...hört nicht auf, dem Rest der Liga Widerstand zu leisten. Wenn auch nicht immer gleich intensiv. Nahezu kampflos und herzlos geführten Spielen folgen in dieser Saison regelmäßig auch mal Partien, in denen die Spieler mit Herzblut dem Gegner zu Leibe rücken. Leider viel zu selten, sodass bislang gerade mal 12 Pünktchen auf der Habenseite stehen. Im Punkt der Ursachenforschung herrscht inzwischen allgemeine Ratlosigkeit. Ist es ein Kopf-Problem? Können die Spieler es einfach nicht (mehr) besser? Wurde in den vergangenen Jahren versäumt, den Kader sinnvoll zu verstärken? Ist es dem jetzigen Trainer Herrlich überhaupt möglich, mit diesen Spielern die Klasse zu halten?
Die Antworten auf diese Fragen zu finden ist schwierig, jedenfalls zum Teil. Auf ein mentales Problem ließe sich sicherlich die Unkonstanz der Leistungen der VfL-Profis zurückführen. Auf die Frage, ob es die Spieler nicht besser können, könnte man ein „Jein“ antworten. Die Baustelle im offensiven Mittelfeld war ja nicht erst seit dieser Spielzeit bekannt, dazu fehlte seit längerer Zeit ein gefährlicher Stürmer. Getan hat die Vereinsführung herzlich wenig, um die Lücken im Kader zu füllen bzw. Platz für neue Spieler zu schaffen. Kostet ja alles auch Geld, ne? Trotzdem sieht man ja, wozu es heute geführt hat.
Unerklärlich bleibt allerdings nach wie vor, wieso das Team scheinbar nicht einmal mehr einfachste Grundlagen des Fußballs zu beherrschen scheint. Kann man das nur dem langjährigen Ex-Trainer Koller anlasten?
Ob es nun Heiko Herrlich schaffen wird, dem gealterten Bochumer Kader wieder zu mehr Sicherheit zu verhelfen, steht in den Sternen. Mangels Alternativen können sich viele Spieler wohl auch bei weiterhin schlechten Leistungen ihres Stammplatzes sicher sein (z.B. Maltritz, Klimowicz, Dabrwoski, Fuchs). Der Trainer sollte übrigens nach Möglichkeit davon absehen, Experimente auf dem Platz zu starten, die auch schon in der Vergangenheit nach hinten losgingen, z.B. Sestak auf den Außenbahnen spielen zu lassen, ebenso, wie sich wohl abzeichnet, dass Grote nur ganz vorne oder ganz hinten eine gute Partie machen kann, der letzte Versuch im Mittelfeld schlug grandios fehl.
Aber wahrscheinlich wird wieder, verglichen mit dem Köln-Spiel, eine nahezu unveränderte Elf auf dem Platz stehen. Wie gesagt, wer sollte sich auch schon als Alternative aufdrängen...
Nicht mit dabei sein wird auf Stuttgarter Seite, die in dieser Saison einen Absturz sondergleichen hinlegten, ein alter Bochumer Bekannter: Yildiray Bastürk. Dieser bestritt in der aktuellen Spielzeit gerade einmal ein Spiel für den VfB (eingewechselt gegen Gladbach in der 81. Minute am 12. Spieltag). In seiner letzten Saison für den VfL Bochum 2000/01 endete das Spiel mit Bastürk in der Startelf 1:1 am 6. Spieltag der Hinrunde, damals noch unter Trainer Zumdick. Dieser eine Punkt erwies sich doch zum Sasionende hin als unerheblich, Bochum stieg als Tabellenletzter mit 11 Punkten Rückstand auf Platz 16 ab. Trainer am Ende war übrigens Rolf Schafstall.
Auf eine erneute Wiederholung eines solchen Erlebnisses würde ich in dieser Spielzeit gerne verzichten. Es wird zwar schwer, aber wenigstens ein Punkt gegen diesen VfB sollte zu schaffen sein.





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