Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Fahrbericht

BMW 114i Test - Neue Basismotorisierung für den 1er

08.11.2012 | 16:50 Uhr

Essen. Der BMW 1er ist seit Sommer 2012 mit einer neuen Basismotorisierung erhältlich. Als BMW 114i leistet er bis zu 102 PS. Das sind immerhin 20 PS weniger als die leistungsschwächsten Varianten der Konkurrenzmodelle Audi A3 und Mercedes A-Klasse. Ob der kleine BMW 1er noch mithalten kann, zeigt der Test.

Die neue Basisversion des BMW 1er, der BMW 114i, verspricht weniger sportliche Dynamik als umweltbewusste Effizienz. Dafür verfügt das preisgünstigste BMW-Modell über einen Vierzylinder-Benzinmotor mit TwinScroll-Turbolader, der 102 PS leistet und über ein maximales Drehmoment von 180 Newtonmetern verfügt. Des Weiteren ist auch der kleine BMW 114i mit den modernen Technologien der größeren Brüder BMW 116i, 118i und 125i ausgestattet: Serienmäßig verfügt der Kompaktwagen über Benzin-Direkteinspritzung, die vollvariable Ventilsteuerung "Valvetronic" und phasenverstellbare Nockenwellen.

Obwohl der getestete BMW 114i über 20 PS weniger als die Basisversionen von Audi A3 und Mercedes A-Klasse verfügt, überzeugt das extrem früh anliegende maximale Drehmoment von 180 Newtonmetern beim BMW 1er. Schon ab 1.100 Umdrehungen pro Minute überträgt das Testfahrzeug seine volle Kraft über die Hinterachse auf die Straße. Nach einem Stopp an einer roten Ampel, bei der die gut funktionierende Start-Stopp-Automatik den Motor abgeschaltet und wieder gestartet hat, zieht der BMW 114i vom Start weg kräftig durch. Der Motor spricht gut an und dreht auch freudig hoch. Denn obwohl das maximale Drehmoment schon im unteren Drehzahlbereich anliegt, klingt der kleine BMW 1er dann unter Last etwas brummig und angestrengt.

Dennoch ist eine niedertourige Fahrweise mit dem BMW 114i durchaus möglich und trägt zur Effizienz des Kompaktwagens bei. Der durchschnittliche Verbrauch liegt laut Hersteller bei 5,5 Litern auf 100 Kilometern, im Test ergab sich aufgrund der fordernden Fahrweise etwas mehr. An die Beschleunigungswerte der Konkurrenz (Audi A3 und Mercedes A-Klasse) kommt der kleine BMW 1er trotzdem nicht heran. Er braucht mit guten 11 Sekunden etwa 2 Sekunden länger bis Tempo 100 als die anderen beiden Kompakten. Ab Tempo 130 lässt dann auch die Durchzugskraft ordentlich nach.

Allerdings überzeugt der BMW 114i im Test mit den für BMW typischen Fahreigenschaften: einer direkten Lenkung, guter Traktion, einem sicheren Handling sowie einer wirksamen Bremsanlage. Insgesamt empfiehlt sich die ab 21.900 Euro erhältliche Basisversion des BMW 1er daher insbesondere für Kurzstreckenfahrer in Ballungsräumen.

sw

Facebook
Kommentare
11.11.2012
12:06
Kein Hinweis auf den wirklichen Hubraum,
von industriee | #2

kennt der Verfasser selbst den nicht? Die Maschine entspricht den Modellen 116i und 118i, mit 1598 ccm² Hubraum. Verbrauchs und CO² Angaben entsprechen exakt dem 116i der 100 KW Leistung hat zu den 75 KW des 114i. Der 118i mit 125 KW liegt 1/3 l höher im Verbrauch. Natürlich alles Theorie. Den 114i gibt es nicht mit Automatik. Man kennt dieses Marketing von BMW und Mini seit Jahren. Ein preiswerter Chip vom Tuner und man hat was Leistung betrifft viel Geld gespart.

09.11.2012
19:52
BMW 114i Test - Neue Basismotorisierung für den 1er
von captainkawa | #1

Nun ja, das abgebildete Fzg. passt nicht so ganz.
Ein 114i mit 102PS und M-Sportpaket dürfte eher die Ausnahme sein ^^

1 Antwort
BMW 114i Test - Neue Basismotorisierung für den 1er
von Guntram | #1-1

Das Witzige ist, sowas geht. Für Blender, die dann im vollen Performance-Look auf der rechten Spur hinterm LKW hängen.

Umfrage
Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

 
Fotos und Videos
Oscar de la Renta ist tot
Bildgalerie
Designer
HistoriCar 2014 in Duisburg
Bildgalerie
Oldtimer
Aus dem Ressort
Jeep Renegade: Der Macho in der Modetruppe
Auto
Es gibt viele kleine SUV. Doch die meisten davon sehen nur aus wie Geländewagen - behauptet zumindest Jeep und schickt deshalb den Renegade ins Rennen. Der basiert zwar auf dem kreuzbraven Fiat 500L, hat aber tatsächlich das Zeug zum Abenteurer.
Watercar Panther: Endlich mal die große Welle machen
Auto
Von so einem Auto konnte James Bond nur träumen: Eben noch ein lässiger auf dem Highway, gibt das Watercar eine Kurve später den Wellenreiter. Das ist keine Film-Trickszene, es funktioniert - im schnellsten Amphibien-Auto der Welt.
Renault Twingo: Kleiner Freund aus Frankreich
Auto
Als vor gut 20 Jahren der erste Renault Twingo kam, hat der Franzose die Welt der Kleinwagen komplett umgekrempelt. Wenn jetzt die dritte Auflage kommt, soll das mit radikaler Raumausnutzung und unerreichter Wendigkeit noch einmal gelingen.
VW Passat: Ab durch die Mitte
Auto
Berlin (dpa-infocom) – Er ist Biedermann und Bestseller: Kein Auto verkauft sich in der bürgerlichen Mittelklasse so gut wie der Passat. Doch wenn VW jetzt die achte Generation von Limousine und Kombi bringt, proben die Niedersachsen den Aufstieg. In vielerlei Hinsicht.
Mini Fünftürer: Durchgehend geöffnet
Auto
Peppig war er schon immer. Aber jetzt wird der Mini zum Praktiker. Zum ersten Mal in über 50 Jahren gibt es den Kleinwagen als Fünftürer. Damit zielt er nicht nur auf Opel Corsa und Co. Auch sein großer Bruder Countryman verliert an Attraktivität.