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Fiat 500L Fahrbericht - Der Kleine ganz groß

08.11.2012 | 14:45 Uhr

Essen. Seit Ende Oktober ist der Fiat 500L erhältlich. Damit ist der Kompaktvan das neueste Mitglied der stetig wachsenden Modellfamilie. Mit ausgewachsenen Abmessungen verspricht der Fiat 500L vor allem Funktionalität und viel Platz. Ob er das hält, zeigt der Test.

Ein Lifestyle-Auto soll der neue Fiat 500L sein. Dafür bietet der italienische Automobilkonzern den Kompaktvan unter anderem mit einer modernen Zwei-Farben-Lackierung an, welche die Anzahl der Farbvariationen für die Karosserie auf insgesamt 333 Möglichkeiten anwachsen lässt. Damit will Fiat vor allem junge Paare und Familien ansprechen. Eine weitere Zielgruppe sieht der Hersteller jedoch in Senioren, die von der hohen und komfortablen Sitzposition im kompakten Van begeistert sein dürften. Für sie könnte der Fiat 500L eine Alternative zur alten Mercedes A-Klasse darstellen.

Von der Optik einmal abgesehen will der Fiat 500L insbesondere mit Funktionalität und einem großzügigen Platzangebot punkten. Dabei hält das Testfahrzeug, was es verspricht. Der 4,15 Meter lange und 1,78 Meter breite Kompaktvan verfügt über ein Kofferraumvolumen von 400 Litern. Durch einen einfachen Trick lässt sich dies jedoch einfach erweitern. Mit nur einem Handgriff rollen sich die Rücksitze vorne zusammen und vergrößern das Transportvolumen des Viertürers. Apropos Türen: Obwohl der Fiat 500L keine Schmetterlingstüren wie der Opel Meriva oder Schiebetüren wie der Ford B-Max hat, bietet der 1,66 Meter hohe Bruder des Fiat 500 aufgrund der Größe einen ausreichenden Einstiegskomfort. Auch der Sitzkomfort auf den hohen, stuhlartigen Sitzen und die gute Rundumsicht dank der großen Fensterflächen überzeugen beim Testfahrzeug.

Was bei der Testfahrt negativ auffällt, ist der etwas schwache und dafür lautstarke 1,4-Liter-Benzinmotor der Basisversion. Seine 90 PS sind mit den rund 1,3 Tonnen Gewicht des Fiat 500L leicht überfordert. Daher verlangt der Motor des Testfahrzeugs nach ordentlich Drehzahl, ansonsten kommt er nur schwer in die Gänge. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich beim Fiat 500L um einen Van handelt, nicht um einen Kompaktsportwagen. Dazu passen dann auch das Sechsganggetriebe mit weiten Schaltwegen und die komfortbetonte Abstimmung des Fahrwerks.

Der Fiat 500L erweist sich im Test als geräumiger Kompaktvan mit sinnvoll durchdachtem Raumkonzept. Lediglich die Basismotorisierung zeigt leichte Schwächen. Diese kostet - je nach zusätzlicher Ausstattung - zwischen 15.900 und 19.000 Euro.

sw

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