VW Beetle 2.0 - Schluss mit der Niedlichkeit
28.06.2012 | 11:45 Uhr 2012-06-28T11:45:00+0200
Wolfsburg. Die niedlichen Tage des VW Beetle sind Geschichte - zur veränderten optischen Erscheinung gesellt sich beim Beetle 2.0 TSI Sport erprobte VW-Technik. Volkswagen hofft mit der zweiten Generation des Beetle einen besseren Wurf zu landen, auch wenn einige Mängel auszumachen sind.
Er fällt auf, aber er ist nicht auffällig und - er gefällt. Entsprechende Kommentare sind immer wieder bei einem Tankstopp oder beim Parken zu hören. Ohne Zweifel ist Volkswagen mit der zweiten Generation des Beetle ein besserer Wurf gelungen als beim ersten Versuch.
Zum ansehnlichen Gesamteindruck des Retro-Mobils gesellt sich erprobte VW-Technik. Anstelle von Schnickschnack und verspielten Details bietet der Beetle in der zweiten Generation Alltagstauglichkeit für Käufer, die sich nicht mit der zweckbestimmten Langeweile eines Golfs abfinden möchten. Geblieben sind die Halteschlaufen an den B-Säulen, die schon den Urahn zierten und selbst der nun installierte Heckspoiler verschreckt nicht die retroaffine Kundschaft.
VWs Formgestalter schufen den neuen VW Beetle flacher und breiter. Die Motorhaube wurde länger, die Frontscheibe weiter hinten angesetzt. Mit einer breiteren Spur, mit mehr Radstand sowie einer längeren Dachlinie soll er sich der Silhouette des Ur-Käfers
annähern und tatsächlich gelingt dies deutlich besser als beim Vorgänger.
Mittelmaß beim Kofferraum
Die Bedienung des Beetle gibt keinerlei Probleme auf. Seine Ergonomie macht die Fahrt angenehm. Funktionalität steht im Mittelpunkt, ohne dass designerische Ideen zu kurz kommen. Die Instrumente sind groß und übersichtlich. Die Materialwahl ist stimmig. Bei genauem Hinsehen fallen allerdings Nachlässigkeiten bei der Verarbeitung auf. Als angenehm im Alltag erweisen sich die zahlreichen Ablagen. In die Türfächer passen sogar größere Wasserflaschen. Die Sitze sind straff, aber nicht zu hart gepolstert und weisen einen großen Verstellbereich auf. Im Fond geht es naturgemäß enger zu, eigentlich handelt es sich nur um zwei Plätze für kurze Strecken. Der Weg auf die Rücksitze ist trotz der breiten Türen beschwerlich.
Zwar ist das Kofferraumvolumen gegenüber dem Vorgänger um 80 Liter gewachsen, aber die angebotenen 310 Liter sind gleichwohl nur Mittelmaß. Zugänglich wird das Gepäckabteil über eine große Klappe, die weit über die Stehhöhe nach oben schwingt. Weniger angenehm ist die hohe Ladekante. Kleine Utensilien können nirgends fixiert werden, es gibt weder ein Gepäcknetz noch Befestigungsösen.
Verbrauch höher als angegeben
Mit 147 kW/200 PS - der gleiche Zweiliter-Vierzylinder treibt den Golf GTI an - ist auf Wunsch sehr flottes Vorwärtskommen garantiert (Höchsttempo 223 Kilometer pro Stunde laut Hersteller). Dabei muss man sich nicht einmal in hohen Drehzahlen bewegen. Der Turbo-Motor unterstützt mit seiner Durchzugskraft auch eine eher ruhige und souveräne Fahrweise. Bereits unter 2.000 Umdrehungen pro Minute (U/min) steht das maximale Drehmoment von 280 Newtonmeter zur Verfügung und das bleibt bis rund 5.000 Touren erhalten. Einem entspannten Fahren in dem Fronttriebler kommt das Sechsgang-Doppelkupplungs-Getriebe entgegen, manuelle Gangwahl wird schnell als überflüssig erkannt. Die im Normblatt verzeichneten 7,7 Liter bleiben allerdings ein Verbrauch auf dem Papier, um die neun Liter sollte man einkalkulieren.
Flotter Käfer auch im Preis
Der Beetle offeriert ein agiles, gleichwohl problemloses und sicheres Fahrverhalten, die elektronischen Fahrassistenzsysteme springen nur selten ein. Die Lenkung verrichtet ihre Aufgaben spontan und ohne Nervosität. Die Bremsen arbeiten tadellos und gut dosierbar. Bei der Abstimmung von Federung und Dämpfung entschieden sich die Beetle-Ingenieure für eine straffe Auslegung, ohne dass der Komfort zu kurz kommt. Querfugen oder Bodenwellen dringen zwar bis in den Innenraum durch, schmälern indes kaum das Fahrvergnügen.
Im Fall des Beetle lebt sich mit der zweiten Generation besser. Das Lifestyle-Mobil mit dem Retrolook
ist eine ernstzunehmende Alternative in der unteren Mittelklasse geworden. Dafür sorgen die zeitgemäßen Korrekturen bei seiner optischen Erscheinung und die eingesetzte Technik. Das Ende der Niedlichkeit besitzt natürlich seinen Preis
und so kommen rasch mehr als 34.000 Euro zusammen. (dapd)
23:43
Warum sollte ich 34000.- zahlen, wenn das gleiche Modell in USA 23395$ kostet?
Das sind etwa 18810 Euro!!!
15:42
Bei dem Kurs spielt man schon (fast) in der Audi Premium Liga mit. Welchen Grund gibt es also, sich diese Knutschkugel anzuschaffen?
15:30
Mängel an einem Neuwagen aus dem VW Konzern gibt es nicht !!! sowas gibts nur aus Fernost vielleicht noch GM . Ganz schön mutig etwas gegen VW zu schreiben, die alle Vergleichstest haushoch gewinnen warum weiß keiner.
12:07
Vielleicht hätte eine Elektroversion davon ein Chance. Aber mit einer Reichweite von 250 km, wie beim TESLA S.