Radar-Geräte für „Blitz-Marathon“ bei sibirischer Kälte ungeeignet
08.02.2012 | 15:52 Uhr 2012-02-08T15:52:08+0100
Essen. Die eisige Kälte könnte der Polizei NRW bei ihren "Blitz-Marathon" am Freitag einen Strich durch die Rechnung machen. Die Lasermessgeräte könnten nur bis minus zehn Grad genutzt werden - und das bereits eingeschränkt. Die NRW-CDU kritisiert den Plan wegen der Kälte als unzumutbar für die Polizisten.
Der für Freitag angekündigte „Blitz-Marathon“ der Polizei in NRW stößt offenbar angesichts der sibirischen Kälte an technische Grenzen. Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste warnte die Kreispolizeibehörden, dass die Lasermessgeräte nur bis minus zehn Grad genutzt werden können. Bereits bei Temperaturen unter null Grad sinke die Akku-Leistungen „mit fallender Tendenz“, heißt es in einem DerWesten vorliegenden Schreiben. Auch analoge Multanova-6-F-Messgeräte könnten im Außenbereich nur bis null Grad Celsius eingesetzt werden.
Kritik an Zeitpunkt von "Blitz-Marathon"
Die technische Polizeiabteilung forderte die Kreispolizeibehörden auf, die Hinweise bei der Einsatzplanung zu berücksichtigen und die Einsatzorte anzupassen. CDU-Rechtsexperte Peter Biesenbach kritisierte die Pläne von Innenminister Ralf Jäger deshalb als „reine PR-Aktion“. Angesichts der niedrigen Temperaturen sei der Zeitpunkt völlig ungeeignet. Zudem sei es unzumutbar, dass Polizisten die Aktion bei Frostgraden durchführen sollten. Polizei und Kommunen wollen von Freitag sechs Uhr bis Samstag sechs Uhr an 1400 Messstellen einen „Blitz-Marathon“ durchführen.
01:21
Ich empfehle ne Wärmeflasche gegen den kalten Hintern.
Die Radar und Lasergeräte können mit einem Fön warmgehalten werden.
Gegen kalte Füsse hilft viel VODKA: POILVODKA für Kontrollorgane.
Und das Dixiklo muß auch her bei einem 24-stündigen Einsatz, oder machen die in den Park und an die Hauswand ?
15:28
Untaugliche Messgeräte, frierende Polizisten auch Einsatzmittel genannt...
Wer bemitleidet denn andere Berufsgruppen welche bei den herrschenden Aussentemperaturen ihre Arbeit verrichten müssen und von ihrem Vorgesetzten ebenfalls nicht mit angepasster Unterwäsche versehen wird?
Um die Messgeräte einsatzfähig zu halten könnte man eventuell über Schutztaschen nachdenken, oder den Akku auch im laufenden Betrieb über ein Ladekabel mit dem Fahrzeug verbinden! Eine, wie ich persönlich bestätigen kann, im Auland sehr erfolgreich erprobte Anwendungsmethode. Vielleicht sollten die Einkäufer mal einwenig "Bildungsurlaub" einlegen und sich anderenorts über wintertaugliche Einsatzmittel selbst ein Bild machen... und nicht vergessen Herr IM, vor Reiseantritt noch schnell zu C&A...wegen der Unterwäsche
14:05
Wie verblendet muss man als anhnungsloser, von Ignoranten umgebender IM sein, um diese Populismusaktion durchzuziehen? Remonstrationen kommen anscheinend im "Marionettentheater" Innenministerium nicht mehr an. Fehler einzugestehen, scheint auch nicht im Repertoir eines Herrn Jäger zu liegen. Mir tun die Einsatzkräfte der Polizei einfach nur leid. Sie können sich gegen diesen Unsinn schließlich leider nicht wehren. Hinzukommt, dass unfähige Vorgesetzte den Beamten auf der Straße zusätzlichen Druck machen.
14:00
Das Problem bei den Geräten ist nur, dass so ziemlich jeder chemischer Stromspeicher bei niedrigeren Temperaturen Kapazität einbüßt. Da kann man aber einfach öfter laden.
Die Messergebnisse werden wohl eher nicht verfälscht. Ich unterstelle mal, dass die Geräte melden wenn der Akku zu schwach wird. Das passiert schließlich auch wenn es nicht kalt ist, dauert halt nur länger.
Zur unterstellten "Memmenhaftigkeit" der Polizeibeamten. Natürlich ist Kälte kein Grund alle Polizeieinsätze im Freien zu unterlassen aber man darf evtl. fragen:
Stimmt die Verhältnismäßigkeit wenn ich !!mehrere Tausend!! (1400 Stellen mit mindestens 2 Beamten) Polizisten 24h Stunden lang, über nacht und bei relativ strengem Frost draußen rumstehen lasse um eine PR-Aktion des Innenministers, mit einer vekehrssicherheitstechnischen Bedeutung die gegen 0 tendiert, durchzuführen?
Wenn ich in der Stadt immer 60km/h auf dem Tacho fahre (also vll 56km/h real) glaube ich nicht, dass das das Unfallrisiko sonderlich erhöht. Die "richtigen Raser", die die Höchstgeschwindigkeit auch mal um 50 oder 100% überschreiten sind ja gewarnt und werden ihren Führerschein behalten.
Und nur noch angemerk zum Sinn der Aktion allgemein:
Ich habe noch nie erlebt, dass es beim Fahren brenzlig wurde weil jemand schnell fährt. Ich habe aber schon extrem häufig erlebt, dass Leute beim Spurwechsel einfach nicht darauf achten wie denn ungefähr die Geschwindigkeitsdifferenz zu dem Fahrzeug ist, das da hinten auf der linken Spur kommt um mich zu überholen oder auch einfach gar nicht gucken.
Mein schlimmstes Erlebnis war da eine junge Dame auf der A31. Abends, Autobahn leer, die gute Frau fährt hinter einem LKW auf und wechselt direkt von der Beschleunigungsspur auf die Überholspur, mit 80km/h (oder sogar weniger). Ich hatte meinen kleinen Mazda 323 auf gut 160 beschleunigt und durfte das erste Mal bei derartigen Geschwindigkeiten eine Vollbremsung einleiten.
Kollision vermieden mit gefühlten 10cm Abstand am Ende, die blö"§$%&/() guckt starr geradeaus als ich wild gestikulierend und hupend vorbeifahre. Nachdem mein Adrenalinspiegel nach einigen Minuten wieder etwas runter ist fällt mir auch noch auf, dass Geräusche wie von Unwuchten im Rad auftreten. Tjoa, der Wagen hatte noch kein ABS. Ich hatte mir wegen der /(%&&/(? meine Vorderreifen eckig gebremst.
Solche Aktionen werden nicht geahndet weil es extrem selten mal von der Polizei beobachtet wird.
Aber hey: Für sowas gibts jetzt Smatphone Apps. Kann man beim Fahren laufen lassen und es wird ein Video aus Fahrerperspektive mit Einblendung der Geschwindigkeit aufgezeichnet. Ich finde die größten Probleme im Straßenverkehr sind Rücksichtslosikeit und Unfähigkeit.
Wie entsteht eigentlich die Statistik, die aussagt der größte Risikofaktor ist hohe Geschwindgkeit? Wenn ich auf der A31 nicht mehr hätte bremsen können... wäre ich dann Schuld gewesen weil ich mich jenseits der Richtgeschwindigkeit bewegt habe??
Ich muss Ihnen leider Recht geben. Solche Vollpfosten, die nicht in der Lage sind Geschwindigkeiten einzuschätzen bzw. gar nicht so weit denken, dass man das vor einem Spurwechsel mal tun sollte gibt es leider viel zu viele.
Wegen so einem Nasenbär bin ich auf ner 2-spurigen Autobahn schonmal zu dritt nebeneinander gefahren, einer davon war ein LKW. War wirklich gar nicht lustig.
13:41
Eieiei, die Radargeräte sind ein Fehlkauf, weil deren Akkus bei niedrigen Außentemperaturen an Kapazität verlieren?
Hmm.
Dann sind die Polizeiautos auch ein Fehlkauf, weil man mit denen ja garnicht auf Schnee und Eis mit Höchstgeschwindigkeit fahren kann.
Die Uniformen sind ein Fehlkauf, weil die Winterjacken zu dick sind, um längere Zeit in geschlossenen, beheizten Büros getragen zu werden, die Polizeiwaffen sind ein Fehlkauf, weil nach jedem einzelnen Schuss die Munition im Magazin geringer wird und... und... und...
Bei meinem Handyakku läßt auch an Kapazität nach, wenn ich das Telefon draußen in der Sch...kälte benutze. Was für eine Fehlkonstruktion! Doch nein, halt! Ich habe ja meistens einen geladenen Reserveakku dabei.
...Gute Besserung!
13:07
Hoffentlich schneit es noch pünktlich zum Wochenende.
Da sehe ich schon die auf die verschneiten Straßen ausgerichteten Radarpistolen.
Wie ein "Raser" nach dem anderen rausgewunken wird. ^^
Zum Theme Polizisten und Kälte:
Ich dachte die wären hart im nehmen, schließlich wollten die doch die Mützen "Marke Russischer Schutzmann" nicht, schließlich sind wir nicht in Sibirien.
Liebe Beamten macht es wie die Anderen, lange Unterhosen an und warme Getränke einpacken.
Im Frühjar ist das Wetter zu unbeständig, im Sommer zu heiß und im Herbst stört das Laub.
Man könnte glatt denken bei der Pozilei handelt es sich um die DB.
Mit solchem rumgenöle verliert man nur noch mehr den Respekt der Bevölkerung, leider.
12:37
So viel Fehlplanung und Inkompetenz muss Folgen haben:
Rücktritt!
1. Fehler: Kontrollaktionen vorher bekanntmachen - Vollkommen sinnfrei.
2. Fehler: Personalstand und Ausrüstung für eine im Vorfeld angekündigte Aktion nicht geprüft - Zeigt deutlich, wie überfordert diese Person mit seinem Amt ist.
Konsequenz:
Ein so wichtiges Amt kann nicht von jemandem bekleidet werden, der offensichtlich nicht nur ahnungslos, sondern fahrlässig mit dem Sicherheitspersonal dieses Landes umgeht.
Wenn man bei einem defacto passiven Amt wie dem Bundespräsidenten über Rücktritt spricht, so muss dies bei einem der wichtigsten Ministerposten erst recht gelten.
12:25
können doch sonst alles.das geschulte auge der beamten kann doch bis auf 2 stellen nach dem komma eine exakte angabe machen.wird doch immer vor jedem richter hoch und heilig vor exerziert......haben wir gelacht.
Beleidigungen á la "Schakos" sind erstens unzulässig, sprechen zweitens deutliche Worte über den Verfasser, und sind drittens in diesem Kontext unzutreffend, da die Sicherheitskräfte nur ausführen. Das Unheil richten andere an!
11:40
Ein Minister will nicht immer nur als Versager auf sich aufmerksam machen, sondern auch mal als Macher. Na schön. Aber auch wenn diese ganze Aktion nichts anderes ist als übelster Poulismus, werde ich morgen mal an den bekannten Punkten aufpassen.
Ob die sich tatsächlich bei diesen Temperaturen ein für Beamte wichtiges Körperteil abfrieren? Bisher wird bei uns nur bei sehr angenehmen Aussentemperaturen für die angeblich so wichtige Sicherheit gesorgt - schon bei leichtem Nieselregen bleiben die Gefahrenschwerpunkte sich selbst überlassen. Interessant wird sicher auch die Beobachtung, ob und wo Kraftfahrzeuge sehr lange Zeit mit laufenden Motoren parken ...
11:21
Da die Geräte bei -10 nicht funktionieren kann man somit bei Frost rasen?