Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Fahrbericht

Chevrolet Malibu Test - Sonne, Strand, Auto?

23.10.2012 | 16:39 Uhr

Essen. Malibu wird verbunden mit Strand, schönen Frauen und Charlie Sheen. Ein Fahrzeugmodell fällt wohl den wenigsten Europäern dazu ein. Mit dem Chevrolet Malibu entwickeln die Amerikaner eine Mittelklasselimousine, die das ändern soll. Im Test zeigt sich, ob auch das Auto die Bezeichnung verdient.

Rein äußerlich ist der getestete Chevrolet Malibu 2.4 Automatik kein spektakulärer Vertreter der Mittelklassewagen. Er ist zwar fast fünf Meter lang, aber diese zieren kein auffallendes Design. Sein Auftreten macht einen schlichten, gar schmucklosen Eindruck. Einzig das in Gold gehaltene Firmenlogo auf dem Kühlergrill und die leicht aggressiv wirkenden Rückleuchten geben dem Chevrolet Malibu einen Hauch von Individualität.

Ganz anders gestaltet sich der Innenraum. Die Ausstattung lässt beim Fahrer fast keine Wünsche offen und bietet ein gelungenes Rundumpaket. Ledersitze, Tempomat, Navigationssystem oder Klimaanlage, um nur einige Funktionen zu nennen, sind serienmäßig verarbeitet. Das Platzangebot des Testwagens verwundert dann aber doch. Die Länge des Chevrolet Malibu lässt eine großzügige Räumlichkeit vermuten. Das ist zwar auch der Fall, doch kann die Länge nicht die Kopffreiheit ersetzen. Etwa 1,50 Meter Höhe und 1,90 Meter Breite verhindern absolute Geräumigkeit. Längere Touren sind aber trotzdem problemlos zu bewältigen.

Der Motor des Testwagens, ein Vierzylinder-Benziner mit einer Sechsgang-Automatik, schafft 167 PS und 225 Newtonmeter Drehmoment. Für den Chevrolet Malibu ist diese Leistung etwas knapp bemessen bei einem Gewicht von mehr als 1,5 Tonnen. Den Spurt auf Tempo 100 schafft der Testwagen in etwas mehr als zehn Sekunden. Und im Gegensatz zu der leisen Fahrt im Stadtverkehr ist die Vollgasvariante mit einer gehörigen Portion Lärm verbunden. Bei 206 Stundenkilometern ist dann Schluss. Dabei zeigt sich der Chevrolet Malibu ziemlich durstig. Der Testwagen verbraucht über acht Liter Superbenzin auf 100 Kilometern - nicht gerade ein Topwert.

Ein Meisterwerk ist der Chevrolet Malibu nicht. Der Motor ist definitiv noch verbesserungswürdig. Aber die serienmäßig komfortable Ausstattung und der dafür angemessene Einstiegspreis von etwa 31.000 Euro können durchaus überzeugen.

sw

Facebook
Kommentare
Umfrage
Hannelore Kraft hat das Unwetter von Münster verpasst, weil sie im Urlaub war und keinen Handyempfang hatte . Muss eine Ministerpräsidentin immer erreichbar sein?

Hannelore Kraft hat das Unwetter von Münster verpasst, weil sie im Urlaub war und keinen Handyempfang hatte . Muss eine Ministerpräsidentin immer erreichbar sein?

 
Fotos und Videos
Das neue "Palais Vest"
Bildgalerie
Einzelhandel
Aus dem Ressort
Renault Twingo: Kleiner Freund aus Frankreich
Auto
Als vor gut 20 Jahren der erste Renault Twingo kam, hat der Franzose die Welt der Kleinwagen komplett umgekrempelt. Wenn jetzt die dritte Auflage kommt, soll das mit radikaler Raumausnutzung und unerreichter Wendigkeit noch einmal gelingen.
Opel Adam Rocks: Ein Rocker im Paradies
Auto
Im Paradies gibt's keine Straßen. Deshalb bockt Opel den Adam zu einem Möchtegern-Geländewagen auf. Und weil im Garten Eden stets die Sonne scheint, erhält er ein großes Rolldach. Doch aufgepasst, in der Preisliste lauern höllische Gefahren.
David Brown Speedback: Zurück in die Zukunft
Auto
Die Sixties sind noch nicht vorbei. Zumindest nicht für David Brown. Der Millionär hat seinen Traumwagen im Geist von gestern mit neuer Technik gebaut und verkauft ihn an Gleichgesinnte und James-Bond-Fans. Denn sein Speedback erinnert an den DB5.
Lexus NX: Böse Miene zum guten Spiel
Auto
Er sieht aus, als würde er zum Frühstück Kleinwagen verspeisen und das CO2 in Kilopaketen aus dem Auspuff werfen. Doch der Lexus NX macht nur böse Miene zum guten Spiel. Denn im Grunde seines Herzens ist der japanische Kompaktkraxler ein Grüner.
Cadillac Escalade: Big ist doch beautiful
Auto
Natürlich ist der Cadillac Escalade für europäische Verhältnisse zu groß, zu üppig motorisiert und irgendwie aus der Zeit gefallen. Doch gerade das macht den Reiz dieses Riesen aus.