Streit um Männerparkplätze in Triberg
21.08.2012 | 13:57 Uhr 2012-08-21T13:57:00+0200
Triberg. Kein Schwein kannte Triberg im Schwarzwald, bis der Bürgermeister auf die Idee mit den Männerparkplätzen kam. Und die Grüne Jugend tat ihm nach den ersten Medienberichten den Gefallen, den ironischen PR-Gag als „Sexismus“ zu geißeln und die Wiederabschaffung zu fordern.
Bürgermeister Gallus Strobel hat sein schönes schwarzwälderisches Triberg mit ein bisschen Farbe in die Medien gebracht. In einem neuen Parkhaus markierte er zwei der 220 Plätze mit dem Marssymbol als „Männerparkplatz“. Da sie von Betonpfeilern begrenzt werden, sind sie ein Fall für echte Kerle, die im Stehen pinkeln und mit einer Hand am Steuer die Karre rückwärts in die Lücke pfeffern.
Im Gegensatz zu den zehn Triberger Frauenparkplätzen ist es auf den Männerplätzen beiden Geschlechtern erlaubt, ihre Fahrkünste zu beweisen. Man merkt schon: Das hier ist eine PR-Aktion im Sommerloch, kein Akt von Diskriminierung. Inzwischen gibt es Männerparkplatz-T-Shirts und Hinweisschilder für Touristen.
Jetzt aber hat sich die Grüne Jugend aus dem 60 Kilometer von Triberg entfernten Offenburg über den CDU-Bürgermeister empört und ihm Sexismus vorgeworfen, berichtet „Focus Online“. Die Männerplätze sollen natürlich wieder weg, Strobel („Humorlose Reaktion“) lehnt dies ebenso natürlich ab.
Der „Focus“ hat bereits bei der Redaktion der Feministinnen-Zeitschrift „Emma“ von Alice Schwarzer angefragt, wie sie, sozusagen höchstrichterlich, die Sache sieht. Eine Antwort von Alice steht noch aus.
15:42
Die CDU liegt zwar nicht auf meiner Linie, aber der Bürgermeister scheint sehr pfiffig zu sein. Leider war er so "dumm" von seinen Mitmenschen Sinn für Humor zu erwarten. Hoffentlich bleibt er standhaft ;-)