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Fahrbericht

Porsche Boxster im Test - Sportwagen für Genießer

31.08.2012 | 17:51 Uhr

Essen. Die dritte Generation des Porsche Boxster ist 2012 in den Handel gekommen. Was leistet der Sportwagen im Alltagstest? Der Fahrbericht gibt Aufschluss darüber.

Optisch zeigt sich der Porsche Boxster ein wenig sportlicher als der große Porsche 911. Technisch unterscheiden sich die beiden Modelle vor allem darin untereinander, dass der Boxster einen Mittelmotor hat, der Elfer hingegen einen Heckmotor. Natürlich gibt es auch preislich einen deutlichen Unterschied: Der Porsche Boxster kostet in seiner Einstiegsversion rund 50.000 Euro, während beispielsweise Käufer eines neuen Porsche 911 Cabrio fast das Doppelte zahlen.

Erst einmal im Auto drin, angeschnallt und losgefahren, wird dem Fahrer im Test schnell klar: Das Fahrgefühl im Boxster ist jeden Cent seines Anschaffungspreises wert. Der Sportwagen wirkt sehr leicht, nahezu schwerelos gleitet er auf der Straße dahin, und das bei richtig hohen Geschwindigkeiten. Seine direkte Lenkung ist ein Genuss. Sowohl in der Stadt als auch auf Autobahn und Landstraße passt er sich förmlich den Gegebenheiten an. Das Fahrwerk arbeitet kaum hörbar, kleinere Stöße werden weich abgefedert. Der Testwagen - ein Sechszylinderboxer mit Benzindirekteinspritzung und Sechsganggetriebe - kommt mit seinem Basis-2,7-Liter-Motor und dank 280 PS auf einen Spurt von 5,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt den Herstellerangaben zufolge bei 264 km/h.

Der Porsche Boxster misst 4,37 Meter und hat im Vergleich zum Vorgängermodell um sechs Zentimeter beim Radstand zugelegt. Auch der Innenraum erscheint nun größer. Richtig gemütlich ist es in diesem Sportwagen - sowohl für Fahrer als auch für Beifahrer. Das Sportlenkrad ist griffig, das Armaturenbrett schlicht gestaltet und dennoch sehr stilvoll. Die Mittelkonsole erinnert ein wenig an den Carrera GT. Im Test überzeugt auch die typisch tiefe Sitzposition - während der Fahrt sitzt es sich einfach sehr gut im Porsche Boxster. Das Ladevolumen ist erstaunlich üppig für solch ein Gefährt: 280 Liter fassen der vordere und hintere Kofferraum zusammen. Fazit: der oft als "Baby-Porsche" verschmähte Sportwagen hat es wahrlich drauf.

sw

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