Im Forum des derwesten.de findet der Weihnachts-Poetry-Slam 2009 statt. Hamburger_Deern http://www.derwesten.de/community/Hamburger_Deern hatte eine Weihnachtsgeschichte geschrieben, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Der Kopf ist nicht groß genug
Neulich waren wir im Planetarium. Es wurde dunkel, wir stellten die Sessellehnen weit nach hinten, und über uns spannte sich die ganze Himmelskuppel. Mit rasender Geschwindigkeit flogen wir weg von der Erde, zur Sonne, dann über sie hinaus durch unsere Milchstraße, und immer weiter. Wir durchquerten andere große Galaxien. Sternenstrudel und auch einzelne Sterne rasten vorbei, Gesteinstrümmer flogen durch die Räume, es war eine Fahrt in die Leere, in das Ausgeliefertsein, und letztendlich in die blanke Hoffnungslosigkeit.
Wo war da Gott? Zwar, wir sollen uns von ihm keine Vorstellung machen, doch bei diesem Wahnsinnsausflug wurde mir deutlich, dass wir kleinen Erdenmenschen so etwas schlecht vertragen: „Der Kopf ist nicht groß genug“. Eine Menge Fragen stürmen heran, bleiben aber ohne Antwort. Ich denke an den ersten russischen Astronauten, der gesagt hatte: Wir sind im Weltall gewesen, aber Gott haben wir nicht gesehen.“ Und nun? Gibt´s ihn also gar nicht?
Und dann dachte ich daran, dass Jesus auf die Erde gekommen ist und uns die Worte brachte:“ Wer mich sieht, der sieht den Vater.“ Kommen wir ohne Jesus aus? Manches Mal in meinem Leben kam mir durchaus der Gedanke, ich könnte mich doch an Gott direkt wenden, auch ohne Jesus dazwischen. Aber nach diesem Erlebnis im Planetarium kann ich nicht mehr so denken. Gott drückt sich durch Jesus aus, den können wir Menschen begreifen. Er begegnet uns als ein Mensch, ein ganz von Gott erfüllter, und was er uns sagt, ist fasslich und passt für unsere Vorstellungskraft.
Und er? Er hat das mühevolle Leben eines Menschen auf sich genommen, mit allen Konsequenzen, bis zum Tod. Längst nicht alle, die von ihm hörten oder ihm zuhörten, , glaubten an ihn, oder glaubten wenigstens das, was er sagte. Er begeisterte Menschen, er befremdete Menschen..
Viele begriffen, was dieses Jesus ihnen brachte, ihnen sagte, und wie er sie befreite - in jeder Beziehung. Man kam hier nicht auf Lebkuchen, wohl aber auf Freude! Den Hirten war am Heiligabend sofort klar: Da müssen wir unbedingt hin! Und sie „liefen eilend“, es war viel zu aufregend, um gemütlich zum Stall zu schlendern. Was wohl hätte ich damals gemacht? Wäre ich losgerannt in die kalte Nacht hinaus? Und ich versuche, mir vorzustellen, was ich heute täte: Das Telefon klingelt, einer ruft mich an und keucht in den Hörer: „Du, weißt du es schon, Jesus ist wiedergekommen!
Los, komm mit….





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