Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Wirtschaft

Pleite-Autobauer Saab soll zum Elektroauto-Konzern werden

15.06.2012 | 14:45 Uhr
Hatte im Dezember Insolvenz angemeldet: Der schwedische Autobauer Saab wird von chinesisch-japanischen Investoren übernommen, die Elektroautos entwickeln wollen.Foto: REUTERS

Stockholm.   Ein chinesisch-japanischer Investor übernimmt den insolventen Autobauer Saab. In dessen Händen soll das schwedische Unternehmen künftig Elektroautos entwickeln. Die Gewerkschaft IF Metall lobte den innovativen Geist der neuen Eigentümer.

Der insolvente schwedische Autobauer Saab soll zum Elektroauto-Konzern werden. Mit diesem Ziel übernimmt ein chinesisch-japanischer Investor das traditionsreiche Unternehmen, wie der Insolvenzverwalter am Mittwoch mitteilte. Das erste Modell soll in rund anderthalb Jahren auf den Markt kommen.

Übernommen wird Saab von National Electric Vehicle Sweden (NEVS) . Das auf alternative Energien spezialisierte Unternehmen National Modern Energy Holdings aus Hongkong und die Investmentfirma Sun Investment aus Japan hatten diese Gesellschaft extra für die Saab-Übernahme gegründet, wie sie mitteilten. Demnach halten die Chinesen 51 Prozent und die Japaner 49 Prozent an NEVS. Den Kaufpreis für Saab gaben Unternehmen und Insolvenzverwalter nicht bekannt.

Japanische E-Auto-Technologie

NEVS will nun nach eigenen Angaben am Saab-Standort in Trollhättan Elektroautos entwickeln. Nutzen will die Firma dazu nach eigenen Angaben japanische E-Auto-Technologie . Das erste Modell, das auf dem Saab 9-3 basiere, werde Ende 2013 oder Anfang 2014 auf den Markt kommen und werde für den chinesischen Markt konzipiert. "NEVS hat das Ziel, zu einem führenden Hersteller von Elektrofahrzeugen zu werden", erklärte das Unternehmen.

Schwedens Industrieministerin Annie Lööf begrüßte die Rettung von Saab. "Das ist eine positive Entscheidung für die schwedische Autoindustrie und für die Region", erklärte sie. Die Gewerkschaft IF Metall, bei der ein Großteil der Saab-Beschäftigten organisiert ist, lobte den "innovativen" Geist der neuen Eigentümer des Autobauers.

Saab am Ende

Saab hatte im Dezember Insolvenz angemeldet . Der Verkauf an einen rein chinesischen Investor war am Widerstand des früheren Saab-Eigentümers General Motors (GM) gescheitert. Der US-Autobauer hatte die Übertragung von Patenten verweigert. GM hatte Saab ursprünglich an den niederländischen Sportwagenbauer Spyker verkauft, der sich später in Swedish Automobile umbenannte. Diesem gelang es aber nicht, das Steuer bei dem defizitären schwedischen Autobauer herumzureißen. (afp)



Kommentare
16.06.2012
02:07
Pleite-Autobauer Saab soll zum Elektroauto-Konzern werden
von nothdurft | #2

Der Vortrieb erfolgt also demnächst mit Reisschnaps ?
Als Hybrid ist das eine asiatische Zwischenlösung, hauptsache man ist preiswert an die vielen Patente des innovativen SAAB .... gekommen. Hier kann weiterentwickelt werden , mit 10 Zylindern in Form von 10 Chinesen die in die Pedale treten.

15.06.2012
18:58
Pleite-Autobauer Saab soll zum Elektroauto-Konzern werden
von luna123 | #1

das nenne ich mal innovativ und sinnvoll

Aus dem Ressort
Die Spannung steigt: Das 48-Volt-Bordnetz für Autos kommt
Verkehr
Seit über 40 Jahren ist im Bordnetz von Autos zwölf Volt die Spannung der Wahl. Doch bei immer mehr stromhungrigen Systemen gerät ein solches Netz an seine Grenzen. Erste Systeme setzen bald auf 48 Volt.
Extras für Tuning-Fans und Musikliebhaber
Verkehr
Tiefer, breiter, lauter: So mögen es die Tuning-Fans. Für sie haben AMG und Eibach neue Produkte im Angebot. Kenwood setzt bei seinem Radio auf eine Smartphone-Einbindung. Und auch Skoda, Volvo und Mitsubishi haben etwas zu vermelden.
Suzukis neuer Kleinwagen: Aus Alto und Splash wird Celerio
Verkehr
Suzuki bringt Ende November den Celerio auf den Markt. Der neue Kleinwagen kostet laut dem Hersteller mindestens 9690 Euro und soll die Modelle Alto und Splash ersetzen. Beide laufen im nächsten Jahr aus.
Airbag-Probleme - 850 000 Audi A4 müssen in die Werkstatt
Auto
Audi ruft weltweit 850.000 Autos vom Modell A4 wegen Problemen mit den Airbags in die Werkstätten zurück. Durch einen Softwarefehler könne es vorkommen, dass Airbags bei Unfällen nicht auslösen, sagte ein Audi-Sprecher.
Rückruf für den Audi A4: Frontairbags können streiken
Verkehr
Wegen Problemen mit den Airbags ruft Audi weltweit 850 000 Autos des Modells A4 in die Werkstätten zurück. In Deutschland seien 150 000 Autos betroffen, sagte ein Unternehmen-Sprecher.
Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?