Das Bella Center leert sich. Die riesigen Hallen des Konferenzzentrums, die in den ersten Tagen noch voellig ueberfuellt waren, sind heute durchaus ueberschaubar. Und das nicht nur im vorderen NGO-Bereich, sondern auch in den Hallen fuer die Delegationsmitglieder. Und unglaublicherweise kommen selbst einige hochrangige Persoenlichkeiten nicht mehr hinein. Der Grund dafuer ist nicht wie anfangs die die Sicherheit gefaehrdende Ueberfuellung des Bella Centers, sondern Barack Obamas Ankunft in Kopenhagen. Der maechtigste Mann der Welt und seine 200-koepfige Sicherheitstruppe haben das Center endgueltig in Ausnahmestimmung versetzt. Obamas Sicherheitsleute mussten sich erst einen Ueberblick ueber die Sicherheitslage verschaffen und haben demnach allen ihrer Meinung nach "ueberfluessigen" Personen den Zutritt zum Bella Center verwehrt. Mittlerweile laufen in den Gaengen und Raeumen sogar amerikanische Polizisten herum und kontrollieren unsere Badges (Konferenzausweise). Alles in allem ist die Stimmung hier sehr gedrueckt. Man sieht kaum noch freundliche Gesichter und die Gespraeche sind merklich ernster geworden. Die grossen Hoffnungen auf einen positiven Ausgang der Klimakonferenz sind so gut wie verblasst und zurueck bleibt die Ratlosigkeit.
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