Was hat man als VfL-Fan in dieser Hinrunde nicht alles mitmachen müssen bislang! Viele peinliche Niederlagen bleiben einem im Gedächtnis, die Siege wirkten eher selten souverän herausgespielt. Vor allem die Heimspiele standen nach der einmalig schlechten Vorsaison-Heimbilanz (2 (!) Heimsiege) unter Sonderbeobachtung meinerseits. Hier nun meine Einzelbewertung dieser Spiele der Hinrunde. Glühweinfaktor inklusive (5 Tassen = super bis 1 Tasse = zum Kotzen).
1. Heimspiel (23.08., 20:15 Uhr): Der VfL greift als frischgebackener Zweitligist am Montag ins Geschehen ein und kommt zur ersten Live-Übertragung im TV seit Urzeiten. Da will den Zuschauern gleich etwas geboten werden: 3:2 wird der TSV 1860 München niedergerungen. Schwache Abwehrreihen auf beiden Seiten ermöglichen die Torflut. Tese mit seinen ersten beiden Buden für den VfL. Hoher Spaßfaktor für 12.118 Zuschauer und somit: 4 Tassen
2. Heimspiel (12.09., 13:30 Uhr): Zur ungewohnten Sonntag-Anstoßzeit waren wohl einige der VfL-Kicker noch nicht ganz wach. Anders waren die peinlichen Aussetzer während des Spiels wohl nicht zu erklären. Wunderbare Abwehrfehler wie beim Freistoß von Augsburg, der zum 0:1 führte, dazu Heerwagens Slapstick-Einlage beim 0:2. Ein Spiel, das man sich nichtmal schön saufen konnte, 14.723 Zuschauer minus ein paar Augsburger litten mit: 1 Tasse
3. Heimspiel (22.09., 17:30 Uhr): Mal ein Mittwoch-Spiel gegen den nicht-existierenden Ort mit seinem wohl auch bald nicht mehr existierendem Verein, Arminia Bielefeld. 9.831 Zuschauer sahen einen ausnahmsweise einen für VfL-Verhältnisse relativ deutlichen Sieg gegen biedere Bielefelder. Glühweinfaktor: 3 Tassen
4. Heimspiel (02.10., 13:00 Uhr): Wieder so eine mistige Anstoßzeit – das konnte nicht gut gehen! Extrem harmlose Bochumer gingen gegen die 100%ige Chancenverwertung der Gäste aus Fürth 0:2 unter. Zucker für die Augen, 10.110 litten mit. Bewertung: 1 Tasse
5. Heimspiel (24.10., 13:30 Uhr): Gegen die „Kartoffelkäfer“ aus Aachen quälte sich unser VfL zu einem mühsamen 1:1. Ausgerechnet Ex-Bochumer Auer erzielte den Ausgleich für die Gäste. Saglik mit seinem ersten Saisontor. Immer deutlicher wurde allerdings, dass der VfL in dieser Spielzeit in der 2. Liga maximal Mittelmaß verkörpern würde. 15.390 Zuschauer wollten den Kick sehen. Bewertung: 2 Tassen
6. Heimspiel (05.11., 18:00 Uhr): Hochverdienter Sieg gegen harmlos bis harmlosere Gäste aus Frankfurt. Das Spiel machte deutlich, dass abseits von Chong Tese kein Vollstrecker im Sturm im Team zu finden ist. Dennoch endlich mal ein ungefährdeter VfL-Sieg (minus eine 100%-Chance für den FSV kurz vor Schluss). 10.731 Zuschauer, davon 20 Frankfurter, sahen sich das Spiel an. Glühwein konnte vertragen werden: 3 Tassen
7. Heimspiel (20.11., 13:00 Uhr): Für viele, mich eingeschlossen, war dieses Spiel wohl der Tiefpunkt der Saison. Mit 1:4 ging unser „Team“ gegen bis dato auswärts sieglose Ingolstädter unter. Noch nie war es wohl so einfach, im Ruhrstadion zu gewinnen. Slapstick-Duo Mavraj und Maltritz sorgten zusammen für 2 Gegentore. Nur noch 9.609 leidenswillige Fans taten sich dieses Spiel an. Glühweinfaktor: 15 Tassen – anders war das nicht zu ertragen.
8. Heimspiel (26.11., 18:00 Uhr): Letztlich ein souveräner Sieg des VfLs, der sich gegen später dezimierte Paderborner aber lange Zeit sehr schwer tat. Klar wurde, es fehlt Kreativität im Mittelfeld und oft auch auf den Außenpositionen. Hier muss Verstärkung her! Die Zuschaueranzahl sank über den Saisonverlauf fast analog zur unsteten Spielweise unserer Mannschaft und erreichte hier ein neues Tief mit nur noch 9.186. Glühweinfaktor: 4 Tassen (vielleicht auch der Rzatkowski-Euphorie geschuldet bei mir an diesem Abend)
9. Heimspiel (12.12., 13:30 Uhr): 2:1-Triumph über ab der 27. Minute dezimierte Gäste aus Osnabrück. Auch Trainer Funkels seltsame Startaufstellung mit drei „6ern“ verhinderte den letztlich verdienten Bochumer Sieg gegen super-defensive Gäste nicht. Allerdings erschreckend schwache Offensivleistung unterm Strich, siehe beispielsweise Sagliks „Abschluss“ des Konters in der 92. Minute. Trotzdem fast wieder in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen. Bewertung: 3 Tassen
Gesamtfazit: Bochum – ein Symbol für Unkonstanz in dieser Spielzeit! 5 Heimsiege und 3 Heimniederlagen stehen nicht gerade dafür ein, dass man das Ruhrstadion derzeit als „Festung ansehen könnte. Sollte morgen gegen den MSV Duisburg erstmals ein Sieg gegen einen Aufstiegsaspiranten gelingen, geht in der Rückrunde vielleicht doch noch was. Aber erstmal abwarten und Glühwein trinken.





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