Ruhrgebiet plant einen Rad-Schnellweg
26.05.2011 | 07:12 Uhr 2011-05-26T07:12:00+0200
Dortmund. Revierstädte und der Regionalverband Ruhr wollen mehr Berufspendler aufs Rad bringen. Geplant ist eine rund 60 Kilometer lange „Rad-B1“ von Duisburg bis Dortmund. Das soll auch die ständig verstopfte A 40 entlasten.
Auf dem Fahrrad zügig durchs Ruhrgebiet: Revierstädte und der Regionalverband Ruhr (RVR) planen für Berufspendler eine rund 60 Kilometer lange „Rad-B1“ von Duisburg bis Dortmund . Eine schnelle, städteverbindende Strecke für Radfahrer, so die Hoffnung der Planer, könnte in zehn Jahren auch die ständig von Autos verstopfte A 40 entlasten.
Fünf Meter breit, asphaltiert, weitgehend kreuzungsfrei, steigungsarm, in den Abendstunden beleuchtet: Ein Traum nicht nur für leidenschaftliche Radfahrer. „Wenn wir viele Autofahrer zum Umstieg auf das Rad bewegen wollen, müssen wir ihnen hochleistungsfähige Wege anbieten“, sagt der Dortmunder Mobilitätsexperte Winfried Sagolla. Er rechnet mit bis zu zwei Millionen potenziellen Nutzern entlang des Radschnellwegs Ruhr (RSR). Bessere Räder sowie die steigende Zahl von motorisierten Elektrofahrrädern und Pedelecs, die den Radler beim Strampeln unterstützen, ermöglichten Steigerungen bei der Distanzbewältigung. Leicht seien Pendlerdistanzen von zehn bis 20 Kilometern möglich.
„So etwas gibt es in Deutschland noch nicht“
„Wenn wir über neue Mobilität sprechen, gehört auch das Radfahren dazu“, sagt RVR-Sprecher Jens Hapke. Der RVR finanziert eine Studie, die den Trassenverlauf des Radschnellwegs Ruhr von Essen über Bochum nach Dortmund klären soll. Die Fachleute sind sich einig, dass diese Strecke möglichst nah an der B1/A40 verlaufen sollte, um Alltagsnahverkehr aufs Rad zu verlegen. Von Essen aus westlich soll der RSR auf der alten Trasse der Rheinischen Bahn bis Duisburg führen.
Die Stadtplaner des Reviers befürworten das Projekt, vom Lenkungskreis Ruhr 2030, in dem die Baudezernenten sitzen, wurde der RSR zum Leitprojekt für das Ruhrgebiet erkoren. Verkehrsexperten rechnen mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag, den das Land und die Städte stemmen müssten. Fahrradlobbyisten wie Bettina Cibulski vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sind naturgemäß begeistert von dem Projekt. Das Ruhrgebiet mit seinen zahlreichen Menschen sei prädestiniert für einen Radschnellweg. „So etwas gibt es in Deutschland noch nicht“, sagte die ADFC-Sprecherin.
16:58
Ich halte es für eine wunderbare Idee und denke, wenn es richtig durchdacht wird, kann es einen riesen Erfolg werden!
08:22
Mir sagte der Fahrradbeauftragte der Stadt, das wir bereits die bestausgebauten Fahrradwege in D hätten.
Zur Zeit würden dort noch Autos fahren ........
Nur Hohlbirnen können glauben, dass sie noch in 15-20 Jahren mit ihrem Auto durch die Gegend brummen.
Ein paar wenige werden sich den Luxus eines Autodinosauriers leisten können.
Wir wahrscheinlich auch, oder wir schaffen uns dann einen sportlichen Elektroflitzer an.
07:33
Dann wird ja bald die Fahrradsteuer kommen.
Die sollen mal lieber die Gelder in die verrotteten Straßen stecken und diese sanieren. Wir zahlen schließlich genug Kfz.-Steuern.
23:17
@79Fenstergucker
Ich bin ein Allwetterfahrer und den ganzen Winter mit dem Rad zur Arbeit gefahren, obwohl das Auto in der Garage lockte. Und ich bin bei weitem nicht der Einzige.
Und natürlich es es klar, dass durch eine solche Schnellverbindung die Verkehrsprobleme nicht ad acta gelegt werden können. Vielmehr ist dies ein Baustein von vielen für den Verkehr der Zukunft.
So ist es halt in Deutschland: wenns gegen das Rauchen und gegen das Autofahren geht, wird sich ganz schnell aufgeregt...
21:27
@70,Supergrobi-
wie wahr.
20:48
Im Ruhrgebiet wird immer viel geplant - so war die Rheinische Bahn, auf deren Trasse nun der Radweg verlaufen soll (teilweise existiert er schon), zur Reaktivierung für den Schienen-Personenverkehr vorgesehen (Planung des VRR von 1999). Diese Strecke könnte für Essens nördliche Innenstadt, den Kruppschen Gürtel und den Mülheimer Westen (Speldorf) eine attraktive Verbindung nach Ratingen und Düsseldorf bieten. Die Fahrgastprognosen und der Nutzen/Kostenvergleich fielen sehr postiv aus, die Investition hätte sich gelohnt. Ob sich unsere Politiker irgendwann besinnen ?
20:40
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20:39
Darauf haben wir doch nur gewartet. Das löst alle unsere Verkehrsprobleme. Da braucht man dann keine Straßen und Eisenbahngleise mehr zu bauen. Ich freue mich schon auf Unmengen von Radlern, die zwischen Duisburg und Dortmund bei zwanzig Zentimetern Neuschnee auf dem Weg zur Arbeit sind. Aber mal ganz im Ernst: Mit solchen Nachrichten will man doch nur von den erbärmlichen Zuständen unserer Verkehrsinfrastruktur in NRW ablenken.
18:26
#77 @woelly
ich wusste, dass sie unter riesen großen Komplexen leiden müssen.
meiner Garage
zwei Autos
ein Motorrad
drei Fahrräder (eins davon französisch, wau)
und
Ich denke eben an alles
Stirnband?
ach das Klischee aus grauer Vorzeit, haben Sie auch noch ausgegraben. Hallo @woelly, es sind mittlerweile 40 Jahre vergangen. Jetzt wundern mich Ihr abstrusen Gedanken wirklich nicht mehr. Sie müssen dann wohl doch ein Zeitreisender sein, der gerade erst angekommen ist. Was mögen dann für alte Schätzchen in Ihrer Garage stehen? Mercedes strich 8, Opel Admiral, `ne NSU und `nen Peugeot-Rennrad aus den 70er Jahren?
Was für ein Fuhrpark?
Die Techno-Classica ist erst wieder im nächsten Jahr ;-)
Schauen Sie mal hier nach
http://goo.gl/hWksW
Irgendwie sah ich nach Ihrer Selbstdarstellung unter #75 eine unglaubliche Übereinstimmung mit den enthaltenen Beschreibungen dort.
17:42
zusammenhalten ist richtig