Neue Hoffnung am Anfang, neue Hoffnung am Ende, dazwischen viele Enttäuschungen und der Abstieg: 2010 war für den VfL kein gutes Jahr. Zwischenzeitlich musste man sogar befürchten, dass dieser wunderbare Verein auf und außerhalb des Platzes vollkommen in sich zusammenfällt. Mittlerweile ist diese Gefahr gebannt und es geht wieder voran. Bevor 2011 (hoffentlich!) vieles neu macht, soll noch einmal auf das alte Jahr zurückgeblickt werden. Hier kommen die Superlative des 2010er Jahrganges:
Die schönste Fahrt: Durchs Winterwunderland zum ersten Spiel des Jahres nach Gladbach. Auswärtssieg inklusive.
Das größte Rätsel: Milos Maric. Stark angefangen, noch stärker nachgelassen. Aus dem vermeintlichen Königstransfer wurde ein Fehleinkauf. Wie kann das sein?
Der schönste Moment: Stani macht in der 92. den Ausgleich gegen Schalke. Was für ein Jubel, ganz groß.
Die größte Geduldsprobe: Berlin Hauptbahnhof, nach dem Spiel gegen Union. Die Bahn teilt mit, dass der Nachtzug fast zwei Stunden später kommt. Es gibt Gefühle, wo man nicht beschreiben kann ...
Das schlimmste Wechselbad der Gefühle: Große Hoffnung und fast schon Euphorie beim Abschlusstraining vor dem Endspiel gegen 96. Am nächsten Tag dann eine Beerdigung 1. Klasse.
Der tiefste Tiefpunkt: Noch schlimmer als Hannover: Die 1-4-Niederlage gegen Ingolstadt. Ohne Worte.
Die größte Geduldsprobe (abseits des VfL): Vorverkauf bei Pauli fürs HSV-Spiel. 6 Stunden Warten mit Happy End.
Die seltsamste Erfahrung: Im Gästeblock beim Heimspiel gegen 60. Alles falschrum, nur das Ergebnis stimmt.
Der schönste Moment (abseits des VfL): Kommissar Boll schießt Pauli gegen den HSV in Führung. Das Millerntor explodiert und ich bin mittendrin. Grandios! 11 Minuten später trifft Petric.
Die nervigsten Dauermeckerer: Heimspiel gegen Osna, Block Q. 70 Minuten trash talk gegen das eigene Team. Wer solche „Fans“ hat, braucht keine Feinde mehr.
Der größte Pechvogel: Pippo Bönig. Mehr Unglück geht nicht. Wenn es noch Gerechtigkeit in dieser Welt gibt, dann wird 2011 sein Jahr.
Die besten Kollegen: Felix, Arne, Basim. Den VfL mit Euch zu teilen ist groß! Danke Jungs!
Das schönste Tor: Damals ein Mini-Mini-Hoffnungsschimmer im Kampf um den Klassenerhalt, am Ende bedeutungslos, trotzdem sehr schön: Der direkt verwandelte Freistoß von Christian Fuchs beim 1-3 in München. Unser (vorerst) letzter Treffer im Oberhaus.
Die bittersten Gegentore: Bruggink, Hanke (sic!), Pinto.
Die vorhersehbarste Routine: Nach jeder neuen Niederlage melden sich die üblichen Verdächtigen zu Wort und übergießen den VfL aufs Neue mit Spott und Häme. Wie langweilig.
Das größte Herz: Dabro. Marschiert immer vorneweg, trägt den VfL im Herzen und spielte eine bärenstarke Zweitliga-Hinrunde. Danke für die Leidenschaft!
Die besten Manieren: Schon wieder Dabro. Verabschiedet sich nach TV-Interview stets mit einem „Tschüss, machs gut!“ vom Reporter. Alte Schule eben.
Die größte Hoffnung: Kein weiteres annus horribilis, sondern ein stabiles Jahr 2011 mit Perspektiven.
Die größte Sehnsucht: Noch immer: Beim ersten Tor von Pippo im Stadion sein.
In diesem Sinne: Allen Lesern wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2011! Hoffentlich mit neuen und positiven VfL-Superlativen!





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