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Elektromobilität

Smart fortwo mit reinem Elektroantrieb und Leasing-Batterie

12.07.2012 | 08:45 Uhr
Smart fortwo mit reinem Elektroantrieb und Leasing-Batterie
Im Gegensatz zum Vorgänger ist die Kapazität des Akkus auf 17,6 kWh (Vorgänger 16,5 kWh) gestiegen, die Aufladezeit an einer haushaltsüblichen Steckdose dagegen um eine auf rund sieben Stunden gesunken. Foto: dapd

Stuttgart.  Daimler bietet seinen neuen Smart fortwo electric drive (ed) in der dritten Generation ab sofort mit reinem Elektroantrieb an. Der Smart ed unterscheidet sich optisch kaum von seinen Vorgängern, überzeugt aber durch deutlich stärkere Fahrleistungen. Das Problem der bislang zu hohen Preise für Elektromodelle will Daimler mit einem neuen Leasing-Konzept umgehen - zum Fahrzeugpreis kommt die monatliche Batteriemiete.

Daimler hat mit dem Smart fortwo electric drive (ed) bislang als einziger deutscher Hersteller ein rein batteriebetriebenes Serienmodell auf dem Markt. In die dritte Generation des lokal emissionsfreien Stadtflitzers, die seit Mitte Juni im französischen Werk Hambach von Band rollt, haben die Smart-Entwickler nach eigenen Angaben Erfahrungen und Wünsche von Einzel- und Firmenkunden einfließen lassen, die seit 2009 mit über 2.000 Einheiten des Vorgängermodells in 18 verschiedenen Märkten unterwegs waren.

Innen wie außen, in Farben und Design unterscheidet sich der E-Smart kaum von seinen konventionellen Brüdern. Es gibt ihn als Coupé und Cabrio. Zu erkennen ist der ed an zwei Rundinstrumenten, die mittig auf dem Armaturenbrett den Ladezustand der Lithium-Ionen-Batterie, Energiefluss, verfügbare Leistung und verbleibende Reichweite anzeigen und Drehzahlmesser und Uhr der Modelle mit Verbrennungsmotor ersetzen. Im Vergleich zum Vorgänger hat der Smart ed spürbar mehr Leistung. Ein verbesserter Antrieb von EM-Motive, einem Daimler-Joint-Venture mit Bosch, bringt im Dauerbetrieb 35 kW/48 PS (vordem 20 kW), als Spitzenleistung sogar kurzzeitig 55 kW/75 PS.

Mehr Leistung und Reichweite bei geringerer Ladezeit

Wie alle E-Mobile spielt der Smart besonders beim Ampelstart seine Antrittsvorteile aus. Aus dem Stand sprintet er in 4,8 Sekunden auf Tempo 60. Agil und wendig, bringt er viel Fahrspaß, sogar bei vielfachem Stop-and-go im städtischen Verkehrsgewühl. Tempo 100 wird in 11,5 Sekunden (Werksangaben) erreicht, statt in rund 27 Sekunden beim Vorgänger. Mit maximal 130 Newtonmeter Drehmoment schafft der heckgetriebene E-Flitzer bis zu 125 Stundenkilometer. Er kommt damit nahe an die konventionellen Brüder heran und ist somit für die Stadtautobahn gerüstet. Auch an Reichweite hat der Smart ed gewonnen. Statt 120 Kilometer sind laut Datenblatt bis zu 145 Kilometer möglich. Das scheinen praxistaugliche Werte, da nach Daimler-Studien Smart-Kunden heute im Schnitt 40 bis 60 Kilometer am Tag fahren.

Nach Erfahrungswerten reicht es den meisten Kunden, wenn die Batterie über Nacht oder während der Arbeitszeit aufgeladen werden kann. Die Kapazität des Akkus ist auf 17,6 kWh (Vorgänger 16,5 kWh) gestiegen, die Aufladezeit an einer haushaltsüblichen Steckdose um eine auf rund sieben Stunden gesunken. Nur sechs Stunden brauchen die Nutzer einer 16-Ampere-Wallbox, lediglich 60 Minuten dauert es mit einer aufpreispflichtigen Schnellladevorrichtung.

Das Problem der bislang zu hohen Preise für Elektromodelle will Daimler mit dem Leasing-Konzept "sale&care" entschärfen. Das ed-Coupé kostet dadurch hierzulande 18.910 Euro plus 65 Euro monatlicher Batteriemiete. Die jährliche Inspektion und Wartung für die gesamte Leasing-Zeit und notfalls ein Austausch sind dabei inklusive. Wer den Smart fortwo electric drive komplett mit Akku kaufen will, muss 23.680 Euro berappen. Die Cabrio-Version ist noch einmal rund 3.000 Euro teurer. Zum Vergleich: Ein Smart Coupé mit Benzinmotor kostet in der vergleichbaren Ausstattungsvariante "Passion" 13.035 Euro, also rund 10.000 Euro weniger. (dapd)



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