Weihnachten ist nun vorbei und somit haben wir drei Geschichten aus dem Weihnachts-Poetry-Slam ( http://forum.derwesten.de/viewtopic.php?p=860958#860958 ) als Sieger, die von den Lesern im Forum gewählt wurden.
Viel Spaß beim Lesen:
Rhonda1410---->
Unhappy Christmas
Letztes Jahr Weihnachten gab ich Dir mein Herz.
Es blinkte rot-lila-blau-grün-gelb-weiß als LED-Licht. Und Du schenktest
mir viel zu viel für Deine finanziellen Verhältnisse.
Was mich schon ein wenig stutzig machte. Irritierte. Mehrere
Rockkonzertfilme und Deine Lieblingsserie 'Coast' - alles auf DVD. Und
und und.
Ich hatte Dich vom Dortmunder Flughafen abgeholt, überpünktlich landete
Dein Billigflieger aus London. Meine Bekannten hatten Dich und mich im
bequemen Van durch die eisige Nacht zu meiner Wohnung chauffiert. Denn
Du hattest Grippe und Fieber. Angeblich angesteckt beim Vorlesen von
Post für sehbehinderte Freunde. Heute weiß ich es besser.
Den Festtagsbraten bei meiner Mutter konntest Du bei ihr nicht
verzehren, denn es war Dir zu kalt für die kurze Busfahrt zu ihr. So
holte ich das gesamte Essen zu uns in die behagliche, weihnachtlich
dekorierte Wohnung, wo Du es mit beachtlichem Appetit verzehrtest.
Deutsche Lebkuchen machten Dir aber leider keine Freude. Und Du musstest
viel schlafen. Der Flug war anstrengend gewesen.
Wenn Du mal wach warst, brunchten wir im Café. Dort konntest Du ganz
ohne Mühe mehrere Brötchen mit Rührei, Speck, Tomaten, Käse, Obst,
Fruchtsaft und zahlreiche Tassen Kaffee zu Dir nehmen. Der zweiminütige
Spaziergang zum Bus war Dir schon wieder zu unbequem, obwohl Du daheim
ja auch kein Autobesitzer warst.
Am Samstag Abend nach Weihnachten kaufte ich Dir teure Medikamente vom
Apotheken-Notdienst, radelte deshalb durch die Dunkelheit zum
Einkaufszentrum. Gern hocktest Du an meinem PC, vor allem, wenn ich
duschte oder das Essen für uns kochte. Kam ich zu Dir - vielleicht mit
dem Tee, den Du gern mehrmals am Tag serviert bekamst - riefst Du
meistens rasch eine andere Seite auf.
Oder Deine SMS wurde gerade beendet.
Die Abreise ein paar Tage später konnte Dir nicht früh genug erfolgen,
obwohl Dein Flieger erst gegen 21 Uhr abheben würde. Zuvor half ich Dir
noch mit ein paar Pfundscheinen bei der Miete für Deine Londoner Wohnung
aus. Im Zug nach Dortmund beklagtest Du Dich über die weite, späte Fahrt
heim vom Airport Luton. Als ich unvermittelt Dein Gesicht tröstend
streicheln wollte, zucktest du mit einer Miene vor meiner Hand zurück,
als hätte ich Dich schlagen wollen.
So ein schlechtes Gewissen zeigt sich manchmal ganz plötzlich.
Du bliebst am Flughafen aber lange in meiner Gesellschaft, statt wie
sonst so häufig ziemlich rasch zum Gate zu marschieren. Drei Küsschen
bekam ich von Dir als Goodbye. Dann trennten sich wieder unsere Wege.
Wie immer in sechs Jahren Fernbeziehung. Noch einmal kamst Du vom Himmel
geschwebt ein paar Wochen später. Und ich ahnte, dass Du inzwischen das
rot-lila-blau-grün-gelb-weiß blinkende Herz weiter verschenkt hattest.
Kurz darauf sandte ich Dir eine Email, auf die Du ganz gewiss nicht
vorbereitet warst. Und mein Herz habe ich in diesem Jahr an einen
anderen, ganz speziellen Menschen vergeben. An einen, der es verdient.
Und nein, ich werde 'Last Christmas' am Heiligen Abend nicht auflegen.
Minolta2------>
Weihnachten in Gladbeck
BÄÄÄH!!!
Hastig riss Mareike ihre Hand wieder aus der Schultasche heraus,
mit der sie gerade vergebens nach ihrer kleinen Geldbörse gesucht hatte.
Doch das dunkle Labyrinth der prall gefüllten Innentasche hatte so seine Tücken, und hielt die Geldbörse hinterhältig vor ihr versteckt.
Angeekelt betrachtete Mareike den gelblichen Matsch an ihren Fingern.
Pfui, Teufel, was war das? Konsequent leerte sie sofort den gesamten Tascheninhalt aus. Ein angeschimmeltes scheckiges Etwas, mit aufgeplatzter Schale, kullerte ihr zum Schluss als Antwort entgegen.
Himmel, es konnte sich nur um diese Banane handeln, die sie mal morgens, in aller Eile, in ihre Tasche gesteckt hatte. Aber das musste wohl schon ein paar Tage her sein, überlegte sie.
Mareike fand das Geldtäschchen wieder, und konnte dem „Brötchendienst“, der kichernd vor ihr stand, endlich ihren Geldanteil aushändigen.
Es waren Wölfi und Harald die sich köstlich über Mareikes Missgeschick amüsierten. Die beiden erinnerten Mareike ständig an Plisch und Plum, die ja auch für jeden Spaß so dankbar waren.
„Harry, hol schon mal den Wagen, ich komme gleich nach., grinste Wölfi.
Mareike bestellte sich schnell ein Körnerbrötchen, damit die Schulkollegen endlich zum nächsten Bäckerladen fahren konnten.
Alles strahlte, denn der fürchterliche Chemieblock fiel heute zum Glück mal aus. So hatten sie zwei Freistunden. Später stand nur noch etwas Technologie auf dem Stundenplan. Danach konnte ihre Weihnachtsfete starten.
Die Stimmung in der Klasse war enorm, denn heute war der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien. Na, das war vielleicht eine Freude!
Im Pausenraum gluckerte die Kaffeemaschine schon anheimelnd vor sich hin. Morgens halb-zehn Uhr in Gladbeck… so langsam stellte sich die richtige Weihnachtslaune ein.
Alles schwatzte fröhlich durcheinander. Corinna räkelte sich mit ihrer attraktiven Figur gekonnt auf einem Schultisch herum, um dabei, wie zufällig, das komplette Ringelmuster ihrer Strumpfhose zu zeigen.
Peter erzählte stolz von seinem tüchtigen Anwalt und dem positiven Verlauf seiner Scheidung.
Nur Ingolf stand regungslos vor einem Fenster und schaute sich schwer beleidigt die ländliche Winterlandschaft an. Corinna, seine Herzdame, hatte ihn vorhin eiskalt abblitzen lassen. Den schönen roten Rosenstrauß hatte er danach wieder sorgfältig in das mitgebrachte Seidenpapier eingewickelt.
Die angehenden Umweltkaufleute waren unschlagbar im Improvisieren.
Wölfi hatte seinen uralten Elektrogrill für die Grillwürstchen mitgebracht.
Und schon wurden die ersten Wetten ausgesetzt, wie groß wohl die Widerstandskraft der schulischen Sicherung so wäre.
Anke verteilte gerade großzügig selbstgebackenen Lebkuchen an die Mitschüler. Und alle griffen zu. Eine Riesenschüssel mit Kartoffelsalat hatte sie ebenfalls spendiert. Doch den gab es natürlich erst später.
Zwei Künstler malten lustige Weihnachtsmotive an die Tafel. Der Weihnachtsmann landete gerade mit seinem Ufo auf dem höchsten Berg der Erde. Es war der Müllberg. Er trug einen Mantel aus recyceltem Altpapier und an seiner Mütze blinkte eine helle Energiesparlampe.
Und dieser Außerirdische verteilte kleine Bildchen von einem
„Blauen Engel“ an die Erdbewohner.
Gerade wollte Mareike die Überreste der alten Matschbanane im Bio-Abfall entsorgen, als ihr Blick zufällig auf Petras Schultisch fiel.
Denn dort lag eine hellgelbe Chiquita-Banane mit echtem Güte-Siegel. Einwandfrei war sie nach dem „Goldenen Schnitt“ gereift. Diese Frucht war eine Vollendung der Natur. Und Mareike war richtig entzückt.
Blitzschnell hatte sie eine Idee, und schon tauschte sie die Naturschönheit gegen ihr altes Exemplar aus. Gerade noch rechtzeitig, denn Petra kam schnellen Schrittes aus dem Frühstücksraum geeilt.
Petra besaß Courage und sagte jedem sofort die Meinung, wenn ihr etwas nicht passte.
Die heißesten Diskussionen führte sie jedoch stets gerne und sehr beharrlich mit den Lehrern. Noch vor zwei Wochen, als die Klasse komplett erkältet war, und alle sich die Lunge aus dem Körper zu husten drohte, war Petra nicht nur besorgt, nein überzeugt davon, dass aus der Holzdecke des Klassenraumes giftige Dämpfe drangen. „Formaldehyd, ich sage euch die Decke ist mit Formaldehyd gestrichen! Wir werden hier alle langsam und elendig vergiftet.“
Zum Glück war aber keinem Klassenmitglied etwas zugestoßen. Ganz im Gegenteil. Alle waren topfit.
Als Petra nun die schimmelige Banane auf ihrem Schultisch erblickte bekam sie einen Schock. „Kommt mal alle her und schaut euch mal diese Banane an. Wie die jetzt nur aussieht. Ich schwöre, die war vorhin noch ganz frisch.“ rief sie in die Runde. Wölfi und Harald feixten und gaben unterdrückte gluckende Laute von sich. Auch Mareike fiel es sehr schwer ernst zu bleiben.
Doch Petra lief jetzt zur Hochform auf, zückte ihr Handy und wollte Giftalarm geben. „Ich wusste doch, dass ich mit dem Formaldehyd recht hatte“, zischte sie wütend. „Wollen doch mal sehen! Jetzt rufe ich erst mal die Feuerwehr, das Umweltamt und dann die Presse an!“
Mareike wurde es ganz heiß vor Schreck. Mit dieser Reaktion hatte sie überhaupt nicht gerechnet. „Stopp Petra! Nicht anrufen!
Hier ist doch Deine Banane!“ schrie sie und hielt sie ihr direkt vor die Nase.
„Ja, ja, ja, genauso hat meine auch mal ausgesehen“, antwortete Petra ganz cool und begann die ersten Zahlenfolgen sorgfältig in ihr Handy einzutippen. Alle starrte Petra nur fassungslos an.
Doch Wölfi ergriff behutsam Petras Handgelenk und sprach ganz ruhig auf sie ein.
Petra beruhigte sich schnell und schaute nachdenklich von einem zum anderen. Dann verzog sich ihr Gesicht plötzlich zu einem breiten Grinsen. Und zu Mareike gewandt, sagte sie: „Na, das passiert mir aber nicht noch mal.“ Sie nahm einen Kugelschreiber zur Hand und schrieb in großen Druckbuchstaben demonstrativ PETRA auf ihre Banane.
Seit dem Tag an, war es in der Klasse natürlich Sitte, dass man das eigene Obst handschriftlich signierte. Und heute, viele Jahre später, macht es Mareike immer noch.
NS: Alle Namen wurden von Mareike geändert
Ruhrpottengelchen------>
Ich, die Katze - der Tannenbaum und so
Ich wohne bei meinem Frauchen, hoch unter’m Dach. Bin noch klein, denn
ich wurde erst im April diesen Jahres geboren. Meine Bewegungsfreiheit
beschränkt sich auf 65 qm Wohnfläche unter’m Dach. Dort saß ich oft auf
der Fensterbank und schaute in die weite Welt und dachte, „ach könnte
ich doch einmal dort unten auf dem Hof um die grüne Tanne herum springen
oder gar an der großen Buche hinaufklettern“? Wäre das schön, der Stamm
ist so schön hoch und fast glatt, wie super könnte ich die Krallen daran
schärfen. Aber geht ja nicht 134 Stufen, da kann Frauchen mich nicht
jedes Mal rauf und runter lassen. Und vor dem haus ist doch die
vierspurige Straße. Manch einer wird jetzt denken, ich als Katze wäre
glücklicher auf einem Bauernhof, nein das bin ich nicht, ich bin gerne
mit meinem Frauchen zusammen, denn sie war es die mich vor dem Ertränken
auf dem Bauernhof gerettet hat, weil dort ja schon soooooooooooo viele
Katzen waren! Aber von der Wohnzimmerfensterbank konnte ich beobachten
wie es Sommer wurde, dann herbst und jetzt zur Zeit haben wir Winter,
denn Frauchen sagt immer wenn sie von der Arbeit heim kommt: „Buh ist
das kalt. Komm lass uns mal die Heizung höher stellen“. Dann dreht sie
an dem Knopf an dem gerät welches an der Wand befestigt ist genau unter
meiner Fensterbank. Mollig warm wird es dann.
Ich liege mal wieder auf meinem Kissen döse, bin aber mit einem Auge so
nach draußen am schielen sehe ich doch Frauchen sich mit was grünem
abplagen.
Es geht die Wohnungstüre auf und sie kommt rein, leise fluchend: „man
ist der schwer“. „Da habe ich mir aber mal wieder einen so großen Baum
aufschwatzen lassen“.
Ich gehe ihr in den Flur entgegen und was sehen meine kleinen grünen
Augen: Ohhhhhh, einen Tannenbaum. Schnell renne ich zum Fenster zum Hof,
nein mein Tannenbaum steht da unten noch. Völlig vor Freude über das
schöne Geschenk renne ich zurück in den Flur, dann Richtung Bad, dann
wieder ins Wohnzimmer hinein.
Frauchen hebt die Bettcouch hoch und holt so einen dunkelbraunen Topf
heraus und stellt den Tannenbaum hin. Weiter kramt sie im Bettkasten
herum und befördert rote, blaue, grüne, silberne Kugeln, Tannenzapfen,
bunte Vögelchen, Engelshaar und Lametta hervor. Und bevor ich mir mein
Katzenköpfchen anstrengen muss sehe ich, wie sie all das bunte Zeug auf
„meinem“ Baum, den sie mir ja mitgebracht hat drapiert. Das will ich
doch gar nicht da dran haben. Schnurr stracks ging ich, mit hoch
erhobenen Schwanz – das bedeutet nichts Gutes – auf den Tannenbaum zu
und wollte gerade drauf springen. Die Hinterbeine waren schon
angewinkelt als Frauchen sagte: „Nein“, borrrrr ich zurück in
HabAchtStellung. Nö denke ich beleidigt drehe mich um und verlasse
demonstrativ das Wohnzimmer, aber nicht ohne vorher noch am Sofa meine
kleinen fünf Krallen zu wetzen. Das brachte mir einen bösen und lauthals
Tadel ein. Egal ich war eh stinkig, meinen schönen Baum so zu verhunzen
mit bunten Kram und das andere Zeugs.
Beleidigt wanderte ich ab zuerst ging in die Küche wo ich mir ein
tückchen Lebkuchen von der Anrichte nehme, was ich natürlich auch nicht
darf und dann ab ins Schlafzimmer. Ich zog mich vornehm zurück. Sprang
auf’s Bett und rollte mich zusammen und pennte. Irgendwann bemerkte ich
das Frauchen auch zum schlafen kam.
Mitten in der Nacht ich werde wach und muß mal, ich wetzte aber so was
von schnell zum Katzeklo und auf diesem Wege sah ich ihn. Er sah
bedrohlich aus so mit dem ollen Gelumpe drauf. Ich muß ihn retten, ihn
befreien. Ich rannte wie wild auf den Baum zu, sprang an ihm hoch, riss
dabei Kugeln, Vögelchen und Glöckchen runter, das Engelshaar schlang
sich um meinen wunderschönen schwarzen Körper, ja da kam Freude auf. Ich
sprang vom Baum wollte das Engelshaar los werden, ein Glöckchen hatte
sich am Pfötchen verfangen und bimmelt laut und zu allen Unglück kippte
auch noch der Baum in Richtung Wohnzimmerecke. Schöne Bescherung.
Und dann stand Frauchen in der Türe. Sie blickte sich um, ein kleiner
spitzer Schrei entfuhr ihrem Mund. Sie nahm mich auf den Arm, befreite
mich vom Engelshaar und sagte. „Ach Prinzessin“, so nannte sie mich
immer wenn ich was ausgefressen hatte, denn normalerweise ist mein Name
Tante Käthe. Schau mal was Du angerichtet hast, alles liegt auf dem
Boden, der Stern, der oben an der Spitze des Baumes befestigt war dem
fehlten ein paar Zacken. Morgen ist doch Hl. Abend und da wollte ich mit
Dir zusammen feiern unter dem schön geschmückten Baum.
Da sich Frauchens Stimme sehr traurig anhörte zog ich schuldbewusst den
Kopf und auch den Schwanz ein und duckte mich und machte mich ganz klein
und fing zärtlich an ihre Hand zu lecken.
Frauchen setze mich auf dem Sofa ab, ging zum Baum, stelle ihn wieder
hin. Sie hob alle Gegenstände wieder auf die noch heile geblieben sind
und hängte sie erneut an den Baum. „Prinzessin“ bitte lass ihn in Ruhe.
Ich setzte mich vor den Baum und miaute leise und dann sprang ich zu
Frauchen und kletterte auf ihren Schoß um ihr zu zeigen, nun
interessiert er mich nicht mehr.
Wir sind dann zusammen rüber und haben weiter geschlafen.
Am anderen Morgen standen wir auf und für mich war es eigentlich ein
Tag wie jeder andere auch. Es gab Futter, mein Katzeklo wurde gereinigt,
Schön das Frauchen nicht zur Arbeit musste und so gegen 17.00 Uhr war
auf einmal die Wohnzimmertüre zu. Hm und nochmals hmmmm, ich sprang mal
vorsichtig auf die Klinke um sie zu öffnen, nichts rühte sich, ich
sprang noch mal, und gab richtig Schwung, nööööö die Türe blieb zu! Hab
doch gar nichts mehr kaputt gemacht und den Baum habe ich doch noch
nicht einmal angeguckt, noch nicht einmal mit einem Auge.
Ich ging beleidigt in die Küche und auf einmal hörte ich ein kleines
Glöcklein bimmeln. Neugierig wie ich war - und beleidigt bin ich ja auch
nie lange - ging ich doch mal nachsehen was das nun wieder zu bedeuten
hat. Da sah ich, dass die Wohnzimmertüre nur angelehnt war, Schwups mein
Köpfchen durch die Türe gesteckt und was sehe ich den Tannenbaum in
einem Lichterglanze erhellt und unterm Tannenbaum schöne Pakete. Pakete
liebe ich, man kann so prima mit den Kartons spielen. Dann ging mein
Blick in die Ecke, wo gestern der Tannenbaum hingefallen ist und was
sehen meine Äugelein: Einen wunderschönen großen Kratzbaum der die Form
eines Tannenbaumes hat. Natürlich will ich zu dem Kratzbaum, aber nicht
ohne vorher meinem Frauchen um die Beine zu streichen um ihr auf meiner
Art und Weise zu sagen, dass ich sie liebe. Dann hieß es Kratzbaum rauf
und runter. Nach einem leckeren Weihnachtsessen – es gab für mich Lachs
und Forelle – Mäulchen schleck legte ich mich auf das zweite Brett von
oben vom Kratzbaum und bewunderte den bunten, von Kerzen hell
erleuchteten, Weihnachtsbaum.





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