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1-0 beim FSV: Der Traum geht weiter

Wer am Montagabend von der Spätschicht nach Hause kam und um Punkt 22.09 Uhr die Glotze andrehte, der musste das Schlimmste befürchten. Er sah nämlich einen VfL, der bei einem Überzahl-Konter erst am Pfosten (Federico), danach am Torhüter (Vogt) und schließlich an einem gegnerischen Verteidiger (Johansson) scheiterte. Dann ertönte der Schlusspfiff, Dabro bolzte die Kugel neben das Tor, Vogt sank zu Boden und hämmerte seine Fäuste wutentbrannt gegen den Rasen. Was war passiert?


Nix Schlimmes, ganz im Gegenteil: Der VfL hatte eine zunächst überlegen geführte Begegnung letztlich mit hartem Kampf für sich entschieden. Trotz der irrwitzigen Schlussszene, bei der Kevin Vogt sein erstes Profi-Tor mal wieder verpasste. Unter dem Strich steht: Einsnull gewonnen, der Traum von der 1. Liga geht weiter.


Nach der spielerisch grauseligen Partie gegen Cottbus betrieben unsere Jungs in Frankfurt-Bornheim Wiedergutmachung. Die Gastgeber bekamen vor der Pause fast gar nichts auf die Kette, der VfL hatte seinerseits ein halbes Dutzend mehr oder weniger gute Möglichkeiten. Dabro, der Aushilfsstürmer, zeigte sich verbessert und Aza fackelte die Kugel in die Maschen. Kam der FSV mal gefährlich in unsere Hälfte, dann stopfte irgendein Bochumer Junge dieses Loch oder griff zum taktischen Foul. Es hätte ein entspannter Fußballabend werden können, wenn Schiedsrichter Patrick Ittrich kurz nach dem 1-0 einen glasklaren Handelfmeter für uns gepfiffen hätte. Nicht nur der Elfer war glasklar, sondern auch die Postion und Sicht des Referees. Absolut unglaublich, dass hier der Pfiff ausblieb. Welche Mafia möchte Malte den dritten Saisontreffer stehlen?


Und dann kam es, wie es kommen musste. Fast zumindest. Boysen nahm die Gelb-Rot-gefährdete Heißkiste Gjasula vom Platz und der FSV gestaltete die Partie in der 2. Halbzeit ausgeglichener. Mölders schoss knapp am Tor vorbei, Schlicke verzog einen Freistoß, viel mehr Möglichkeiten hatten die Frankfurter jedoch nicht. Aber ein 1-0 ist eben eine denkbar dünne Decke. Und, wie heißt es so schön: Dünne Decken wärmen nicht. Der VfL vergab selbst mehrere Hochkaräter: Vogt verlupfte sich in der 60., Aydin ließ einen Hochkaräter aus (89.) und die Slapstick-Nummer in der 93. haben wir ja schon gewürdigt. All dies war am Ende des Tages dann doch irgendwie egal. Glücklicherweise.


Nächsten Montag geht es dann – in einem möglicherweise vorentscheidenden Spiel – gegen Hertha um die Wurst. Wir können den 3. Platz festigen und womöglich noch ganz oben angreifen. Berlin ist eine Nummer für sich und zu respektieren, aber wir sind sicher nicht chancenlos. Zuvor tritt Augsburg gegen den Vierten Fürth an. Wie auch immer die Partie ausgeht: Die Konkurrenz nimmt sich gegenseitig die Punkte ab. Mal schauen, wer dann am nächsten Spieltag nach dem Schlusspfiff frustriert den Rasen malträtiert. Es könnte auch ein Gewinner sein.

 
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