Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Fahrbericht

Hyundai i20 1.1 CRDi Test - Vorbild an Sparsamkeit

14.12.2012 | 17:34 Uhr

Essen. Mit dem Hyundai i20 hat der koreanische Automobilbauer einen echten Sparkünstler im Programm. Mit einem Normverbrauch von nur 3,2 Litern ist er das momentan sparsamste Auto mit einem gewöhnlichen Verbrennungsmotor auf dem deutschen Markt. Der Test offenbart weitere Stärken - aber auch Schwächen.

Der Kleinwagen Hyundai i20 reiht sich zwischen den Kleinstwagen i10 und den Kompaktwagen i30 des koreanischen Herstellers ein. Damit tritt er auf dem deutschen Markt in Konkurrenz zu anderen Kleinwagen wie dem VW Polo, dem Opel Corsa oder dem Ford Fiesta. Das Hauptargument für den Kleinen aus Korea und gegen die deutsche Konkurrenz ist seine unübertroffene Sparsamkeit. Selbst der Smart Fortwo kann mit den Verbrauchswerten des Hyundai i20 1.1 CRDi nicht mithalten. Die vom Hersteller versprochenen 3,2 Liter auf 100 Kilometern sind zwar nicht ganz realistisch, der Testverbrauch von rund vier Litern ist trotzdem nur schwer zu unterbieten.

Wer jetzt befürchtet, die Sparsamkeit des Hyundai i20 CRDi gehe auf Kosten der Motorleistung, der sei eines Besseren belehrt. Der Dreizylinder-Turbodiesel des Kleinwagens leistet bis zu 75 PS. In Verbindung mit dem früh anliegenden maximalen Drehmoment von 180 Newtonmetern reicht das völlig aus, um den 1,2 Tonnen schweren Hyundai i20 kraftvoll zu beschleunigen. Die Leistungsdaten versprechen zwar keine Fahrwunder, aber der kleine Motor vermittelt ein dynamisches und selten angestrengtes Fahrgefühl. Dabei ist er angenehm leise und laufruhig - insbesondere für einen Dreizylinder beachtlich. Zur guten Fahrdynamik trägt auch das kurz übersetzte und präzise Sechsganggetriebe bei.

Dennoch offenbart der Hyundai i20 1.1 CRDi im Test auch Schwächen. Das Fahrwerk ist zwar gut für flotte Kurvenfahrten geeignet, dafür auf langen Strecken relativ unkomfortabel. Man merkt fast jede Bodenwelle, die vom Fahrwerk gnadenlos an den Fahrer weitergegeben wird. Die Sitze sind ebenfalls wenig bequem, daher empfiehlt sich der Einsatz des Hyundai i20 1.1 CRDi hauptsächlich im Stadtverkehr und auf Kurzstrecken. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die zu schwammige Lenkung des Testfahrzeugs. Hier sowie bei der Zuverlässigkeit des Start-Stopp-Systems besteht noch Nachbesserungsbedarf.

Wen die Schwächen des Hyundai i20 1.1 CRDi kalt lassen, weil er den Kleinwagen nicht für Langstrecken nutzt, der kann sich insbesondere über den Kostenfaktor freuen. Zum niedrigen Verbrauch kommt noch eine fünfjährige Garantie durch den Hersteller hinzu, die fast alle anfallenden Reparaturen abdeckt. Der Einstiegspreis liegt mit 14.630 Euro auf dem Niveau der Mitbewerber.

sw

Facebook
Kommentare
Umfrage
Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

 
Fotos und Videos
Bergschäden im Ruhrgebiet
Bildgalerie
Bergbau-Folgen
Brillenbär erkundet Außengehege
Bildgalerie
Zoo-Nachwuchs
Fährunglück vor Südkorea
Bildgalerie
Rettungsaktion
Aus dem Ressort
Toyota Aygo: Der japanische Drilling
Auto
Kleinwagen sind in Mode. Neben dem neuen Renault Twingo und dem nächsten Smart geben drei weitere ihren Einstand, die in Tschechien gebaut werden: Citroën C1, Peugeot 108 und Toyota Aygo. Ausgerechnet der japanische Drilling treibt es am tollsten.
Audi S1: Ein Bonsai macht Bodybuilding
Auto
Der Mini hat es vorgemacht, endlich zieht Audi nach: Auch der A1 lässt jetzt die Muskeln spielen und kommt zum Sommer als hochgerüstetes Sportmodell mit 170 kW/231 PS. Scharf sind nicht nur Antrieb und Fahrwerk, auch die Designer trauen sich was.
Mercedes V-Klasse: Ein Van für Muttis, Monteure und Manager
Auto
Der Top-Manager fährt S-Klasse, der Monteur einen Citan und die Mutti vielleicht ein T-Modell der C-Klasse. Doch jetzt bringt Mercedes ein Auto, das so vielseitig ist, dass sich jeder Kunde darin wiederfinden kann: die neue V-Klasse.
Porsche Macan S Diesel: Sturm aufs Establishment
Auto
Porsche ist kein puristischer Sportwagenhersteller. Daran sollten sich die Fans mit Cayenne und Panamera gewöhnt haben. Wenn jetzt der Macan kommt, nähern sich die Schwaben dem Massengeschmack weiter an. Doch auch der hat echte Porsche-Gene.
Jeep Cherokee: Indianer mit Kriegsbemalung
Auto
Wenn Indianer ihre Kriegsbemalung auflegen, dann vor allem um ihre Gegner zu erschrecken. So gesehen, ist der neue Jeep Cherokee ein ganz stimmiges Autos.