Das aktuelle Wetter NRW 16°C
Fahrbericht

Opel Combo Fahrbericht - Preiswerter Doppelgänger

30.10.2012 | 16:46 Uhr

Essen. Kastenwagen sind generell sehr nutzenorientiert. Dies gilt auch für den Opel Combo. Beim Aussehen haben die Designer auf altbewährte Formen zurückgegriffen und einen Wagen gebaut, der optisch als Zwilling des Fiat Doblo durchgehen würde. Im Test erweist sich das Auto als Platzwunder.

Die etwa 4,90 Meter Länge und 1,85 Meter Höhe des Opel Combo zeugen schon eher von einem kleinen Lkw als von einem Kastenwagen. Das Design ist schlicht gehalten und verzichtet gänzlich auf eine spektakuläre Optik. Die großen Schiebetüren und die ausladende Kofferraumtür ermöglichen einen komfortablen Zutritt in das Innere des Testfahrzeugs.

Und das ist auch das eigentlich Besondere am Opel Combo. Die Maße ergeben für die Fahrgäste eine Kopffreiheit und Beinfreiheit, die auch Menschen von großer Statur nicht beengen dürfte. Der Kofferraum ist für den Großeinkauf fast schon überdimensioniert. Immerhin wartet das hintere Abteil mit circa 790 Litern Volumen auf. Mit ein paar leichten Handgriffen werden aus den 790 Litern schnell 3200 Liter. Ein großer Kleiderschrank hat bei der Testfahrt ohne Probleme in den Kofferraum gepasst. Großfamilien können den Opel Combo für 750 Euro Preisaufschlag mit zwei zusätzlichen Sitzen in der dritten Reihe erwerben. Die übergroßen Scheiben und die hohe Sitzposition von Fahrer und Beifahrer erzeugen den Eindruck einer Lastwagentour. Die Funktionen der Bordsysteme sind übersichtlich angeordnet und einfach verständlich.

Der Motor ist - typisch für einen Kastenwagen - zweckmäßig ausgefallen. Die Leistung variiert je nach Modell zwischen 90 und 135 PS. Der hier getestete Opel Combo besitzt einen Vierzylinder-Commonrail-Diesel mit einer Leistung von 135 PS und 320 Newtonmetern Drehmoment. Der Verbrauch liegt bei guten sechs Litern auf 100 Kilometer. Bei Vollauslastung dürfte es mehr sein, schließlich können laut Hersteller bis zu 600 Kilogramm zugeladen werden. Mit einer Geschwindigkeit von etwas mehr als 170 Stundenkilometern ist der Opel Combo einigermaßen flott unterwegs.

Als Wagen für Umzüge, Großfamilien oder Gewerbetreibende ist der Opel Combo in jeder Hinsicht eine Überlegung wert. Der Basispreis beginnt bei günstigen 17.650 Euro. Die hier getestete Version liegt preislich bei circa 23.100 Euro. Das einzige Manko ist die spärliche Ausstattung. Seitenairbags sind zum Beispiel nicht im Serienumfang enthalten.

sw

Facebook
Kommentare
31.10.2012
13:00
Opel Combo Fahrbericht - Preiswerter Doppelgänger
von Guntram | #2

"Beim Aussehen haben die Designer auf altbewährte Formen zurückgegriffen und einen Wagen gebaut, der optisch als Zwilling des Fiat Doblo durchgehen würde"
Ach echt? Nein Sachen gibts. Ich habe kürzlich einen Skoda Citigo gesehen, und hab den doch glatt für einen Seat Mii gehalt. Und kurz danach kam ein Peugeot Partner, na wenn Peugeot da mal nicht bei Citroen abgeschaut hat. Unglaublich, was es doch für Zufälle gibt. Und Hanni hat auch überraschend viel Ähnlichkeit mit Nanni.

31.10.2012
07:42
Opel Combo Fahrbericht - Preiswerter Doppelgänger
von Eckibaer | #1

Die Opel-Designer haben kein Fahrzeug geschaffen, das dem Fiat Doblo zum Verwechseln ähnlich sieht; der Wagen ist ein Fiat Doblo, der im Rahmen einer Kooperation der beiden Hersteller im türkischen Werk in Bursa von Fiat für Opel montiert wird.

Umfrage
Die Messpunkte sind bekannt , die Autofahrer alle gewarnt. Trotzdem werden beim Blitzmarathon wieder die Kassen klingeln. Alles Abzocke?

Die Messpunkte sind bekannt , die Autofahrer alle gewarnt. Trotzdem werden beim Blitzmarathon wieder die Kassen klingeln. Alles Abzocke?

 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Audi TTS: Stilikone im Temporausch
Auto
Er ist der Liebling der Bauhaus-Fraktion und gilt vielen als schönster unter den bezahlbaren Sportwagen. Doch sonderlich dynamisch war der Audi TT bislang nicht. Mit der dritten Generation soll sich unter anderem das ändern.
Renault Twingo: Kleiner Freund aus Frankreich
Auto
Als vor gut 20 Jahren der erste Renault Twingo kam, hat der Franzose die Welt der Kleinwagen komplett umgekrempelt. Wenn jetzt die dritte Auflage kommt, soll das mit radikaler Raumausnutzung und unerreichter Wendigkeit noch einmal gelingen.
Opel Adam Rocks: Ein Rocker im Paradies
Auto
Im Paradies gibt's keine Straßen. Deshalb bockt Opel den Adam zu einem Möchtegern-Geländewagen auf. Und weil im Garten Eden stets die Sonne scheint, erhält er ein großes Rolldach. Doch aufgepasst, in der Preisliste lauern höllische Gefahren.
David Brown Speedback: Zurück in die Zukunft
Auto
Die Sixties sind noch nicht vorbei. Zumindest nicht für David Brown. Der Millionär hat seinen Traumwagen im Geist von gestern mit neuer Technik gebaut und verkauft ihn an Gleichgesinnte und James-Bond-Fans. Denn sein Speedback erinnert an den DB5.
Lexus NX: Böse Miene zum guten Spiel
Auto
Er sieht aus, als würde er zum Frühstück Kleinwagen verspeisen und das CO2 in Kilopaketen aus dem Auspuff werfen. Doch der Lexus NX macht nur böse Miene zum guten Spiel. Denn im Grunde seines Herzens ist der japanische Kompaktkraxler ein Grüner.