Wer hätte das gedacht. Weihnachtszeit ist Schachzeit, wobei in der Schachszene die Weihnachtszeit überwiegend nach dem Heiligabend beginnt. Sobald der ganze Bohai mit Weihnachtsmarkt, Adventskalender und Beschererei vorbei ist, hält den passionierten Schachfreund nichts mehr bei seiner Familie, Geliebten oder seinem Haustier. Es geht raus in die weite Welt, um an einem der vielen Turniere teilzunehmen, die in der Ferienzeit organisiert werden. Allein in Deutschland finden geographisch über die ganze Republik verteilt sechs Turniere statt: Travemünde, Berlin, Erfurt, Paderborn, Unna und Böblingen.
Wem das Reisen Spaß macht, der kann auch nach Aschach (Österreich), Bethune (Frankreich) oder Groningen (Holland). Das Traditionsturneir in Groningen ist übrigens unter deutschen Hardcorespielern ein gefundenes Fressen, denn die Holländer spielen vom 21. bis zum 30. Dezember durch, nur mit einem Ruhetag am 1. Weihnachtstag unterbrochen. Nicht wenige nutzen diese Möglichkeit und düsen am Heiligabend schnell nach Hause, um kurz "Hallo" zu sagen, nur um am 2. Weihnachtstag wieder Gewehr bei Fuss zu stehen.
Ich habe mich diesem teuflischen Spiel, das käme ja einer Blasphemie gleich, bislang erfolgreich entzogen und verdrücke mich von der samtigen Familienidylle erst am 2. Weihnachtstag zu einem Turnier. Dieses Jahr geht es nach Böblingen. Der große Vorteil dieses Turniers, so war es zumindest bei meiner letzten Teilnahme der Fall, ist, dass nach der letzten Runde am 30. Dezember eine feuchtfröhliche Abschiedsparty zum Besten gegeben wird. So lässt es sich ohne Pause hervorragend in das neue Jahr reintorkeln.
Der Schachblogger wünscht allen ein besinnliches Weihnachtsfest!
Ein bißchen Weihnachten und dann...Schach
von GeorgiosSouleidis am 03.12.2008, 0 Kommentar, Permalink, Trackback URL





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