Was Musik beim Autofahren anrichten kann
05.08.2012 | 15:32 Uhr 2012-08-05T15:32:00+0200
Essen. Musik beim Autofahren verspricht entspannte Fahrweisen und ein anderes Fahrgefühl. Wissenschaftler halten den Effekt von Hintergrundmusik im Auto jedoch für überschätzt. Andererseits warnen sie: Extremmusik wie lauter Hardrock kann dazu führen, dass der Fahrer sich überschätzt.
Von Franz Josef Strauß (1915-1988) erzählt man sich, dass er an sommerlichen Sonntagen sein Reich wie folgt zu durchmessen pflegte: Er schickte den Fahrer heim, setzte sich selbst ans Steuer eines großen dunklen BMW und fuhr mit vollem Tank und vollster Zufriedenheit über Land. Ohne eines ging es freilich nie beim bayerischen Ministerpräsidenten: laute Marschmusik aus den Boxen.
Etwas feinsinnigere Töne schlug Peter Ramsauer (ebenfalls CSU) an. Er setzte sich mit Prominenten ans Klavier, einer Mozart-Platte wegen. Albumtitel: Adagio fürs Auto. „Ziemlich entgegen unserer Forschung“, sagt Helga de la Motte-Haber, Musikwissenschaftlerin und Pionierin von Studien, die Auto-Musik untersuchen.
Klassik ist im Grunde zu anspruchsvoll
Strauß, der Instinktmensch, hatte es instinktiv richtig gemacht, Ramsauer, Verkehrsminister und Hobby-Pianist, gut gemeint. „Der Großteil klassischer Musik ist als Hintergrundmusik ungeeignet und auch nicht gedacht. Sie beansprucht zu viel Aufmerksamkeit“, sieht die emeritierte Professorin Werbungen für Mozart oder Bach als Bremshilfe eher skeptisch.
Ramsauer ist nicht allein. Erst diese Woche erschien bei der renommierten „Deutsche Grammophon“ die Doppel-CD „Fahren Sie entspannt“. Erstklassige Interpreten spielen mal Liszts „Liebestraum“, mal „Jesu bleibet meine Freude“. Sogar Bruckners „Locus iste“, was nur Banausen für einen akustischen Hinweis aufs nächste Autobahn-WC halten. Alles schöne, sanfte Stücke, warum also keine ausdrückliche Empfehlung?
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08:24
Ich höre gerne und viel Musik im Auto, dass ich deshalb anders fahre glaube ich nicht. Ich schlafe nachts nicht ein beim Fahren, das ist sicher vorteilhaft.
Aber laut muss sie nicht sein, nur ab und an. Dann stellt man das aber so ein, dass man es nur selber gut hört und sich nicht das Trommelfell wegbläst.
Wichtig ist, dass der Klang im Auto gut ist, draußen was zu hören wäre pure Verschwendung. Auch sollte das auto nicht klappern wie bei den typisch schlecht getunten 3er BMWs. Weniger laut, dafür klare tiefe Bässe, das hört sich viel viel genialer an. Nur davon guckt halt keiner hinterher - deshalb halt nix für Proleten der richtug gute Klang.
07:02
Nicht gerade das am brennendsten interessierende Thema - aber trotzdem schön geschrieben... :))
00:30
Und was soll das jetzt heißen. Wenn ich künftig Jordi Savall auf CD im Wagen höre, und mir fährt einer rein, habe ich Streß mit der Versicherung?
Gruß
22:53
vor allen Dingen die Anlagen im Auto, die dem Fahrer so 100dB um die Ohren hauen.
Sehr schön ist es auch wenn die besagten Fahrzeuge nachts und bei offenen Fenstern an der roten Ampel stehen.
Auch hören diese Fahrer bestimmt die Martinshörner der Einsatzfahrzeuge.
Herr Ramsauer sollte sich mal darüber Gedanken machen.
22:31
Was wir nötig brauchen: Wagner für übermüdete LKW-Fahrer, damit sie nicht einschlafen. Wer mit Mozarts kleiner Nachtmusik erwischt wird muss mit einer Anklage wegen versuchten Totschlags rechen.
Wer überhaupt kein Radio hat kommt aus Polen und hat womöglich auf der Rückfahrt ganz viele...also gebraucht gekauft zum Beispiel...
21:57
Das beste an dieser "Nachricht" sind die Kommentare die Sie hervorruft.
20:32
Und Frauen können besser (nicht gleich!) einparken als Männer!
Ich persönlich finde die englische Studie "Brote fallen immer auf die Butterseite" noch am besten...
Interessant an dieser Studie wäre es, auf die andere Seite des Brotes eine Katze zu binden. Diese fallen ja bekanntermaßen auch immer auf ihren Pfoten.
Womit die Frage aufkommt: Wer ist mächtiger? Die Katze oder die Butter?...;-)
20:15
Sommerloch ...
18:27
Macht es einen Unterschied, ob ich bei Vollgas die Lautstärke des Autoradios reguliere, die Klimanlage kälter oder die Heizung wärmer stelle, den Scheibenwischer bediene etc?
Steuert Frau de la Motte-Haber dafür jeweils den nächsten Parkplatz an?
18:26
Hut ab! Ein solchen Mist habe ich tatsächlich ewig nicht mehr hier gelesen. Wenn dieser Blödsinn denn überhaupt noch zu toppen ist...
„Nimm Mozart und schon ist der Mensch entspannt“ - dem möchte ich ihm Kern nicht wiedersprechen -Klassik höre ich auch derweil- aber ich persönlich kann auch bei Motörhead entspannen. Bei anderen Metal-Bands sogar noch mehr.
Wenn ich das dagegen z.b. den Kommerz-Mist aus dem Radio hören müßte, wäre ich wohl auch eine Gefahr im Straßenverkehr. Da geht mir nämlich der Hut hoch..;-)
Manmanmanman, wat für´n Artikel.