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Audi RS3 Sportback Test - Wolf im Schafspelz

23.12.2012 | 12:33 Uhr

Essen. Schon zwei Jahre alt, doch kein bisschen leise: Die Sportvariante des Audi A3 wirkt so aktuell wie eh und je. Im Test entpuppt sich der Audi RS3 Sportback als klanggewaltiger Wolf im Schafspelz.

Dass der Audi RS3 Sportback optisch nicht ganz mit der moderneren dritten Generation der Kompaktklasse Audi A3 mithalten kann, macht in diesem Fall gar nichts. Denn auf die inneren Werte kommt es an. Und mit dem wunderbar aggressiv klingenden 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbomotor lässt der RS3 auch den neuen Audi A3 problemlos hinter sich. Dank 340 PS und einem maximalen Drehmoment von 450 Newtonmetern, das gefühlt über fast den gesamten Drehzahlbereich anliegt, sieht das Basismodell nur noch die Rücklichter der RS-Version. Die kraftvolle Beschleunigung hält bis in den oberen Drehzahlbereich an und befördert den getesteten Audi RS3 Sportback in 4,6 Sekunden auf Tempo 100. Erst bei 250 km/h ist aufgrund der elektronischen Begrenzung Schluss mit der unmittelbaren Reaktion auf den Gasfuß des Fahrers. Die ungerade Anzahl an Zylindern sorgt zudem für einen einmalig rauen und aggressiven Sound bei hohen Drehzahlen. Da können Vierzylinder klanglich nicht mithalten.

Trotz der sportlichen Fahrleistungen, die in der Kompaktklasse ihresgleichen suchen, bietet das Fahrwerk einen angenehmen Restkomfort. Das ist ein eindeutiger Pluspunkt im Vergleich zu ähnlich motorisierten Sportwagen. Dadurch ist der getestete Audi RS3 Sportback alltagstauglicher als zum Beispiel der Audi TT RS, mit dem er sich den Motor teilt. Dazu trägt auch das Platzangebot bei, das dem des Basismodell Audi A3 entspricht. Für den Alltag von Bedeutung ist für viele sicherlich auch, dass es sich um einen Fünftürer handelt.

Der Audi RS3 Sportback entpuppt sich als Wolf im Schafspelz, da er äußerlich nicht annähernd verrät, was unter seiner Haube schlummert. Mit dem klanggewaltigen und leistungsstarken Motor kann der Kompaktwagen mit reinrassigen Sportwagen mithalten. Gleichzeitig bietet er einen höheren Alltagsnutzen. Einziger Minuspunkt: Mit mindestens 49.900 Euro ist der Audi RS3 Sportback auch verhältnismäßig teuer. Wer es sich leisten kann, erhält jedoch ein stimmiges Gesamtpaket.

sw

Kommentare
28.12.2012
10:11
Audi RS3 Sportback Test - Wolf im Schafspelz
von Tormeister73 | #6

AMEN!

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Audi RS3 Sportback Test - Wolf im Schafspelz
Audi RS3 Sportback Test - Wolf im Schafspelz
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2012-12-23 12:33
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