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Verkehrssicherheit

ADAC Tunneltest 2012 - Tauerntunnel ist Gewinner

11.10.2012 | 09:26 Uhr

München. Während der einstige Katastrophentunnel aus Österreich, der Tauerntunnel, dank einer Sanierung der Gewinner im ADAC Tunneltest 2012 ist, kommen die Testverlierer aus der Schweiz. Ein Überblick.



Im Jahr 1999 war der Tauerntunnel in Österreich Schauplatz einer schweren Brand-Katastrophe mit zwölf Toten und 42 Verletzten. Im besagten Jahr erhielt der Tauerntunnel das ADAC Urteil "bedenklich". Im ADAC Tunneltest 2012 ist der Tunnel an der A10 von Salzburg nach Villach, der zum dritten Mal getestet wurde, mit der Bewertung "sehr gut" Testsieger unter den zehn überprüften Objekten. Grund für den Erfolg des Tauerntunnels ist laut ADAC eine neue zweite Röhre, die erst im vergangenen Jahr eingeweiht wurde. Hinzu komme die im Zuge der durchgeführten Sanierung eingeführte "lückenlose Verkehrsüberwachung".

Die Verlierer des ADAC Tunneltests 2012 kommen aus der Schweiz. Der Tunnel Isla Bella, der sich an der A13 von St. Margarethen nach Bellinzona befindet, erhält nur das Urteil "ausreichend". Dem ADAC zufolge ist für das schlechte Ergebnis vor allem das Fehlen zusätzlicher Flucht- und Rettungswege verantwortlich, der Verkehr werde immer noch nur durch eine Röhre geleitet. Ebenfalls lediglich die Bewertung "ausreichend" erreicht der 3.260 Meter lange Schweizer Tunnel Gubrist an der A1.

Auch zwei deutsche Tunnel sind im ADAC Tunneltest 2012 getestet worden. Das Urteil "gut" erhält der Allacher Tunnel auf der A99 (Autobahnring München). Der Wattkopf Tunnel auf der L562 (Umgehung Ettlingen bei Karlsruhe) hat im Jahr 2004 noch die Bewertung "mangelhaft" bekommen. In diesem Jahr schneidet er aufgrund der Beseitigung vieler Mängel besser ab: Die Röhre erzielt das Testurteil "gut".

Das Fazit des ADAC fällt in Anbetracht der "erfreulichen" Tendenz positiv aus: Europas Röhren seien von Jahr zu Jahr sicherer. Der Automobilclub fordert weiteres Nachrüsten, vor allem in Angesicht eines Erreichens des einheitlichen Mindeststandards nach EU-Richtlinie.

sw

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