Streit um Männerparkplätze in Triberg

T-Shirt der Stadt Triberg mit eindeutigem Motiv.
T-Shirt der Stadt Triberg mit eindeutigem Motiv.
Was wir bereits wissen
Kein Schwein kannte Triberg im Schwarzwald, bis der Bürgermeister auf die Idee mit den Männerparkplätzen kam. Und die Grüne Jugend tat ihm nach den ersten Medienberichten den Gefallen, den ironischen PR-Gag als „Sexismus“ zu geißeln und die Wiederabschaffung zu fordern.

Triberg.. Bürgermeister Gallus Strobel hat sein schönes schwarzwälderisches Triberg mit ein bisschen Farbe in die Medien gebracht. In einem neuen Parkhaus markierte er zwei der 220 Plätze mit dem Marssymbol als „Männerparkplatz“. Da sie von Betonpfeilern begrenzt werden, sind sie ein Fall für echte Kerle, die im Stehen pinkeln und mit einer Hand am Steuer die Karre rückwärts in die Lücke pfeffern.

Im Gegensatz zu den zehn Triberger Frauenparkplätzen ist es auf den Männerplätzen beiden Geschlechtern erlaubt, ihre Fahrkünste zu beweisen. Man merkt schon: Das hier ist eine PR-Aktion im Sommerloch, kein Akt von Diskriminierung. Inzwischen gibt es Männerparkplatz-T-Shirts und Hinweisschilder für Touristen.

Jetzt aber hat sich die Grüne Jugend aus dem 60 Kilometer von Triberg entfernten Offenburg über den CDU-Bürgermeister empört und ihm Sexismus vorgeworfen, berichtet „Focus Online“. Die Männerplätze sollen natürlich wieder weg, Strobel („Humorlose Reaktion“) lehnt dies ebenso natürlich ab.

Der „Focus“ hat bereits bei der Redaktion der Feministinnen-Zeitschrift „Emma“ von Alice Schwarzer angefragt, wie sie, sozusagen höchstrichterlich, die Sache sieht. Eine Antwort von Alice steht noch aus.