Viele Autos vertragen den neuen Biosprit E10 nicht
28.12.2010 | 18:38 Uhr 2010-12-28T18:38:00+0100
Essen.2011 führen Deutschlands Tankstellen neues Benzin mit zehn Prozent Biosprit-Anteil ein. Doch noch immer sind auf Deutschlands Straßen drei Millionen Autos unterwegs, die den E10 genannten Sprit nicht vertragen.
Ab kommendem Jahr wird es einen neuen Kraftstoff an den 14 000 deutschen Tankstellen geben. Eine Verordnung der Europäischen Union schreibt den Mineralölherstellern vor, dem Super-Benzin künftig zehn Prozent Biokraftstoff beizumischen. Doch noch immer sind auf Deutschlands Straßen drei Millionen Autos unterwegs, die den E10 genannten Sprit nicht vertragen. Der ADAC warnt: Bereits eine Tankfüllung kann schweren Schaden anrichten. Auch Naturschützer sprechen sich gegen das neue Benzin aus. Seine Ökobilanz sei katastrophal.
„Um die künftige Biokraftstoffquote Europas zu decken, bedarf es Anbauflächen von der Größe Belgiens“, sagt Dietmar Oeliger, Verkehrsexperte des Naturschutzbunds Deutschland (NABU). E10 sei der falsche Kraftstoff zum falschen Zeitpunkt. Eine steigende Bio-Spritproduktion habe erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. „Die Umwandlung von Wald, Weide- oder Brachland in Ackerland kann dazu führen, dass deutlich mehr Kohlendioxid freigesetzt wird, als später durch Biokraftstoffe eingespart wird“, so Oeliger.
56 Millionen Tonnen Treibhausgase mehr
Nach Berechnungen von Greenpeace ist mit 56 Millionen Tonnen Treibhausgasen mehr zu rechnen, wenn die Beimischquoten erfüllt würden. Außerdem sei es ganz schwierig nachzuvollziehen, woher der Biokraftstoff stamme, der dem Benzin beigemischt werde, so der NABU. Niemand könne garantieren, dass nicht doch Regenwälder gerodet würden, um Platz für Biosprit-Rohstoff zu schaffen. Das Bundesumweltministerium hält dagegen. E10 verursache weniger Treibhausgase als das heutige Superbenzin.
Auch das Urteil des ADAC zu E10 fällt vernichtend aus. „Schon eine Tankfüllung reicht, um dauerhafte Schäden am Motor davon zu tragen“, sagt ein Sprecher. Wer sich unsicher sei, ob sein Wagen den neuen Sprit vertrage, solle lieber die Finger davon lassen. Der Kunde habe allerdings die Wahl. Das bislang erhältliche Super-Benzin sei weiter verfügbar. Noch ist aber unklar, ob sich dieses verteuern wird, um die Absatzquoten für den neuen Bio-Sprit zu erfüllen. „Der Preis wird sich am Markt bilden“, heißt es beim Mineralölwirtschaftsverband. „Unser Ziel ist es, dass E10 zur Hauptsorte wird.“
16:15
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08:54
Da müssen die Hersteller ALLER Fahrzeuge den sogenannten Flottenverbrauch neu berechnen.
So wird jede neue Entwicklung in den Boden gestampft und in Südamerika brennen wieder die Urwälder.
Wir haben es auch nicht besser verdient,....... bei den gewählten Politikern.
07:11
36 von grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr ....so ist es.
07:07
Der Deutsche lässt sich alles gefallen. Selbst Schuld. Steigt um auf das Fahrrad!
05:47
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05:44
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04:47
Für was brauchen wir (Regen)Wälder und Weideland?
E10 ist gut für die Umwelt ( 56to CO2).
Die Eurokraten haben sich woeder einmal durchgesetzt.
Sie haben ja schon bisher so geistreiche Erlasse wie den Krümmungsgrad der Gurke, Traktorsitze, Glühbirnen Verbot etc. fabriziert. Und jetzt noch E10!!!
Wenn das Auto verreckt, zahlt es ja die EU?!
23:05
Und das obwohl die Grünen nicht an der Regierung sind. Hoffentlich bringt das nicht unsere braven CDU Poster ganz durcheinnander.
23:01
n42 was daran sinnvoll ist, wenn Agrarkonzerne ganze Landstriche entvölkern um darauf Monolulturen für Biosprit zu schaffen muss mir erst mal einer erklären. Und wer so klug ist weiss dann auch sicherlich warum einheimische Gasproduzenten die aus landwirtschaftlichen Abfällen Energie gewinnen und in das deutsche Gas- bzw. Stromnetz einspeisen wollen mit allen Mitteln bekümpft werden. Und dann kann der auch gleich noch erklären, warum die ertragreicheste einheimische Biomassepflanze - der Hanf - immer noch verboten ist. Zumal der auch noch auf Böden wächst die für Nahrungsmittel nicht geeignet sind. Oder die mittels EU-Subventionen nachhaltig in Urwald verwandelt werden sollen.
22:21
Ich find das sehr gut, nur der dumme Bürge braucht eben länger um das zu verstehen.