. Wird schon irgendwie gutgehen. Wir mussten zwar schon fünf Mal runter, aber eigentlich sind wir doch unabsteigbar ...Ziemlich dünnes Eis.

 

Gegen Hannover geht es um die Wurst. Do or die. Keine Ausreden mehr. Ich mag nicht absteigen und montags nach Aue fahren. Und wer weiß, ob bzw. wann wir wieder aufsteigen? Was ist, wenn wir wie andere Traditionsvereine nach unten durchgereicht werden und in der Versenkung verschwinden? Besser gar nicht drüber nachdenken. Auch nicht über die möglichen wirtschaftlichen Folgen. Noch ist nichts verloren, noch haben wir dieses eine Spiel. Mindestens. Auf den Club sollten wir dabei erst einmal gar nicht schauen. Wenn man sich auf andere verlässt, dann ist man meist verlassen.

 

Schauen wir doch lieber auf uns. Unser schönes Stadion ist ausverkauft und es wird knistern. Auch wenn bis zu 10.000 Rote kommen sollten, ist und bleibt das Ganze ein Heimspiel. Und das wird man merken, da bin ich mir sicher. Noch einmal also alles raushauen, auf dem Rasen und auf den Rängen. Egal wer spielt, egal was war, nur dieses eine Spiel zählt jetzt. Es geht um unseren Verein. Und wenn man all den Foren, Blogs und Netzwerken Glauben schenken darf, dann gibt es auch nach so einer Saison noch genügend VfLer, die mit dem Herzen an ihrem Club hängen und sich am Samstag die Seele aus dem Leib schreien werden. Das ist eigentlich die schönste Erkenntnis. Am Freitag kann man sich schon einmal warmsingen. Klasse Idee, die Mannschaft schon beim Abschlusstraining anzufeuern. Kommt zahlreich!

 

Und Samstag dann: Zittern. Hoffen. Siegen. Drinbleiben!

 
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