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Unschuldiger Autofahrer muss Kosten für Unfallschaden nicht vorstrecken

24.08.2012 | 05:45 Uhr
Unschuldiger Autofahrer muss Kosten für Unfallschaden nicht vorstrecken
Wer unschuldig in einen Unfall gerät, ist nicht verpflichtet, die Reparatur seines Autos vorzustrecken. Foto: Getty Images

Halle/Saale.   Wer an einem Verkehrsunfall keine Schuld trägt, muss auch nicht die Reparaturkosten für seinen eigenen Wagen vorstrecken, urteilte das Amtsgericht Halle. Versicherungen sehen die Entscheidung sicher nicht gerne.

Wenn jemand unverschuldet in einen Verkehrsunfall gerät, ist er im Rahmen seinen Schadensminderungspflicht nicht verpflichtet, die Reparaturkosten für sein beschädigtes Auto vorzustrecken oder dafür seine Vollkaskoversicherung in Anspruch zu nehmen. Das entschied das Amtsgericht Halle.

Eine solche Verpflichtung wäre nach Ansicht des Gerichts für die Haftpflichtversicherungen des Unfallverursachers ein Freibrief, Schadensregulierungen zu verzögern, weil der Geschädigte selbst in Vorleistung treten müsste.

Zudem wären Versicherte mit einer Kaskoversicherung schlechter gestellt als Versicherte ohne. (Aktenzeichen: Amtsgericht Halle 93 C 3280/11) (dapd)



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