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Heilsbringer gesucht! Wäre Gekas der Erlöser geworden?

Theofanis Gekas wird von Bayer Leverkusen zur Rückrunde an den Tabellenletzten Hertha BSC Berlin ausgeliehen (siehe hier). Die Berliner haben zudem die Möglichkeit, den Stürmer nach Saisonende per Kaufoption dauerhaft zu verpflichten. Viele Bochum-Anhänger, die schon seit längerer Zeit nach Verstärkungen rufen, fragen sich nun, ob der griechische Nationalspieler für den VfL als Retter hätte fungieren können.

 

Doch Zweifel daran sind angebracht. Schließlich hatte der vokuhila-tragende Gekas damals in Bochum in der Saison 2006/07 nicht nur den Sirtaki als eigene Tor-Fanfare, sondern auch einen Misimovic als oftmals passgenauen Vorbereiter im Rücken. So war Bochum in der damaligen Spielzeit eine der konterstärksten Mannschaften der Liga und schaffte relativ souverän den Klassenerhalt.

Da dem VfL aber mittlerweile jede Passsicherheit abhanden gekommen ist, wäre es als höchst fraglich anzusehen gewesen, ob Gekas hier die genauen Anspiele bekommen hätte, die er für seine Art des Spiels benötigt, bekommen hätte. Stanislav Sestak kann hiervon auch ein Lied singen, da er als Konterstürmer mit großer Schnelligkeit ebenfalls auf zielsichere Pässe aus dem Mittelfeld oder genau getimte Flanken von den Außenbahnen angewiesen ist.

 

Beides findet man jedoch selten beim VfL Bochum dieser Tage. Abgesehen davon bleibt die Frage offen, ob der VfL sich überhaupt um eine Verpflichtung des Griechen bemüht hat. Neuzugänge in der Winterpause erscheinen zurzeit sehr unwahrscheinlich, da scheinbar im Vorstand des Vereins weiterhin Risiken gescheut werden – man will ja schließlich schuldenfrei absteigen am Ende.

 

Nun geht es also am Samstag nach Hannover. Die Mannschaft also, die mit nun legendären drei Eigentoren in einem Spiel in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Allerdings steht nun wieder der „übliche“ Bochum-Effekt zu befürchten. Hannover 96, seit nunmehr sechs Spielen ohne Sieg, braucht dringend drei Punkte, da der Abstand zu den Abstiegsplätzen gefährlich geschrumpft ist. Auf der anderen Seite steht die Bochumer Trümmertruppe, in der sich nach wie vor kein Aufwärtstrend erkennen lässt. Zwei deutlich angeschlagene Mannschaften stehen sich also gegenüber, beide ziemlich mit dem Rücken zur Wand, was ein von Vorsicht geprägtes Spiel erwarten lässt.

 

Da das Bochumer Team in dieser Saison völlig unfähig ist, ein Spiel selbst zu gestalten, wird es wohl wieder auf eine Kontertaktik hinauslaufen. Diese wiederum ist nahezu zum Scheitern verurteilt, auf Grund der weiter oben bereits genannten Pass-Probleme. Vielleicht wird wieder ein mageres Unentschieden erstümpert oder ermauert, sollte man sich nicht ebenso auseinander nehmen lassen wie gegen die Bayern. Es wäre jedenfalls besser als Nichts. Irgendwo bin ich auch froh, wenn endlich Winterpause ist. Heiko Herrlich beneide ich jedenfalls keinesfalls um seinen Job, zumal er, wie er selbst sagte, mit den vorhandenen Spielern auskommen muss. Ich blicke jedenfalls ohne große Erwartungen auf das Spiel am Samstag.

 
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