Wenn Werbung schiefgeht - BMW und das Kältehoch "Cooper"
03.02.2012 | 16:08 Uhr 2012-02-03T16:08:20+0100
München. Das sibirische Kältehoch "Cooper" lässt derzeit die Menschen in Europa frieren. Namensgeber für "Cooper" ist der Autohersteller BMW, der mit der Namenspatenschaft eine Marketing-Kampagne startete. Nun entschuldigte sich der Konzern für die katastrophalen Ausmaße des Wettergebiets.
Der Autohersteller BMW hat sich mit einer Werbeaktion in eigener Sache keinen guten Gefallen getan: Eines seiner berühmten Automodelle ist Namenspate für das derzeitige sibirische Kältehoch "Cooper" . Das Unternehmen habe sich schon vor einiger Zeit beim Institut für Meteorologie an der Freien Universität Berlin die Namenspatenschaft für "Cooper" gesichert, erklärte eine BMW-Sprecherin am Donnerstag in München. Hintergrund sei eine Marketing-Kampagne für den beliebten Kleinwagen "Mini Cooper ", der schon seit Jahren unter dem Dach von BMW produziert wird.
Der Konzern sicherte sich demnach auch die Namenspatenschaft für das Tief "Minnie". Der derzeitigen extremen Kältewelle fielen bislang europaweit mehr als 120 Menschen zum Opfer. BMW erklärte, dass der zeitliche Zusammenhang der Marketing-Kampagne und der Auswirkungen des Hochs nicht vorhersehbar gewesen seien.
Die von der Freien Universität Berlin verkauften Namenspatenschaften würden Wochen im Voraus vergeben. Das Meteorologische Institut gehe in alphabetischer Reihefolge vor, die Zahl der registrierten Namen für Wettergebiete sei nicht bekannt. Dass das Hoch "Cooper" derart katastrophale Ausmaße annehme, bedauere BMW sehr, erklärte der Konzern. (afp)
16:57
Und weshalb entschuldigt sich jetzt der BMW-Konzern? Weil dieses Tief kälter wurde als geplant bzw. erwartet und man sonst keine Namenspatenschaft übernommen hätte?
Da hat die Marketing-Abteilung aber nicht vernünftig ihre Hausaufgaben gemacht sonst hätte es nämlich geheißen: Cooper stoppt die Erderwärmung.
Es ist ein HOCH!