Bajaj, Hiriko, Harakiri
27.01.2012 | 17:27 Uhr 2012-01-27T17:27:00+0100
Essen. Dem extra kleinen und billigen Auto wie dem winzigen grünen Bajaj mit Motoradmotörchen gehört die Zukunft. Oder auch nicht.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zwängte sich in Brüssel in den Hiriko aus dem spanischen Baskenland. Durch Zusammenschieben wird das – na, klar – elektrisch angetriebene Vehikel noch kürzer als es bereits im Normalzustand aussieht, was jedoch – wie der Smart zeigt – in vielen Parksituationen gar nichts bringt. Ob wirklich jemand ab dem Verkaufsstart im nächsten Jahr 12 500 Euro ausgeben müsste für einen solchen rollenden Doppelsarg ohne Kofferraum, den man wie die legendäre BMW Isetta nur durch eine (im Crashfall blockierte) Frontklappe verlassen kann? Ich jedenfalls nicht.
Ein Unfall mit dem indischen Bajaj R60 dürfte voraussichtlich auch der letzte sein. Der gerade präsentierte schmale Zwerg soll nur 1700 Euro kosten. Damit unterbietet er noch den Tato Nano, hat aber nur einen Motorradmotor unter der schmalen Haube und schafft lediglich 70 km/h. Der mit viel Tamtam in den Markt gebrachte Tata Nano läuft in Indien nur bescheiden, weil auch der aufstrebende Mittelschicht-Inder sich eben nicht nach einem XS-Billigmobil sehnt, sondern wie der Rest der fahrenden Welt nach einem Statussymbol.
20:41
Die Breite des Gefährts zeigt die Entwicklung und Tauglichkeit nur für Entwicklungsländer.
Wie sollen da zwei Deutsche vom Typus Guntram Schneider nebeneinander reinpassen?
21:26
Das Auto, das solide konstruiert die Massen in Schwellenländern in Bewegung bringen könnte, wurde vor über 30 Jahren in Italien vorgestellt. Bis heute wurde kein in der Summe seiner Eigenschaften besserer Kleinwagen in Serie gebracht als der alte Fiat Panda es war. Der war nur unerheblich größer als dieses grüne Ding, aber für 5 Erwachsene plus einigem Gedöns oder 2 Erwachsene mit großem Laderaum bestens geeignet. Milde überholt mit aktueller Motorsteuerung wäre er noch immer ideal.