Das aktuelle Wetter NRW 23°C

Barack, viel Spass mit deiner Gesundheitsreform

Freitag, 11. Dezember. Aus Florida habe ich nicht nur eine Menge schoener Erinnerungen mit nach DC gebracht, sondern auch einen Hoerschaden. Im Flugzeug machte es waehrend des Aufsteigens "plopp" und ich konnte nichts mehr auf dem linken Ohr hoeren.

 

Dienstag telefonierte ich mit Aerzten, die mir - im besten Fall - einen Termin in zehn Tagen anbieten konnten. "Und was ist, wenn ich ein Ohrproblem habe, dass einer schnellen Behandlung bedarf?", dachte ich mir. Ich rief im Georgetown University Hospital an, das nahe der Botschaft liegt. "Sie muessen zu einem Urgent Care gehen", sagte man mir.

 

Beim Urgent Care angekommen - ein von aussen unscheinbar wirkendes Gebaeude, aehnlich einer Arztpraxis - wartete der uebliche Papierkrieg. Jede Menge Felder, die ein Kreuz von mir wollten: Nein, ich habe keine Kinder, keine ansteckenden Krankheiten, nehme keine Drogen und spiele nicht bei Mondschein mit gruenen Trollen Fangen.

Nach vier Stunden im Wartezimmer wurde ich aufgerufen, eine Aerztin sah sich mein Ohr an, und verschrieb mir Ohrentropfen, die ich fuer den gleichen Preis (8 Dollar) auch ohne Rezept bekommen haette. Die Untersuchung dauerte fuenf Minuten und kostete 175 Dollar. Ding.

 

Nachdem ich die Tropfen fleissig genommen hatte, ging es heute Morgen wieder zum Urgent Care. Diesmal mit Termin. Nach zehn Minuten Wartezeit und einer unschoenen Ohrendusche kehrte mein Gehoer zurueck. Das macht dann bitte 225 Dollar. Ding ding ding.

 
Diesen Artikel bookmarken?

0 Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist:
http://www.derwesten.de/services/trackbacks/blogs/6010475/create

0 Kommentar