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Sekt oder Selters – das etwas andere Neujahrsposting

Zunächst einmal wünsche ich allen unseren Lesern ein gutes, neues Jahr. Und natürlich auch dem VfL Bochum, der zumindest die Hinrunde der laufenden Spielzeit wohl lieber aus dem Gedächtnis streichen würde.

Als Fan hat man natürlich auch mal hin und wieder das Bedürfnis, auf Grund des Geschehens im Lieblingsverein auch mal mitzufeiern. Hier stellt sich dann aber die Frage, ob es in der Hinrunde auch mal Gründe für Sekt oder eher für Selters zum Anstoßen gab.

 

Sekt: Natürlich jeder Sieg des VfL. Besonders in Erinnerung bleiben allerdings natürlich Spiele wie am ersten und am 17. Spieltag. Gegen Gladbach lag Bochum schon scheinbar aussichtslos mit 0:3 zurück, dann kam Aza, schoss gleich zwei „Tore des Monats“ (die dann beide nicht gewählt wurden), am Ende ging es 3:3 aus. Leider konnte der oft eigensinnig spielende Mittelfeldmann im weiteren Verlauf der Hinrunde keine Bäume ausreißen und fiel nur noch mit großen Sprüchen und wenig Taten (z.B. vor dem Schalke-Spiel) auf. In diesem Fall: Selters.


Gegen Hannover dann wieder so ein verrücktes VfL-Spiel, zur Pause stand es 0:2 für den Gegner, am Ende dann 3:2 für Bochum. Danach war´s für die meisten Fans wohl eher Fiege statt Freixenet, dennoch ein Spiel, das für einen Silberstreif am Horizont sorgte. Hannover gegen Bochum: Sekt.

 

Besonders schwer nach dem Sekt- oder Selters-Faktor zu beurteilen ist in letzter Zeit Christian Fuchs. Nach hinten mit katastrophalem Abwehrverhalten, dafür vorne mit drei spektakulären direkt verwandelten Freistößen. Trotzdem wünscht man sich so ihn im Mittelfeld, mit Bönig als Absicherung dahinter. Für den letzten Freistoß, der zudem gleichzeitig das Siegtor darstellte, gibt´s allerdings ganz klar: Sekt.

 

Ganz klares Selters ist allerdings das Verhalten des Vorstands. Erst wurde Ex-Trainer Koller viel zu lange gestützt, dazu kommt die nach wie vor quasi nicht-existente Transferpolitik. In der kurzen Winterpause warten wir Fans derzeit zitternd auf Erfolgsmeldungen von Gustl, auf dass der Kader für die Rückrunde verstärkt werden würde. Doch bislang wartet man vergeblich, und dies wird sich wahrscheinlich auch nicht ändern. Armselig.

 

Gut für Selters sind zusätzlich fast alle Heimspiele unseres VfL. Fußball zum abgewöhnen statt rauschender Fußballfeste sind in dieser Spielzeit dort eher die Regel denn die Ausnahme. Bochum gelang nur ein magerer Heimsieg und dazu gab es bereits vier Niederlagen auf eigenem Platz. Dies sollte in der Rückrunde, wenn möglich, verbessert werden. Schließlich kann nicht jeder Fan quer durch Deutschland reisen, wenn er mal einen Sieg der Bochumer bestaunen will. Heim also Selters, auswärts Sekt (dort bereits drei Siege).

 

Fazit: Insgesamt überwiegt in der Hinrunde deutlich der Selters-Faktor. Heftige Niederlagen, auswärts wie daheim, oftmals armselige spielerische und oft auch kämpferische Darbietungen vergällten mir als Fan oftmals den Spaß an der Saison. Die Untätigkeit des Vorstands zurzeit in der Winterpause ist schwer zu ertragen, ebenso trägt der aktuelle Knatsch um Antar Yahia um dessen Teilnahme trotz drohender Verletzung an algerischen Länderspielen zu Negativschlagzeilen bei.

Da bleibt wieder mal einiges zu tun in der Rückrunde, vor allem für Trainer Herrlich, der die jahrelange kollersche Misswirtschaft in Union mit der schlechten Vorstandsarbeit jetzt abarbeiten muss.

 
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