Das aktuelle Wetter NRW 9°C
ÖPNV

Sind 40 Euro für Schwarzfahrer in Bus und Bahn zu wenig?

13.06.2012 | 11:45 Uhr
Sind 40 Euro für Schwarzfahrer in Bus und Bahn zu wenig?
Laut dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen sind 40 Euro für Schwarzfahrer viel zu wenig.Foto: WAZ FotoPool

Köln.  40 Euro Strafe für Schwarzfahrer schreckt nach Ansicht des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zu wenig ab. Damit rangiert Deutschland im europäischen Vergleich auf den hinteren Plätzen. Am teuersten ist Schwarzfahren in Belgien: Hier müssen Fahrgäste ohne Ticket 200 Euro zahlen.

Wer in Deutschland beim Schwarzfahren erwischt wird, zahlt ein 'erhöhtes Beförderungsentgelt' in Höhe von 40 Euro. Das ist nach Ansicht des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zu wenig, weil es nicht abschreckt. Der Verband fordert eine Erhöhung auf 60 Euro, im Wiederholungsfall sollen 120 Euro fällig werden.

Im Vergleich zu 15 europäischen Ländern rangiert Deutschland bezüglich des 'erhöhten Beförderungsentgelts' auf Platz 13, nur die Niederlande und Tschechien sind noch günstiger. Belgien liegt mit 200 Euro an der Spitze, gefolgt von Frankreich mit 180 Euro.

Warnung vor Ticketkontrollen bei Facebook

Eine Erhöhung der Strafzahlung in Deutschland bedarf eines gemeinsamen Beschlusses von Bund und Ländern. Der letzte Beschluss stammt aus dem Jahre 2003. Nach Angaben des VDV kostet das 'Schwarzfahren' den deutschen Verkehrsunternehmen jährlich 350 Millionen Euro. 'Am Ende schadet dieses Defizit auch den ehrlichen Fahrgästen, die höhere Ticketpreise zahlen müssen', meint VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff.

Wolff warnt vor einer Verharmlosung des 'Schwarzfahrens' und verurteilt die Warnungen vor Ticketkontrollen über Social Media Formate wie Facebook . 'Wir brauchen angemessene Strafzahlungen, um potenziellen Schwarzfahrern auch über die Höhe des Betrages zu signalisieren, dass es sich nicht um ein Kavaliersdelikt handelt.' (mid)



Kommentare
17.07.2012
11:19
Sind 40 Euro für Schwarzfahrer in Bus und Bahn zu wenig?
von Scannerhoerer | #9

Die Strafen sollte man im Strassenverkehr für 10 Km/h zu schnell ansetzen und die Herren bei der EVAG mal damit vetraut machen, wenn Sie morgens ins Büro fahren und zu schnell sind. Diese gilt auch für Mitarbeiter die mit Ihren Bussen auch mal ganz gern die Geschwindigkeit übertreten. Ich bin sogar dafür das es drei Punkte in Flensburg dafür gibt und der Führerschein für drei Monate entzogen wird. Den Führerschein gibt es selbstverständlich erst nach einer MPU wieder. Natürlich bräuchten wir dann mehr unangekündigte Blitzermarathone damit die Herren auch mal in den Genuß kommen zu laufen. Gruß aus Essen

21.06.2012
18:02
@ Dr.Seltsam
von lusia | #8

Kannst Du bitte es besser beschreiben wie und welche Bahn dann vieleicht kann ich Dir bei aufklärung helfen.Welche Gebiet ist das?

16.06.2012
02:17
Sind 40 Euro für Schwarzfahrer in Bus und Bahn zu wenig?
von nothdurft | #7

Staffel-strafe einführen das erste mal 10 € dann 30 € dann 50 € dann 70 € usw. dann steigt der Druck und Verjährung erst nach 10 Jahren , Das aktive Punktesystem , die Punkte sind der Euro.

15.06.2012
12:46
Sind 40 Euro für Schwarzfahrer in Bus und Bahn zu wenig?
von Catman55 | #6

Egal ob 10 € oder 1000 €. Die Öffs haben bei mir verschissen. Die benutze ich nicht mehr. Wer sich einmal im Abteil, Zug usw vertan hat, hat ein ungültiges Ticket, ist Schwarzfahrer und steht mit einem Bein im Gefängnis.

Ja bin ich denn bekloppt, mich tagtäglich dieser Gefahr aus zu setzen?

Nein Danke, meine Damen und Herren. Das wars denn endgültig!

13.06.2012
19:14
zu wenig
von DrStevie | #5

vor einiger Zeit wurde doch mal angedacht, die Strafe auf 120€ zu verdreifachen - bis heute ist nichts passiert.

ich denke nicht, dass Schwarzfahren sich wirklich lohnt, soweit ich weiß bekommt man beim dritten Mal eine saftige Anzeige und weitere Konsequenzen.

13.06.2012
17:17
stellt die
von marianus | #4

schwarzfahrer mal desöfteren zum reinigen der bahnen ein,ich denke da werden sich viele überlegen dies noch einmal zu tun.

13.06.2012
15:02
Eine einzige Fahrt in die Stadt kostet 4,20€ oder 8,40DM
von vantast | #3

Das ist horrend viel, um einmal einkaufen zu gehen! Da fühle ich mich schon ohne Schwarzfahren abgezockt. Und ärgerlich: ein aus Vorsicht auf Vorrat gekaufter Fahrschein wird dämlicherweise bald ungültig, kann ich wegwerfen, Schwarzfahren oder gegen viel Geld in die Stadt zum Umtauschen fahren - sind die Bogestra-Leute noch bei Sinnen?

13.06.2012
13:47
Sind 40 Euro für Schwarzfahrer in Bus und Bahn zu wenig?
von bonafide | #2

wenn ich die Ruhrtalbahn sehe.....auf 10 Fahrten max. eine Kontrolle? Das lädt ein zum schwarzfahren.
bei 10 Fahrten a 12 EURO bei viel Peche einmal 40 EURO zahlen?
Das lohnt als Schwarzfahrer.

Daher sind 40 EURO in Verbindung mit mangelnder Kontrolle eine Einladung zum schwarzfahren uns folglich zu wenig.


13.06.2012
13:31
Sind 40 Euro für Schwarzfahrer in Bus und Bahn zu wenig?
von Dr.Seltsam | #1

Ja, aber...
Ja, 40 € sind zu wenig, wenn man von vorsätzlichen Schwarzfahrten ausgeht.
Ein Monatsticket der Preisstufe A2 kostet schließlich schon über 60 €.
Wenn ich mir überlege, wie selten ich als Berufspendler kontrolliert werde, könnte sich das schon lohnen.

Aber, das Tarifsystem in Deutschland ist verwirrend.
In jedem Verbund ein anderes System.
Auch innerhalb des VRR ist es gar nicht so einfach, durch das System von Waben, Tarifgebieten, Unterschiede bei Preisstufen von Einzel- und Zeitfahrkarten, Zusatztarifen etc.zu blicken.
Hier muss es Spielraum geben, auch ein kleines Warngeld für versehentliche Schwarzfahrten zu verhängen.

Ich warte zum Beispiel noch immer auf die Antwort des VRR auf meine Frage, ob die Fahrt in die Nachbarstadt auch dann noch mit Zusatzticket1 möglich ist, wenn die einzige Bahn, die dorthin fährt vorher durch 2 andere Städte fährt.
Ich habe dazu schon zwei Meinungen von Servicemitarbeitern gehört und den VRR angeschrieben.

1 Antwort
auch das innerörtliche Tarifsystem ...
von hapeer | #1-1

... ist meiner Meinung nach verbesserungswürdig.

Nun gut, die Kosten für die sogenannte Kurzstrecke sind akzeptabel.

Bei der Preisstufe A beginnt es allerdings nicht nur ein bisschen "schwer nachvollziehbar" zu werden.

Um nur ein Beispiel aus dem Nahverkehrsbereich Bochum zu nennen:
Mit dieser Preisstufe A kann ich vom südlichsten Punkt, also etwa Stiepel, bis hoch hinaus nach Herne reisen - das sind, grob geschätzt, mehr als zwanzig Kilometer.
Anderseits ist ein Fahrschein ... pardon: ein Ticket dieser Preisstufe schon für eine Fahrtstrecke von nur drei oder vier Haltestellen, also etwa 1,5 km nötig.

Hmmmm...

Aus dem Ressort
Die Spannung steigt: Das 48-Volt-Bordnetz für Autos kommt
Verkehr
Seit über 40 Jahren ist im Bordnetz von Autos zwölf Volt die Spannung der Wahl. Doch bei immer mehr stromhungrigen Systemen gerät ein solches Netz an seine Grenzen. Erste Systeme setzen bald auf 48 Volt.
Extras für Tuning-Fans und Musikliebhaber
Verkehr
Tiefer, breiter, lauter: So mögen es die Tuning-Fans. Für sie haben AMG und Eibach neue Produkte im Angebot. Kenwood setzt bei seinem Radio auf eine Smartphone-Einbindung. Und auch Skoda, Volvo und Mitsubishi haben etwas zu vermelden.
Suzukis neuer Kleinwagen: Aus Alto und Splash wird Celerio
Verkehr
Suzuki bringt Ende November den Celerio auf den Markt. Der neue Kleinwagen kostet laut dem Hersteller mindestens 9690 Euro und soll die Modelle Alto und Splash ersetzen. Beide laufen im nächsten Jahr aus.
Airbag-Probleme - 850 000 Audi A4 müssen in die Werkstatt
Auto
Audi ruft weltweit 850.000 Autos vom Modell A4 wegen Problemen mit den Airbags in die Werkstätten zurück. Durch einen Softwarefehler könne es vorkommen, dass Airbags bei Unfällen nicht auslösen, sagte ein Audi-Sprecher.
Rückruf für den Audi A4: Frontairbags können streiken
Verkehr
Wegen Problemen mit den Airbags ruft Audi weltweit 850 000 Autos des Modells A4 in die Werkstätten zurück. In Deutschland seien 150 000 Autos betroffen, sagte ein Unternehmen-Sprecher.
Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?