Rückspiegel - Kurzschluss im Ampera setzt Opel unter Strom
16.12.2011 | 11:22 Uhr 2011-12-16T11:22:00+0100
Bochum/Rüsselsheim.Opel hat eine Pechsträhne: Erst rutscht das Autogeschäft im Zuge der Schuldenkrise wieder in die Miesen, dann die Affäre um Zahlungen an den Betriebsrat und der überstürzt erscheinende Abschied dessen Vorsitzenden Klaus Franz, begleitet von einer Diskussion um eine erneute harte Sanierung des Unternehmens inklusive weiterer Werksschließungen, jetzt das zumindest vorläufige Aus für das Vorzeigeprojekt Ampera wegen Brandgefahr. Sieger sehen anders aus.
Dabei hatte der innovative Elektrohybrid den europäischen Standard-Crashtest mit Bravour bestanden, ebenso der baugleiche Zwilling Chevrolet Volt die Sicherheitstests in den USA. Grundsätzlich ist die Stromtechnik beherrschbar. Aber neue Techniken wie die moderne, jedoch bei Zerstörung Brand-gefährdete Lithium-Ionen-Batterie bergen neue, schwer kalkulierbare Risiken. Und dass bei den minimierten Entwicklungszeiten der Autohersteller, in denen auch in Zeitraffer jede Eventualität ausgetestet werden muss.
Für das mit großen Startschwierigkeiten kämpfende Elektroauto bedeutet der Kurzschluss im Ampera den größten anzunehmenden Unfall. Das Vertrauen in die Sicherheit der 400-Volt-Stromtanks unter dem Fahrersitz wird erschüttert, bevor es sich festigen konnte. Das Vertrauen in Opel ebenso. Und wie Opel mit der Krise umgeht, macht es auch nicht besser: Verleugnen, abwiegeln, runterspielen.
19:21
Batterien mit einer gespeicherten Energie von 25kW und mehr sind gefährlich. Mann kann die Ladung nicht mit Treibstoff iin einem Tank vergleichen, sie ist hoch aktiv. Wenn flüssiger Treibstoff ausgast und in Brand gerät ist das eine Reaktion mit Luftsauerstoff. Diese kann explosionsartig erfolgen und die Brandfolgen sind unter Umständen extrem gefährlich und zerstörend. Aber an sich ist eine Gasexplosion, ein Flüssigkeitsbrand. Die in E-Fahrzeugen verwendeten Batterien dagegen bestehen aus fester Materie. Eine explosionsartige Entladung ist eher mit Sprengstoff zu vergleichen. Diese Batterien wiegen je nach Leistung bis zu mehrere 100 Kg. Bei einer Explosion werden sie zu Splitterbomben. OK dieser Artikel ist inzwischen mehrere Monate alt, die Auslieferung hat begonnen.. In Deutschland liegen die Bestellungen im Gegensatz zu den USA angeblich nahe den optimistischen Erwartungen. Sind die US Kunden zu konservativ oder besser informiert?
14:14
Es waren wohl kaum technische Probleme, die zum Brand des amerikanischen Schwestermodells geführt haben, denn wenn ich einen beschädigten Akku nicht entlade und mit voller Kapazität einfach einlagere, dann ist das ein Bedienungsfehler. Da könnte ich genauso gut einen Benziner mit leckendem Tank in die Garage stellen und mich dann darüber wundern, warum die Garage abfackelt.
Wenn also dieses Problemchen dazu herhalten muss, die Markteinführung des Ampera zu verschieben, dann ist das entweder ein Vorwand, der ein anderes größeres Problem vertuschen soll oder ich sehe mich gezwungen, alle Verantwortlichen für dumm zu erklären, weil sie auf ihren Technologievorsprung verzichten.
21:00
wer braucht eigentlich noch OPEL - die können nix, die taugen nix und die sehen noch beschissen aus. Der Markthat andere Fahrzeuge verdient.
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Opel brauchen Leute die die Qualität, und das Design schätzen!!
11:41
Alles was mit einer Handybatterie passieren kann, das kann auch mit einer Hochleistungs-Autobatterie passieren, nur in größerem Ausmaß, da die Kapazität für angeblich 80 bis 100 km darin stecken und die sich bei einer Schnellentladung ganz merkwürdig verhalten. Wer eine 24 Volt mal kurzgeschlossen hat kennt das. Denn Ampera kommt von Ampere und ist eine Angabe der Stromstärke. Auf eine solche "Sitzheizung" kann ich gerne verzichten. Ansonsten wünsche ich den 6500 Opel- Kunden eine spannungsfreie und allzeit gute Fahrt. Potz Blitz.... oder besser Opel Plitz.