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Carsharing - So funktioniert es

31.08.2012 | 08:20 Uhr

Essen. Einfach spontan ins nächste Auto setzen: Für viele Autofahrer ohne eigenen Pkw ist das Carsharing ein willkommener Trend. Immer mehr dieser gemeinschaftlich genutzten Autos finden sich auf den Straßen deutscher Städte wieder. Doch wie funktioniert dieser Service eigentlich?



Das Prinzip des Carsharings gibt es in Deutschland bereits seit den 1980er Jahren. Damals war vor allem der Gedanke des Umweltschutzes die treibende Kraft dieses Angebots. Zu seinen Anfangszeiten noch von ehrenamtlichen Organisationen und in kleinerem Rahmen durchgeführt, ist Carsharing mittlerweile besonders in Großstädten stark in die Mode gekommen. Großen Anteil daran haben unter anderem Unternehmen wie Daimler und VW, die das Geschäft mit der spontanen Nutzung von Fahrzeugen ermöglichen. Mittlerweile gibt es rund 130 Anbieter in Deutschland (Stand: August 2012).

Dem Bundesverband Carsharing (BCS) zufolge lohnt sich die Nutzung der Gemeinschafts-Autos für Sie als Kunden besonders dann, wenn Sie weniger als 12.000 Kilometer im Jahr fahren. Interessant ist Carsharing vor allem für Personen, denen keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, oder die auf diese verzichten möchten. Es lohnt sich dabei, als Kunde auf die unterschiedlichen Berechnungsmodelle der jeweiligen Anbieter zu achten, um das günstigste Angebot zu finden. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Preise gerichtet werden, die beim Mietverhältnis für Kurzstrecken anfallen. Denn diese sind im Stadtverkehr ausschlaggebend.

Und so funktioniert es: Sie melden sich bei einem Anbieter in ihrer Umgebung an und zahlen eine Anmeldepauschale. Dann erhalten Sie die Nutzungsberechtigung für die Carsharing-Autos. Viele Anbieter überreichen Ihnen hierfür zum Beispiel eine Chipkarte. Sie funktioniert wie ein Schlüssel zum Öffnen der Autotür. Je nach Bedarf wird das nächstgelegene Auto entweder über die Internetpräsenz des Anbieters oder aber über eine spezielle App gebucht, für die ein Smartphone notwendig ist. Die Vertragsmodalitäten sind unterschiedlich: Abgerechnet wird bei vielen Anbietern pro gefahrener Minute, aber auch eine Grundgebühr kann anfallen. Die Preise variieren ebenfalls, von 25 bis 30 Cent pro Minute ist alles möglich.

Der größte Vorteil von Carsharing: Sie sind flexibel und können dank der kurzfristigen Anmietung eines Fahrzeugs jederzeit mobil sein, auch ohne öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrrad. Ebenfalls vorteilhaft ist, dass die Fahrzeuge kostenlos auf jedem städtischen Parkplatz abgestellt werden können. Der größte Nachteil: die Kosten. Stockender Verkehr verursacht schnell höhere Mietkosten, zudem sollten Sie als Kunde unbedingt auf einen ausreichenden Versicherungsschutz achten - das kostet je nach Dauer des Mietverhältnisses extra.

sw

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