„Bestimmt musst du als Praktikantin ständig Kaffee kochen,“ prophezeite mir ein Freund am Sonntagabend. Bis er als Hellseher arbeiten kann, muss er an seinen Fähigkeiten noch etwas feilen. Kaffee gekocht habe ich bisher nämlich noch nicht ein einziges Mal. Dank dem Kaffeeautomaten in der Küche können sich meine Kollegen ihren Kaffee selbst kochen. Ich persönlich trinke lieber Tee.
Apropos Tee: abwarten und Tee trinken gab es für mich bisher noch nicht. Ich stand in den vergangen zwei Tagen vor immer neuen Aufgaben. Zu erstellende Steckbriefe, Fotostrecken, ein Artikel für den Bücherdienstag auf westropolis.de und der Kommentarcheck sorgten dafür, dass bei mir keine Langeweile im Büro aufkam.
Den Büroalltag hatte ich mir im Übrigen auch ganz anders vorgestellt. Viel langweiliger irgendwie. Entgegen meiner Erwartungen zieht sich die Zeit im Büro für mich nicht im Geringsten, sondern vergeht so schnell, dass ich mich zur Mittagspause jedes Mal frage, ob es denn wirklich schon so spät ist.
Warum vergehen manche Tage wie im Fluge und andere Stunden scheinen nie zu enden, bewegen sich doch die Zeiger der Uhr stets im gleichen Takt. Eine Antwort darauf habe ich bisher noch von keinem erhalten. Stattdessen fand ich ein schönes Sprichwort über die Zeit: „Wie langsam doch die Zeit vergeht und wie schnell ist nichts getan!“ Genau deshalb mache ich mich jetzt auch weiter an die Arbeit, damit mir nicht doch noch langweilig wird und ich wohlmöglich doch noch Kaffee kochen geschickt werde ;-).





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