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Ratgeber: Elektrische Verbraucher

29.08.2012 | 10:42 Uhr

Elektrische Verbraucher in Fahrzeugen sollten nur dann zugeschaltet werden, wenn man sie tatsächlich benötigt. Das empfiehlt der ADAC in München, denn alles was Strom verbrauche, treibe den Kraftstoffverbrauch in die Höhe. Selbst ein Navi schlage beim Energieverbrauch eines Autos zu Buche, ganz abgesehen von elektrisch beheizten Spiegeln oder der Heckscheibenheizung.

München (dapd). Elektrische Verbraucher in Fahrzeugen sollten nur dann zugeschaltet werden, wenn man sie tatsächlich benötigt. Das empfiehlt der ADAC in München, denn alles was Strom verbrauche, treibe den Kraftstoffverbrauch in die Höhe. Selbst ein Navi schlage beim Energieverbrauch eines Autos zu Buche, ganz abgesehen von elektrisch beheizten Spiegeln oder der Heckscheibenheizung. Und viele Autofahrer, so befürchten die Fachleute des Autoclubs, unterschätzen die Kosten. Energie gebe es nicht zum Nulltarif und die elektrischen Verbraucher machten sich letztlich auf der Tankrechnung bemerkbar.

Ist beispielsweise die Sitzheizung aktiv und Lüftung und Beleuchtung sind eingeschaltet, werden dafür circa 500 Watt Strom benötigt, rechnen die ADAC-Fachleute vor. Das heißt, der Verbrauch je 100 Kilometer steigt um einen halben Liter Kraftstoff. Bei einer Fahrt zwischen München und Frankfurt sind das immerhin gut drei Euro Zusatzkosten.

Lüftung ist der stärkste Verbraucher

Den Strom im Auto liefert während der Fahrt der Generator, umgangssprachlich als Lichtmaschine bezeichnet. Er wird per Keilriemen vom Motor angetrieben. Wächst der Bedarf, muss der Generator mehr Strom erzeugen. Dies bedeutet für den Motor Mehrarbeit - der Kraftstoffverbrauch steigt. Generell kann man von folgender Faustformel ausgehen: 100 Watt Stromverbrauch entsprechen einem Mehrverbrauch von 0,1 Liter auf 100 Kilometern.

Der ADAC hat unter diesem Aspekt mehrere Autos verschiedener Fahrzeugklassen getestet, die Mittelwerte ergeben folgendes Verbrauchsbild: Die Lüftung - eingestellt auf der mittleren Stufe - benötigt 171 Watt, das Abblendlicht 125 Watt, die Schluss- und Nebelleuchten 35 Watt, die Nebelscheinwerfer 110 Watt, die Sitzheizung 102 Watt, die Lenkradheizung 50 Watt und die beheizten Außenspiegel 40 Watt. Relativ wenig Strom benötigt das Radio mit 21 Watt, das mobile Navi mit sieben Watt und ganz besonders sparsam ist der iPod, der sich mit zwei Watt zufriedengibt. In der Summe könnten allerdings schnell mehr als 600 Watt Stromverbrauch entstehen.

Deshalb raten die Experten vom Autoclub, elektrische Verbraucher überlegt einzusetzen. Wer die Heckscheibenheizung abschalte, sobald die Scheibe frei ist, oder die Sitzheizung nicht permanent mitlaufen lasse, schone Tankinhalt und damit automatisch Geldbeutel und Umwelt. Allerdings, am falschen Ende setze an, wer auf Kosten der Sicherheit spare. Deshalb sollte beispielsweise das Licht nicht erst in tiefster Nacht eingeschaltet werden.

dapd

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