Frühschicht bei DerWesten: Während die Cafeteria-Frau mit dem Frühstückswagen durch die Redaktion zieht, werden am Communitytisch die Kommentare der vergangenen Nacht durchforstet. Unglaublich, wer so alles zur besten Tiefschlafzeit um 3.48 Uhr vorm PC sitzt - aber das nur nebenbei...
Wer sich über längere Zeit der Kommentarlektüre widmet, dem fällt auf: Irgendwann am Ende der Argumentationskette wartet oft gefundenes Futter für das Phrasenschwein. Heute im Angebot: "Umgekehrt wird ein Schuh draus".
Umgekehrt wird ein Schuh draus?
Will so viel sagen wie: Wenn man etwas auf die entgegengesetzte Art anschaut/tut, ist's richtig.
Aber wo kommt diese Redewendung eigentlich her? In einem schlauen Internetportal fand ich folgende Erklärung: beim Nähen der versteckten Nähte im Inneren wurde der Schuh früher tatsächlich gewendet, d.h. nach den ersten Nähten auf der Rückseite des Leders oder Stoffes mußte der Schuh umgekehrt werden, wenn etwas aus ihm werden sollte.
Ach so.
Wie das so ist: Eine Antwort wirft tausend neue Fragen auf. Was ist zum Beispiel mit den anderen schuh-lichen Redewendungen: in den Kinderschuhen stecken, jemandem die Schuld in die Schuhe schieben, "wo drückt der Schuh", "den Schuh zieh ich mir nicht an"???
Foto: BirgitH/www.pixelio.de





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