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VfL vs. VfL: Die Einzelkritik

VfL Wolfsburg

Wie schön war die blau-weiße Welt heute gegen 16.20 Uhr! Der VfL hatte in den ersten 45 Minuten mal wieder einen äußerst kompakten Auftritt hingelegt, lag 1-0 in Front und hielt 30 virtuelle Punkte in den Händen. Der Klassenerhalt schien zum Greifen nah und ein Derby unter entspannten Voraussetzungen winkte. 60 Minuten, vier Gegentreffer und zwei Gelbsperren später sah die Welt plötzlich ganz anders aus. Der Abstand auf den Relegationsplatz liegt nur noch bei derzeit sieben Zählern, gegen den BVB fehlen Prokoph und Mavraj und dann kommt ein ganz einfaches Spiel in Bremen. Könnte also sein, dass es noch einmal eng wird. Zumindest dann, wenn der VfL an die Leistung der zweiten Hälfte anknüpft.

 

Hier nun die Einzelkritik zum Spiel:

 

Heerwagen: In Abschnitt 1 unerwartet unterbeschäftigt. Bei den ersten beiden Gegentoren schuldlos. Verursachte gegen den cleveren Dzeko den Elfmeter, der zum 1-3 führte. Beim vierten Tor stand er etwas zu weit vor dem Kasten, aber da war der Drops bereits gelutscht: 3,5

 

Pfertzel: „Machen Sie bitte eine typische Handbewegung“, hieß es damals bei Robert Lemke. Die typische Aktion des Concha-Vertreters ist: der Rückpass. Der Franzose ist offensiv ohnehin kein Faktor. Defensiv stand er in der ersten Hälfte halbwegs passabel. Im zweiten Durchgang ließ er jedoch vor allem Marcel Schäfer viel zu viel Platz zum Flanken. Eine dieser Flanken führte zum Ausgleich. Insgesamt, leider: 5

 

Maltritz: War zunächst so nah an Dzeko dran, dass dieser kaum zu sehen war. Beim 1-1 kam der Kapitän allerdings zu spät, Dzeko traf und das Spiel kippte : 4

 

Mavraj: Gute und konzentrierte Leistung in der ersten Halbzeit. Wer war noch einmal dieser Grafite? Stand dann beim 1-2 nicht nah genug bei Martins. Unter dem Strich etwas besser als sein Innenverteidiger-Kollege. Gegen Dortmund leider nur auf der Tribüne: 3,5

 

C. Fuchs: Patzte vor dem 1-2. Suchte immer wieder den Weg in die Offensive, heraus kam wenig: 4

 

Dabrowski: Deutlich ruhiger als sein Nebenmann Maric. Zeigte einmal sogar ungeahnte technische Qualitäten, als er den Ball mit der Hacke spielte. Beim 1-4 von Santana nicht nah genug am Mann: 3,5

 

Maric: Der zentrale Mann im System von Heiko Herrlich hat derzeit einen Hänger. Oder ist er vielleicht nicht fit? Maric forderte die Bälle, um sie dann viel zu oft wieder zu verschenken. Einer dieser Ballverluste führte zum Elfmeter. Johansson wäre heute womöglich die bessere Wahl gewesen : 4,5

 

Freier: Sah zur Halbzeit wie der niedersächsische VfL-Schneekönig 2009/2010 aus. Verzog erst deutlich und nutzte dann die Unpässlichkeit von Barzagli für eine hübsche Fackel. Mit links! Den ersten Saisontreffer hatte Slawo beim Schneewalzer in Hannover erzielt. Half auch in der Defensive aus und leistete sich dabei gefühlte zehn Fouls. In der zweiten Halbzeit dann noch mit einem Kopfball (71.), aber ohne die notwendige Unterstützung : 3,5

 

Epallé: “Joel Epallé ist immer für ein Tor gut“, meinte Herrlich vor dem Spiel und konnte sich dabei ein Grinsen nicht verkneifen. Epallé trug seinen Teil zur guten Mannschaftsleistung in den ersten 45 Minuten bei, indem er wie gewohnt rackerte und presste. Mehr als ein Schüsschen (45. +1) kam dabei jedoch nicht raus. Machte beim Treffer von Slawo den Weg frei, na immerhin: 4,5

 

Holtby: Erste Hälfte links, zweite Hälfte zentral. Nur wenig auffällige Szenen, in der Defensive teilweise fahrig: 4,5

 

Hashemian: Der Hubschrauber durfte nur 45 Minuten rackern. Ohne Abschlussaktion, aber mit viel Laufarbeit: 4

 

Dedic: Wurde zur 2. Halbzeit eingewechselt und konnte sich nicht in Szene setzen: 5

 

Prokoph: Schlechter hätte der Nachmittag für Heikos Lieblingsspieler nicht laufen können: Saß erst auf der Bank, kam dann ins Spiel, holte sich die 5. Gelbe und war dann nicht mehr zu sehen: 5

 

Grote: Auf Grund der späten Einwechslung: ohne Bewertung

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