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Wie Autofahrer mit dem Navi Sprit und Geld sparen können

04.04.2011 | 11:00 Uhr
Wie Autofahrer mit dem Navi Sprit und Geld sparen können
Mit der Benutzung von Navigationsgeräten können Autofahrer Sprit, C02 und Geld sparen.

München.   Staus oder rote Ampeln erschweren Autofahrern oft das Vorankommen - und führen somit zu mehr Spritverbrauch. Hier schaffen Navigationsgeräten Abhilfe. Mit ihnen ist selbst auf kurzen Strecken Sprit, C02 und Geld zu sparen.

Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, ist die kürzeste Route nicht unbedingt die wirtschaftlichste. Staus oder Ampelparaden können einem das Vorwärtskommen erschweren, und in den meisten Fällen bedeutet dies, dass der Spritverbrauch steigt. Abhilfe schafft moderne Elektronik: Immer mehr Navigationsgeräte errechnen die ökonomischste und ökologischste Strecke. "Viele Hersteller bieten dazu einen Öko-Modus an", sagt Frank Volk von TÜV Süd in München.

Neben Streckenlänge und -profil zählt für die Wirtschaftlichkeit vor allem das Verkehrsaufkommen. Besonders schlecht für die Bilanz sind Staus: Wenn der Verkehr ins Stocken gerät, steigt der Verbrauch im Schnitt um bis zu 20 Prozent. Bei durchschnittlich 60 Stunden jährlichem Stauaufenthalt summiert sich der sinnlose Spritverbrauch hierzulande auf beinahe 300 Millionen Liter Sprit. Umweltbelastung: mehr als 700.000 Tonnen CO2.

"Wer sein Navi häufig benutzt, spart"

"Wer sein Navi häufig benutzt, spart. Das gilt selbst für die Nutzung auf täglich befahrenen Strecken", betont Martin Grzebellus vom Navigationsdienstleister NavCert, einem Unternehmen der TÜV Süd Gruppe. Es lohne sich, selbst für bekannte Routen das Navi zu nutzen, um immer aktuelle Verkehrsinformationen zu haben.

Untersuchungen des sozialwissenschaftlichen Forschungsunternehmens NuStats haben ergeben, dass Nutzer von Navigationssystemen bei einer jährlichen Fahrleistung von rund 20.000 Kilometern durchschnittlich 2.500 Kilometer weniger unterwegs sind und dadurch zwölf Prozent weniger Sprit verbrauchen. Kostenersparnis im Jahr: über 400 Euro. Der Vorteil für die Umwelt liegt im Mittel bei rund 25 Gramm CO2 weniger pro Kilometer.

Eine gute Navi-Lösung besitzt zwei Komponenten: Zum einen die eigentliche Navigation mit Empfänger für das Global Positioning System (GPS) und einer elektronischen Karte. Sie bringt den Nutzer genau zum Ziel. Die zweite Komponente, der Empfänger für Verkehrsmeldungen, hilft, Staus zu umfahren. "Zusätzliche Verkehrsinfos reduzieren Reisezeiten und -strecken. Die größten Einsparungen werden erfahrungsgemäß im Berufsverkehr erzielt", sagt TÜV-Mitarbeiter Volk.

Falsche Navigation ist oft Einstellungssache. Wichtig ist, "kürzere Zeit" oder "geringen Kraftstoffverbrauch" in der Routenführung zu wählen - und nicht "kürzeste Strecke". "Manchmal schlagen Geräte eine zwei Stunden längere Fahrzeit vor, um zehn Kilometer Weg zu sparen", sagt Grzebellus.

Die meisten Navis erhalten Verkehrsinformationen über UKW

Meldungen über Staus und andere Verkehrsinformationen erhalten die meisten Navis über UKW und den Traffic Message Channel (TMC). Dieser Dienst bietet die Grundausstattung an Verkehrsinformationen. Er ist kostenlos und wird unhörbar über die öffentlich-rechtlichen Radiosender ausgestrahlt. Wer mehr möchte, muss zahlen: Der Premium-Service namens TMCpro oder Navteq Traffic läuft im Hintergrund des Privatfunks und kostet eine Gebühr von etwa 30 bis 50 Euro. Diese sind im Preis des entsprechend teureren Navigationsgeräts enthalten. Eine Nachrüstung ist nicht möglich. TMCpro bekommt seine Basisinformationen durch 4.000 automatische Datensensoren an Autobahnbrücken, 5.500 in die Fahrbahn integrierte Sensorschleifen sowie etwa 50.000 Fahrzeuge mit FCD-Technik (Floating Car Data).

Ein weiterer Informationsträger ist das Internet. Dazu ist im Navi ein Mobiltelefon-Modul eingebaut. Diese Informationstechnik verspricht eine ganze Reihe von Vorteilen: Es kommen mehr Verkehrsnachrichten herein und auch mit höherer Qualität. Der mobile Internetzugang kostet aber ebenfalls Geld. Wie bei Handyverträgen gibt es diverse Gebührenmodelle - darunter auch Flatrates, die für unter 50 Euro pro Jahr sogar im Ausland gelten. (dapd)

Kommentare
05.04.2011
05:14
Wie Autofahrer mit dem Navi Sprit und Geld sparen können
von mspoetnik | #4

Wenn man ein kleines Stässchen in einer grossen Stadt sucht,kann son Ding schon hilfreich sein.

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2011-04-04 11:00
Auto