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Mercedes B 180 Test - Ersatz für die alte A-Klasse?

30.12.2012 | 13:12 Uhr

Essen. Mit dem Mercedes B 180 BlueEfficiency bietet der Stuttgarter Automobilhersteller nicht nur einen absatzstarken Kompaktvan, sondern auch einen möglichen Ersatz für verprellte Kunden der alten A-Klasse an. Ob die Verjüngung der zweiten B-Klasse-Generation dem einen Abbruch tut, zeigt der Test.

Mehr als 35.000 Exemplare der zweiten B-Klasse-Generation wurden in den ersten sieben Monaten 2012 neu zugelassen. Damit zählt die Mercedes B-Klasse zu den momentan absatzstärksten Pkw-Modellen auf dem deutschen Automobilmarkt. Verkaufen tut sich der getestete Mercedes B 180 BlueEfficiency also gut - aber an wen? Die Zielgruppe sollte bei der Markteinführung vor gut einem Jahr eigentlich der der Vorgängergeneration entsprechen - Durchschnittsalter: 58 Jahre. Dabei wurde die zweite Generation deutlich verjüngt, optisch kommt der neue Mercedes B 180 nicht mehr so bieder daher wie sein Vorgänger. Die Karosserie der B-Klasse wurde tiefergelegt, die Sitzposition im Kompaktvan gesenkt. Dennoch handelt es sich um einen ausgewachsenen Familienvan. Das Platzangebot ist hervorragend, auf allen Plätzen finden die Passagiere ausreichend Kopf- und Beinfreiheit vor. Auch der Kofferraum kann mit 468 Litern Volumen und keiner störenden Ladekante punkten.

Allerdings ist der 4,36 Meter lange Mercedes B 180 BlueEfficiency dadurch nicht so handlich und wendig wie die Mercedes A-Klasse. Wer sich für die B-Klasse entscheidet, der legt einen anderen Fokus: Platz und Komfort sprechen für den Kompaktvan und machen ihn zum alltagstauglichen Familienauto. Junge Familien hatte der Autobauer wohl auch im Sinn, als er die zweite Generation optisch verjüngte. Der Innenraum des Mercedes B 180 BlueEfficiency wirkt viel ansehnlicher, moderner und aufgeräumter als in der alten B-Klasse.

Angetrieben wird das Testfahrzeug von einem 1,6-Liter-Reihenvierzylinder mit 122 PS. Das reicht zwar aus, um den Kompaktvan souverän voranzutreiben, dürfte aber alle enttäuschen, die sich von einem Motor etwas Spritzigkeit erhoffen. Zu spontanen Überholmanövern anzusetzen, fällt mit dem Mercedes B 180 BlueEfficiency deutlich schwer. Dafür punktet das Familienauto mit dem komfortabel abgestimmten Fahrwerk. Mit so viel Platz und Komfort lässt sich jede Urlaubsreise entspannt angehen. Man darf nur nicht erwarten, in allzu kurzer Zeit am Ziel zu sein. Ausreichend Tankstopps müssen bei einem realen Verbrauch von sechs bis acht Litern Benzin und einem Tank mit lediglich 50 Litern Volumen eingeplant werden. Ab 26.358 Euro erhält man aber ein ausgereiftes Auto, das bereits serienmäßig überdurchschnittlich gut ausgestattet ist.

sw

Kommentare
02.01.2013
14:19
Mercedes B 180 Test - Ersatz für die alte A-Klasse?
von Guntram | #8

Mit dem letzten Modellwechsel hat Mercedes eine Sonderstellung ungezwungen aufgegeben. Die Einführung eines zusätzlichen klassichen Kompaktmodells,...
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Mercedes B 180 Test - Ersatz für die alte A-Klasse?
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http://www.derwesten.de/auto/testberichte/mercedes-b-180-test-ersatz-fuer-die-alte-a-klasse-id7433156.html
2012-12-30 13:12
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