Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Fahrbericht

Fiat Panda Twinair - Sparsam fahren?

24.10.2012 | 13:41 Uhr

Essen. Die Italiener sind für schnittige Sportwagen bekannt. Der Fiat Panda Twinair tanzt da etwas aus der Reihe. Dieser Kleinwagen macht nicht durch hohes Tempo oder auffallendes Design auf sich aufmerksam. Bei der Testfahrt zeigt sich der Italiener von seiner entspannten Seite.

3,65 Meter ist die getestete Version des Fiat Panda Twinair lang. Sein Erscheinungsbild ist nicht aufdringlich, aberdennoch ein Hingucker. Schöne breite Scheinwerfer und ein generell rundes Auftreten machen den Wagen zu einem gelungenen Vertreter der Kleinwagen-Klasse. Die Veränderungen zu seinen Vorgängermodellen sind zwar marginal, fallen aber trotzdem positiv auf.

Der Innenraum präsentiert sich ebenfalls in einer aufgemöbelten Version. Die Verarbeitung der einzelnen Elemente istwesentlich sorgfältiger und hochwertiger als es von den anderen Modellen bekannt ist. Vier Insassen sollen im  Fiat Panda Twinair Platz finden. Leider sind die vorderen Sitze recht klein geraten, das macht die Testfahrt etwas anstrengend. Längere Touren könnten bei großen Personen durchaus zu Rückenschmerzen führen. Beim Lenkrad haben die Ingenieure von Fiat leider keine axiale Verstellung als Funktion mit eingebaut. Das führt bei längeren Fahrten zu unangenehmen Berührungen von Knie und Mittelkonsole, da für eine optimale Lenkradposition der Sitz sehr weit nach vorne gestellt werden muss. Ansonsten ist der Innenraum des Fiat Panda Twinair ordentlich verarbeitet und kann bei umgeklapptem Rücksitz mit einem Ladevolumen von immerhin 850 Litern punkten.

Das Fahrwerk des getesteten Fahrzeugs sorgt für ein leises und ungestörtes Fahrgefühl. Ab etwa Tempo 130 kommt es dann aber zu sehr lauten Windgeräuschen. Bei einer längeren Autobahntour ist das für die Insassen ein lästiger Effekt. Die 85 PS des Zweizylinders beschleunigen den Fiat Panda Twinair in etwa 11 Sekunden auf Tempo 100 und ermöglichen eine Höchstgeschwindigkeit von 175 Stundenkilometern. Die Fünf-Gang-Handschaltung lässt sich leicht bedienen. Ab dem zweiten Gang die Übersetzung aber leider zu lang, was den ansonsten mittleren Spritverbrauch von ungefähr 6 Liter auf 100 Kilometer unnötig ansteigen lässt, da man häufig gezwungen ist, einen Gang runterzuschalten.

Der Fiat Panda Twinair ist insgesamt ein schickes, aber unspektakuläres Fahrzeug. Der Testwagen ist ab 12.890 Euro erhältlich. Leider verhindert die schlechte Gangübersetzung eine konsequent spritsparende Fahrweise. Wirklich sparsam ist der Kleinwagen nur bei gemütlicher Fahrt.

sw

Facebook
Kommentare
29.10.2012
11:05
Fiat Panda Twinair - Sparsam fahren?
von SuperSilvie | #3

fiat panda twinair ist doch neu. aber hast schon recht ist irgendwie ziemlich öder......

26.10.2012
15:37
Fiat Panda Twinair - Sparsam fahren?
von Robert_K | #2

ach was soll denn der quatsch mit fiat panda die sollen sich mal was neues einfallen lassen.

26.10.2012
12:55
Schaltung
von thorstenmelchior | #1

Die hakelige Übersetzung ist mir schon öfter bei Fiat aufgefallen, bei meinem letzten (auch ein Fiat Panda) ist das am Ende richtig häßlich geworden. Tod auf Raten mit zahlreichen unschönen Situationen auf der Autobahn. Ich vermiss ihn aber trotzdem, meinen Heuler.

Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

 
Fotos und Videos
Passionsspiel in Essen
Bildgalerie
Karfreitag
"Car-Freitag" 2014
Bildgalerie
Autotuning
Kreuzweg auf Halde Haniel
Bildgalerie
Karfreitag
Aus dem Ressort
Toyota Aygo: Der japanische Drilling
Auto
Kleinwagen sind in Mode. Neben dem neuen Renault Twingo und dem nächsten Smart geben drei weitere ihren Einstand, die in Tschechien gebaut werden: Citroën C1, Peugeot 108 und Toyota Aygo. Ausgerechnet der japanische Drilling treibt es am tollsten.
Audi S1: Ein Bonsai macht Bodybuilding
Auto
Der Mini hat es vorgemacht, endlich zieht Audi nach: Auch der A1 lässt jetzt die Muskeln spielen und kommt zum Sommer als hochgerüstetes Sportmodell mit 170 kW/231 PS. Scharf sind nicht nur Antrieb und Fahrwerk, auch die Designer trauen sich was.
Mercedes V-Klasse: Ein Van für Muttis, Monteure und Manager
Auto
Der Top-Manager fährt S-Klasse, der Monteur einen Citan und die Mutti vielleicht ein T-Modell der C-Klasse. Doch jetzt bringt Mercedes ein Auto, das so vielseitig ist, dass sich jeder Kunde darin wiederfinden kann: die neue V-Klasse.
Porsche Macan S Diesel: Sturm aufs Establishment
Auto
Porsche ist kein puristischer Sportwagenhersteller. Daran sollten sich die Fans mit Cayenne und Panamera gewöhnt haben. Wenn jetzt der Macan kommt, nähern sich die Schwaben dem Massengeschmack weiter an. Doch auch der hat echte Porsche-Gene.
Jeep Cherokee: Indianer mit Kriegsbemalung
Auto
Wenn Indianer ihre Kriegsbemalung auflegen, dann vor allem um ihre Gegner zu erschrecken. So gesehen, ist der neue Jeep Cherokee ein ganz stimmiges Autos.